Sie sind hier:  Klaus Käppeler > Bürgerinfo > Bürgerinfo 7

Bürgerinfo 7

23. Mai 2013 – 150 Jahre SPD

Viel getan. Noch viel vor. – Unser Jubiläum

Die deutsche und europäische Geschichte ist untrennbar mit der Geschichte der Sozialdemokratie verbunden. Seit 150 Jahren kämpft die SPD erfolgreich für Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit. Für eine solidarische und fortschrittliche Gesellschaft, die den Einzelnen schützt und ihn zur Selbstbestimmung befähigt. Forderungen, die bis heute nichts an Aktualität eingebüßt haben, im Gegenteil: Die Frage der sozialen Gerechtigkeit ist heute so aktuell wie 1863, als die prekäre soziale Lage der Arbeiterschaft Ferdinand Lassalle zur Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereines veranlasste.

Unsere Überzeugungen und der Wille, gesellschaftliche Verhältnisse nicht hinzunehmen, sondern zu verändern, stehen im Mittelpunkt der 150-jährigen Geschichte der SPD. Millionen von Menschen sind für diese Ziele und Überzeugungen eingetreten – vielfach trotz damit verbundenen persönlichen und beruflichen Nachteilen. Wegen ihrer Überzeugung sind Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ausgegrenzt und bestraft worden, ins Gefängnis gesperrt, ins KZ verschleppt und ermordet worden.

Das 150-jährige Bestehen der Sozialdemokratie ist daher ein Jubiläum gemeinsamer Ziele und Überzeugungen, das wir nicht ohne Stolz feiern. Es ist ein Jubiläum der Demokratie in Deutschland, die die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten immer verteidigt haben. Es ist aber auch Ansporn und Auftrag uns auch weiterhin – ausgerichtet an unseren Grundwerten von Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität – als starke politische Kraft für sozialen Fortschritt in Deutschland und Europa einzusetzen.

Regionale Schulentwicklungsplanung RSE

In meinem Bürgerinfo bin ich schon mehrfach auf dieses Thema eingegangen. Mit der Regierungserklärung zur Regionalen Schulentwicklungsplanung vom 15. Mai sind nun auch die Eckpunkte des Gesetzesvorhabens öffentlich geworden,  um die wir lange gerungen haben. Ich bin froh, dass die SPD-Fraktion und auch Kultusminister Andreas Stoch auf meine Argumente zum Ländlichen Raum gehört haben und ich möchte betonen, dass die gefundene Lösung auch meine Handschrift trägt.

Der demographische Wandel führt seit Jahren dazu, dass Schulen vor allem im Bereich des Ländlichen Raumes häufig nur noch sehr kleine Eingangsklassen bilden können. Dies ist zum einen pädagogisch nicht sehr attraktiv zum anderen aber auch aufgrund der angespannten Haushaltslage nicht mehr finanzierbar. Es gilt also, die Schullandschaft derart zu gestalten, dass es möglich sein muss, jeden Schulabschluss in erreichbarer Nähe machen zu können. Es wird aber nicht jede Gemeinde ihre Schule behalten können.

Folgende Rahmendaten sind nun gesetzt: Neu einzurichtende weiterführende Schulen müssen eine Mindestzahl von 40 Schülerinnen und Schülern in der Eingangsklasse aufweisen. Bei Bestandsschulen gilt weiterhin, dass nur jene Schulen von einer Schließung bedroht sind, die in der Eingangsklasse weniger als 16 Schülerinnen und Schüler haben. Schulen und Schulträger (Gemeinden) in einer Raumschaft werden den Prozess der Regionalen Schulentwicklung gemeinsam gestalten, so dass eine möglichst große Zahl von zukunftsfähigen Schulstandorten ermöglicht wird.

Wenn in einer Region keine Einigung über das Schulangebot bzw. über die zu schließenden Schulen erzielt wird, entscheidet letztendlich die Kultusverwaltung. Dies wird sicher an manchen Orten zu Enttäuschungen führen. In der positiven Presseberichterstattung zur Regierungserklärung des Kultusministers wird jedoch von einem längst überfälligen Schritt gesprochen. Nicht betroffen von der Regionalen Schulentwicklungsplanung sind die Grundschulen.

