Einigung auf neuen „Solidarpakt Sport“

Die grün-rote Landesregierung und der Landessportverband haben sich auf die Fortführung des so genannten „Solidarpakts Sport“ verständigt. Das aktuelle Programm („Solidarpakt Sport II“) läuft im Jahr 2016 aus. Im Vergleich dazu wird das Fördervolumen im nächsten „Solidarpakt Sport III“ erheblich ausgebaut: Von 2017 bis 2021 stehen insgesamt 87,5 Millionen Euro mehr Fördermittel zur Verfügung.

„Rund 50 Jahre erhielten Trainer und andere Verantwortliche dieselbe Übungsleiterpauschale, ab 2017 wird diese endlich auf 2,50 Euro angehoben“, erklärte der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Käppeler. Diese Aufstockung komme auch den Übungsleiterinnen und Übungsleitern in der Region Reutlingen, Ermstal, Münsinger Alb und Zollernalb zugute.

Den Ehrenamtlichen gehe es bei ihrem Engagement bestimmt nicht ums Geld, das wisse er aus eigener Erfahrung in der Vereinsarbeit. „Mit der Erhöhung soll deshalb vor allem die Wertschätzung der vielen Trainer in den Vereinen zum Ausdruck kommen, dies wurde sehr lange versäumt“, sagte der SPD-Abgeordnete Käppeler.

Der SPD-Landtagsabgeordnete stellte klar, dass andere Förderprogramme des Landes nicht zum Solidarpakt gehörten und den Sportlern deshalb zusätzlich zugutekämen. Als Beispiel nannte Käppeler die jährlich um fünf Millionen Euro aufgestockten Mittel des Kommunalen Investitionsfonds. Käppeler ist überzeugt: „Hier stehen weitere 17 Millionen Euro bereit, die zur Entspannung der Sportstättensituation in Baden-Württemberg beitragen werden.“

Damit könnten auch künftig in der Region Reutlingen, Ermstal, Münsinger Alb und Zollernalb ein vielfältiges Sportangebot und eine gut ausgebaute Sportinfrastruktur gesichert werden. „Neben dem Sport profitieren von der Erhöhung des Fördervolumens zusätzlich die Wander- und Rettungsdienstorganisationen“, betonte der Landtagsabgeordnete Käppeler. Damit trage die grün-rote Landesregierung der großen Bedeutung des Sports und der Millionen im Breitensport aktiven Bürgerinnen und Bürger Rechnung.

„Dieser Solidarpakt hat seinen Namen wirklich verdient“, freute sich Käppeler. Der SPD-Abgeordnete wies zudem drauf hin, dass die zusätzlichen Mittel strukturelle Erhöhungen in weiteren Bereichen ermöglichten. „Insbesondere für den Leistungssport, die Sportschulen sowie für die wichtigen Aufgaben Integration und Inklusion sind mehr Mittel vorgesehen“, so Käppeler.

Staatssektretär Peter Hofelich zu Besuch in Burladingen

Im Wirtschafts- und Finanzministerium werden unter anderem die Mittel für das Landessanierungsprogramm vergeben.

Die Stadt Burladingen hat im Jahr 2013 das „Sanierungsgebiet Bahnhofstraße“ abgeschlossen in dessen Rahmen beispielsweise der Bahnhof zu einem Bürgertreff und Vereinsheim umgebaut oder das Ambrosius-Heim-Areal neu geordnet wurde. In der Folge entstand dort ein Generationenspielplatz und ein Pflegeheim.

Auch der Kauf des Platzes für den späteren Bau der Trigema Arena und die Neugestaltung des Friedhofsparkplatzes waren Projekte dieses Sanierungsgebietes.

Bürgermeister Harry Ebert stellte Herrn Staatssekretär Hofelich und Klaus Käppeler die Projekte des ehemaligen „Sanierungsgebiets Bahnhofstraße“ vor.

Das im Jahr 2013 neu ausgewiesene „Sanierungsgebiet Südliche Kernstadt“ brachte bislang als wesentliches Ergebnis den Umbau der Stadthalle Burladingen hervor.

Harry Ebert erläuterte dem Staatssekretär die Planungen hinsichtlich des Baues eines Ärztehauses und der damit verbundenen Neugestaltung des Marktplatzes.

Hierzu, so der Bürgermeister, sei die Zuweisung weiterer Zuschussmittel erforderlich.

Staatssekretär Hofelich zeigte sich beeindruckt von den bislang realisierten Projekten. Er sagte, dass das Landessanierungsprogramm ein sehr erfolgreiches Förderprogramm sei.

Allerdings, so Hofelich, würden im Wirtschafts- und Finanzministerium regelmäßig vier bis fünf Mal soviel Anträge eingehen, wie Zuschüsse bewilligt werden könnten.

Von Vorteil sei, dass Burladingen bereits ein Sanierungsgebiet bewilligt bekommen habe. Hofelich versprach, das Anliegen des Bürgermeisters wohlwollend zu prüfen, wenngleich er zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Zusagen machen könne.

Über Flüchtlinge und Windräder: Themen bei der Versammlung des SPD- Ortsvereins Zwiefalten-Hayingen

Vorherrschend  bei   der Versammlung war das Thema, das im Moment alle Nachrichtenkanäle beherrscht: Flüchtlinge, Asylsuchende, Migranten…  Das Thema betrifft nicht nur theoretisch, sondern ganz konkret auch kleinere Gemeinden im Land und natürlich Zwiefalten selbst auch.  Kamen Ende Juli 30 Flüchtlinge  nach Zwiefalten, so werden es in absehbarer Zukunft  noch mehr werden: etwa 50 Personen, die längerfristig hier bleiben werden.

