Energiesparprogramm in Kalifornien

Die Reduktion von Kohlendioxid macht inzwischen auch in Kalifornien sichtbare Fortschritte und wird durch ein spezielles „Renewable Energy Program“ gepowert. Hierzu besuchte der Ausschuß Ländlicher Raum des baden-württembergischen Landtags die California Energy Commission in der Hauptstadt Sacramento.

Parlamentarier aus Baden-Württemberg bei der ‚California Energy Commision‘ in Sacramento – über Finanzielle Optionen für Erneuerbare Energien informiert

  • Verminderung der Stromkosten
  • Steigerung der Steuerersparnis
  • Reduzierung des Kohlendioxidausstosses

Dabei berät die Energie-Kommission auch über geeignete Energieformen an den jeweiligen Standorten. In leicht verständlichen Handzetteln (FAQs = Frequently Asked Questions) werden Kosten, Systeme, Einbauregularien dargestellt. Auf eine entsprechende Frage von MdL Gerd Teßmer über die Nutzung nachwachsender Rohstoffe im Treibstoffbereich wurde deutlich, dass man hier in Deutschland schon weiter fortgeschritten ist, was aber nicht zuletzt an den relativ preiswerteren Sprit-Preisen in den USA liegen dürfte. Aber das „Renewable Energy Programm“ Kaliforniens, das vom neuem Gouverneur Schwarzenegger ausdrücklich gepuscht wird, beinhaltet auch Geothermik und Biomasse als nachhaltige, umweltschonende Energieträger.

Die Brennstoffzelle als Kraftfahrzeug-Treibstoff auf dem Vormarsch

In Zusammenarbeit mit den Mineralölkonzernen ist der Entwicklungsstand im Bereich der Brennstoffzelle als Antriebsstoff für zukünftige Kraftfahrzeuge in Kalifornien schon über das Experimentierstadium weit hinaus. In Kalifornien ist es auch gelungen, mit DaimlerChrysler, Ford Motor Company, General Motors, Honda, Hyundai, Nissan, Toyota und Volkswagen acht namhafte Kraftfahrzeughersteller mit den Mineralölkonzernen BP, ChevronTexaco, Exxon-Mobil und Shell zusammenzubringen, um in einem gemeinsamen Programm Motoren für Wasserstoff-Antrieb als Kraftstoff für Fahrzeuge serienreif zu entwickeln.
Mit gemeinsamen Festlegungen zur Sicherheit beim Tanke und Fahren wurden Fahrzeuge entwickelt, die bis zu 140 km/h erlauben und bis auf das Anfahren geräuscharm sich fortbewegen können.
Der dafür notwendige Wasserstoff wird mit Tanklastzügen wie gewöhnliches Benzin angeliefert. Das Füllen der Brennstoffzellen selbst ist eine schnelle und automatisierte Angelegenheit im Minutenbereich. Der verbrauchte Wasserstoff, der leichter als Luft ist, verflüchtigt sich schnell in die Atmosphäre und verursacht dabei keine umweltschädlichen oder gefährlichen Abgase. Die US-Regierung hat dazu eine genaue Sicherheitsliste mit entsprechenden Standards durch das ‚National Renewable Energy Laboratory‘ in Golden Colorado herausgegeben (das „Sourcebook for Hydrogen Applications“).
Die süddeutschen Abgeordneten wurden dabei zunächst theoretisch von Wolfgang Weiss von DaimlerChrysler in die Planungsschritte und den heutigen Entwicklungsstand eingeführt, ehe sie selbst mit einem Mercedes mit Brennstoffzellenantrieb fahren konnten. Diese Fahrzeuge verfügen über keinerlei Getriebe mehr, da allein die über das Gaspedal gesteuerte Energiemenge die Geschwindigkeit regelt.
Wie zu erfahren war, räumen alle beteiligten Firmen dieser Antriebsart eine große Zukunft ein, zumal Wasserstoff kein endliches Produkt auf der Erde darstellt.

Landwirte können wertvollen Beitrag zur Energiesicherung in Deutschland leisten

„Es ist fast wie im Märchen, wo aus Stroh Gold gesponnen wurde, wenn man sich klarmacht, was aus der Pflanze Raps alles gewonnen werden kann, nicht zuletzt das „Gold der Baar“, betonte in seinem Eingangsstatement der SPD-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des SPD-Landtagsarbeitskreises (AK) Ländlicher Raum und Landwirtschaft Gerd Teßmer, der zusammen mit seinem Stellvertreter im Amt des Arbeitskreisvorsitzenden MdL Klaus Käppeler auf Vermittlung der SPD-Kreisvorstandschaft um Armin Frank und Beate Schmidt-Kempe der Ölmühle in Donaueschingen einen Arbeitsbesuch abstattete.
Der Geschäftsführer der Baargold-Ölmühle Klaus Hall zeigte der SPD-Delegation die Arbeitsweise der Ölmühle und erläuterte ausführlich seine Firmenphilosophie. Dabei wurde schnell deutlich, dass Klaus Hall sowohl mit Leib und Seele Landwirt wie auch Energie-Erzeuger sein und bleiben möchte.