21. Juni: Beginn der INTERIM – die 1. Kunstbiennale im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Die Künstlerinnen Ulrike Böhme und Susanne Hinkelbein aus Hohenstein planen seit 6 Jahren das große Projekt. Wissenschaftsstaatssekretär, Regierungspräsident und Landräte haben sich als Schirmherren zur Verfügung gestellt und um Mittel geworben.  Mit federführender Unterstützung durch mein Büro, namentlich meiner Mitarbeiterin Deborah Castello, gelang es vergangenen Sommer, nennenswerte Projektmittel der Landesstiftung für die 1. Kunstbiennale im Biosphärengebiet Schwäbische Alb  zu erhalten. Nicht nur deswegen freue ich mich über möglichst viele Besucher. Diese Kunstbiennale – die zukünftig alle zwei Jahre in einem anderen Ort im Biosphärengebiet stattfinden soll, wird  dazu beitragen, dieses besondere Gebiet  noch attraktiver zu machen.

An einem außergewöhnlichen Ort, dem Alten Lager des ehemaligen Truppenübungsplatzes bei Münsingen wird INTERIM - die Kunstbiennale im Biosphärengebiet Schwäbische Alb zum ersten Mal ihre Pforten öffnen. Ein einmaliges Kulturprojekt, welches alle zwei Jahre an immer wieder neuen Orten im Biosphärengebiet zu erleben sein wird. Aber nicht nur die immer wieder wechselnden Standorte machen diese Idee zu etwas Besonderen. INTERIM wird für alle Kunstsparten, die bildende Kunst, das Theater, den Tanz und die Musik eine Plattform bieten und sowohl die Kreativen aus der Region als auch überregional anerkannte Kunstschaffende zusammen bringen.

Das Alte Lager auf dem Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes bei Münsingen ist ein geschichtsträchtiger Ort, dessen Zukunft offen ist. In diesem Zustand zwischen einem „NICHT MEHR“ und „NOCH NICHT“, findet eine Metamorphose statt: Die künstlerischen Eingriffe werden das Alte Lager zu neuem Leben erwecken.

Unter dem Motto: INTERIM 2013 - verwandelt! wird auf dem Gelände des Alten Lagers vom 21.6. bis zum 7.7.2013 sowohl ein Abendprogramm als auch ein Tagesprogramm angeboten.

Während des Abendprogramms wird das Publikum in kleinen Gruppen von Schauspielern über das ehemalige Militärgelände geleitet. In den früheren Schlafstätten der Soldaten, in einem alten Pferdelazarett, einer Kantinenküche oder auch einer verwaisten Militärkapelle haben bildende Künstler von internationalem Renommee genauso wie Schulen der Region und Bewohner der benachbarten BruderhausDiakonie Buttenhausen Kunstobjekte installiert. Auf den Kesseln und Rohren der ausgedienten Kantinenküche wird es eine Jazzperformance geben und im Feuerwehrhaus werden die Stimmen der über hundert Sänger des größten Projektchores der Schwäbischen Alb erklingen.

Für rund 120 Minuten wird das Publikum in eine Welt entführt, die mit akustischen, bildnerischen und theatralischen Mitteln das gesamte Areal zum Singen und Klingen bringt, alles verwandelt und alle verzaubert. Der spezifische Geist dieses Ortes wird hier von über 200 Mitwirkenden wie Sängern, Künstlern, Schauspielern, Musikern und Tänzern auf einmalige Art und Weise sichtbar und erlebbar gemacht.

Parallel zu den Abendveranstaltungen wird auch unter der Woche ein Tagesprogramm angeboten. So können Familien, Wanderer, Schulklassen und andere interessierte Einzelbesucher oder Gruppen den Parcours selbständig erkunden. Die künstlerischen Interventionen, eine Ausstellung des bekannten Fotografen Claudio Hils, das INTERIM – Atelier des Medienkünstlers Wolf Nkole Heltzle und die Großplastik der Schulen „Das Haus der Schmetterlinge“ können besucht werden; es besteht die Möglichkeit mit einer HÖRTOUR den Ort zu erlauschen (Mirja Wellmann) und bei dem Projekt SCHAU GENAU lernen Kinder, diesen Ort und seine Merkwürdigkeiten zu entdecken. Zudem werden Sonderveranstaltungen wie Theatervorführungen für Schüler, Kinderkonzerte und Märchenerzählungen für Erwachsene angeboten. Viele weitere Angebote und nicht zuletzt die exquisite Verköstigung mit Gutem aus dem Biosphärengebiet im INTERIM-Bistro Sur les Arbres machen einen Tagesausflug ins Alte Lager zu einem ganz besonderen Kunstgenuss in einmaliger Umgebung!

Wen das neugierig gemacht hat:

In der Anlage gibt es einen Ereignis-Lageplan und natürlich  kann unter www.interim-biennale.de  alles noch genauer studiert werden. Dort geht es dann auch direkt zur Kartenbuchung. Das Kartenkontingent besonders für die Abendveranstaltungen ist limitiert. Daher empfiehlt sich rechtzeitige Buchung!

Die Künstlerinnen freuen sich natürlich sehr, wenn Sie kommen und schauen und hören und erleben, was die hohensteinateliers sich ausgedacht und über 300 bildende Künstler, Sänger, Tänzer, Schauspieler, Autoren, Komponisten "fabriziert" haben...

Einladung: Alles was recht ist.

Am Dienstag, 23. Juli kommt um 19.00 Uhr Justizminister Rainer Stickelberger MdL zu einer Veranstaltung in die Brauereigaststätte nach Zwiefalten. Er hält einen Vortrag zum Thema „Alles was recht ist.“

Zu dieser Veranstaltung des SPD-Kreisverbandes lade ich schon heute herzlich ein und würde mich freuen, viele Besucher begrüßen zu dürfen. Die SPD wird 150 Jahre alt, der SPD-Ortsverein Zwiefalten-Hayingen blickt auf 40 Jahre seit der Gründung zurück, genügend Gründe kurz vor den Sommerferien zu feiern.

 

Impressionen

Runder Tisch zur Inklusion in Emmendingen

Runder Tisch zur Inklusion in Emmendingen bei meiner Kollegin Sabine Wölfle, die Sprecherin für dieses Thema im Sozialausschuss ist, während ich Sprecher für Inklusion im Bildungsausschuss bin. Vorangegangen waren Besuche in einer Schule für Blinde und Sehbehinderte in Waldkirch sowie einer Schule für Mehrfachbehinderte in Emmendingen.

40. Jubiläum Partnerschaft La Tessoualle - Zwiefalten

Über das Wochenende an Himmelfahrt feierte ich mit der ganzen Familie und fast 200 Zwiefaltern das 40. Jubiläum unserer Partnerschaft in La Tessoualle. Dieser kleine Ort liegt nahe Cholet in der Vendée, südöstlich von Nantes. Neben den Bürgermeistern, den Präsidenten der Komitees und dem französischen Abgeordneten des Nationalparlamentes hielt ich beim Festakt eine Rede und würdigte diese besondere Beziehung, wies aber auch auf bedenkliche aktuelle Entwicklungen hin. Meine Rede ist auf meiner Homepage nachzulesen

Besuch im Regionaltheater Lindenhof in Melchingen

Besuch im Regionaltheater Lindenhof in Melchingen mit Kultusminister Andreas Stoch (Mitte). Neben einem unterhaltsamen Theaterstück ging es auch ums Geld: Bernhard Hurm (links) und Uwe Zellmer (zweiter von rechts) warben um zusätzliche Mittel für die Theaterpädagogik – was einige Wochen später auch bewilligt wurde. Beim Besuch mit dabei: Andreas Stochs Ehefrau

Gustav-Werner-Tag

Am 12. März ist Gustav-Werner-Tag: Zusammen mit 17 Politiker aus der Region arbeitete ich einen Vormittag lang in einer der sozialen Einrichtungen und Werkstätten der Bruderhaus-Diakonie. Mit geistig und psychisch Behinderten handwerkelte ich „Auf der Bleiche“ in Bad Urach.

Mit herzlichem Gruß