In den höher gelegen Lagen Baden-Württembergs wie etwa in der Baar stellt Raps die ideale Fruchtfolge- und Energiepflanze dar. Sie helfe mit ihrer Kohlendioxid-Neutralität die Bedingungen des Klimaschutzes zu erfüllen, sie unterstütze die Bestrebungen für mehr Unabhängigkeit vom internationalen Mineralölmarkt und sie könne den erzeugenden Landwirten eine sichere zusätzliche Einkommensquelle eröffnen. Dies werde immer deutlicher, seitdem die Bundesregierung alternative Energieerzeugung fördere und seitdem die Europäische Union festgelegt habe, dass ab 2010 etwa 5,75% aller Kraftstoffe biogen, also vorwiegend über Raps erzeugt werden müssen.

„Die politischen Rahmenbedingungen stimmen, nicht aber die begleitenden Maßnahmen der Automobil-Industrie und der Energieversorgungsunternehmen“, stellten MdL Gerd Teßmer und GF Klaus Hall gemeinsam fest.

Dass bei der Rapspressung nur wertvolle Stoffe, nämlich gesundes, cholesterinfreies, kaltgepreßtes Baargold (Rapsöl), nach entsprechender Umesterung Rapsmethylester (Bio-Diesel) und Rapskuchen als wertvolles importiertes Soja ersetzendes Futtermittel entstehen, läßt die Zukunft von Raps in allen seinen Verwertungsarten nur rosig erscheinen.

<>Es wurde auch deutlich, dass bis zur Durchsetzung optimalem Einsatz von Raps und seinen Möglichkeiten Erzeuger, der Markt, der Verbraucher und auch die Politik noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten haben, stellten die beiden örtlichen SPD-Repräsentanten Beate Schmidt-Kempe und Armin Frank in ihren Schlußworten fest, nachdem sie den SPD-Abgeordneten Gerd Teßmer und Klaus Käppeler und Geschäftsführer Klaus Hall für ihr Engagement gedankt hatten.

Ergebnisse des Ost-West-Agrarforums

BERLIN. (rei) Der SPD-Wahlkreisabgeordnete Klaus Käppeler hat auf dem 11. Ost-West-Agrarforum im Berliner ICC-Kongresszentrum mit Vertretern der Bundesregierung und der EU-Kommission über die Folgen der Osterweiterung diskutiert. Käppeler war als Fraktionssprecher für den Ländlichen Raum zusammen mit Mitgliedern des baden-württembergischen Agrarausschusses nach Berlin gereist.

„Mit der Osterweiterung der Europäischen Union kommen nicht nur landwirtschaftlich geprägte Länder wie Polen in die EU, auch die neuen EU-Nachbarn im Osten wie Russland oder die Ukraine haben einen starken Agrarsektor“, sagte Käppeler nach der Konferenz. Es sei nun unbedingt notwendig, durch faire Verträge und intensive Beziehungen die neuen Nachbarn einzubinden. Käppeler: „Ausgrenzung wäre der falsche Weg, gerade für Baden-Württemberg bieten künftige Handelspartnerschaften neue Möglichkeiten.“

Das Agrarforum endete mit dem allgemeinen Appell an die Teilnehmer, das Jahr 2004 zum „Jahr der neuen Nachbarschaften“ werden zu lassen. Allerdings verloren die Teilnehmer auch die Globalisierung durch die Verhandelungen innerhalb der Welthandelsorganisation (WTO) nicht aus dem Blick. „Das neue Selbstwertgefühl der Entwicklungsländer gibt den Regionen in der EU die Chance, eigene Interessen, aber auch einen gerechten globalen Wettbewerb in den WTO-Gesprächen zu erreichen“, zeigte sich Käppeler optimistisch

2004 – Jahr der neuen Nachbarschaften

Als Vertreter des baden-württembergischen Agrarausschusses nahmen MdL Klaus Käppeler (SPD), MdL Gerd Teßmer (SPD), und MdL Jürgen Walter (GRÜNE) am 11.Ost-West-Agrarforum 2004 im Berliner Internationalen Congreß-Centrum (ICC) teil. Dabei ging es besonders um die Auswirkungen des ab dem 1. Mai 2004 deutlich vergrößerten Europas, das ja von der EU 16 zur EU 25 wächst.
Es gelang dabei den Abgeordneten in direktem Gespräch mit Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast und Dr. Franz Fischler, Mitglied der Europäischen Kommission ins Gespräch zu kommen und auf die baden-württembergischen Besonderheiten, aber auch Möglichkeiten der zukünftigen Flächenprämien hinzuweisen.
Sowohl Ministerin Künast wie auch Agrarkommissar Dr. Fischler wiesen darauf hin, dass das neue größere Europa auch Schwung in die WTO-Verhandlungen bringen werde.
Es wurde auch deutlich gemacht, dass das erstarkte Selbstwertgefühl der Entwicklungsländer den Regionen der EU die Chance gebe, eigene Interessen, aber auch einen gerechten globalen Wettbewerb in Verhandlungen zu erreichen.
Globalisierung ermögliche ein virtuelles Zusammenwachsen, also ein ‚globales Dorf‘. Das dürfe aber nicht dazu führen, dass die realen ländlichen Räume vernachlässigt würden.
Da die zukünftig neuen Nicht-EU-Nachbarn im Osten, Rußland, Weißrußland und die Ukraine großen Wert auf bilaterale Verträge legen, böten sich den Landwirtschaften in der EU und auch den deutschen Ländern zukünftig neue Handelspartner, die gegenseitig gute Beziehungen und faire Nachbarschaft pflegten. So endete das Agrarforum mit dem Appell das Jahr 2004 zum „Jahr der neuen Nachbarschaften“ werden zu lassen.