Das Land Baden-Württemberg stellt sich dieser Herausforderung, indem z.B. ursprünglich 60 Mio. € für Integration auf 680 Mio. €  im 1. Nachtraghaushalt 2015 erhöht wurden und im 2. Nachtragshaushalt werden es voraussichtlich 1,7 Mrd. € sein. Nach augenblicklichen Zahlen braucht das Land 30 000 bis 40 000 Erstaufnahmeplätze – die untergebrachten Flüchtlinge stammen dabei zu etwa 1/3 aus sicheren Herkunftsstaaten, 2/3 haben eine gute Bleibeperspektive. Den Kommunen werden Kosten erstattet, 2015 über 13 000 € pro Flüchtling/Jahr, 2016 werden es über 14 000 € sein.

Klaus Käppeler erinnerte daran, wie Deutschland schon früher mit Flüchtlingsströmen fertig wurde: direkt nach dem II. Weltkrieg mit Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen, in den 60er Jahren die Gastarbeiter und später mit der großen Zahl von Russlanddeutschen. Sie alle wurden nach anfänglichen Schwierigkeiten integriert.

Integration ist auch  nun die Hauptherausforderung – natürlich unter anderen Bedingungen, da die meisten Flüchtlinge mit Bleiberecht aus völlig anderen Kulturkreisen kommen. Dass sie dennoch gelingen kann, zeigen viele Asylkreise im Land,  musterhaft zum Beispiel in der Gemeinde Gomadingen.  Und auch in Zwiefalten ist die Bevölkerung  der Situation gegenüber aufgeschlossen, wie sich an vielfältigen Aktionen zeigte, wie etwa dem gemeinsamen Kaffeenachmittag im Kolpinghaus im September oder den wiederholten gemeinnützigen Arbeitseinsätzen von Flüchtlingen.

Einen weiteren  Schwerpunkt des Abends  setzten die Gäste unter dem Punkt „Verschiedenes“  mit dem Thema „Windkrafträder“  bei Geisingen. Sie brachten dabei ihre Bedenken und Sorgen zum Ausdruck: Sie zweifelten zunächst an der wirtschaftlichen Seriosität der Windkraftunternehmen, die schon im Ort tätig sind, indem sie Pachtverträge mit einzelnen Eigentümern abschließen, bevor die öffentlichen Organe informiert wurden. Des Weiteren befürchten  sie  gesundheitliche Beeinträchtigungen  sowie Wertverlust  ihrer Immobilien durch zu große Nähe der Anlagen.

Einig war sich die Versammlung, dass auch Windkraft in Baden–Württemberg zum Gelingen der Energiewende notwendig ist und dass es dafür auch Zugeständnisse durch den Naturschutz geben muss. Allerdings müssen die Standorte auch Rücksicht auf Beeinträchtigungen der angrenzenden Bewohner nehmen.

Wo Realschule drauf steht, ist auch zukünftig Realschule drin!

Der schulpolitischer Sprecher der SPD Landtagsfraktion Klaus Käppeler reagierte mit Unverständnis auf die heutigen Äußerungen der Vorsitzenden des Realschullehrerverbands: „Es ist schon paradox. Vor 2011 bekam die Realschule keine einzige Poolstunde zur individuellen Förderung. Grün-Rot hat diese Benachteiligung gegenüber anderen Schularten beendet. Im Schuljahr 2015/16 sind es sechs und bald zehn Poolstunden pro Zug. Zusätzlich wurde die Kompetenzanalyse eingeführt und eine weitere Entlastung von zwei Stunden gewährt. Ebenso erfolgte ein Ausbau der bilingualen Züge. Wer bei dieser Bilanz von Ausbluten spricht, hat irgendwas nicht mitgekriegt.“

Er freue sich aber, dass der Realschullehrerverband die Entscheidung der grün-roten Landesregierung nun öffentlich mittrage, dass an Realschulen ab dem Schuljahr 2016/17 auch Hauptschülerinnen und Hauptschüler zum Abschluss geführt werden sollen. Damit teile er nun endlich die Auffassung, die größere Verbände und Gewerkschaften bereits bei Bekanntgabe der Reform äußerten.

„Wir bekommen ständig neue Anfragen“

Salem/ Klaus Käppeler, schulpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, hat zusammen mit Dieter Stauber, SPD-Landtagskandidat, Kreisrat Norbert Zeller und dem Salemer Gemeinderat Arnim Eglauer die Gemeinschaftsschule besucht. Welche Vorteile diese bietet und wo es noch hakt, erklärten dort Rektor Emil Bauscher und seine Stellvertreterin Karin Hiestand.

Von einer großen Herausforderung und einer veränderten Lehrerrolle sprach Bauscher und gab den SPD-Politikern auch gleich einen Wunsch mit auf den Weg. Fort vom 27-Stunden-Deputat, hin zu einem Arbeitszeitmodell. Und das bedeutet: Derzeit muss ein Vollzeit beschäftigter Lehrer 27 Stunden leisten, exklusive beispielsweise Aufsichts- und Konferenzzeiten. Hat er dieses Soll erfüllt, muss er nicht an der Schule anwesend sein, sondern kann beispielsweise daheim arbeiten. Für die Organisation einer Gemeinschaftsschule wäre es laut Hiestand allerdings einfacher, wenn die Lehrer durchgehend von morgens bis nachmittags im Haus wären, dadurch nicht nur einfacher erreichbar wären, sondern auch Engpässe einfacher ausgeglichen werden könnten.

Weil die Schüler auf drei verschiedenen Niveaus, Mindest-, Regel- und Expertenniveau arbeiten, und das selbstständig in ihrem eigenen Tempo, ergibt sich für die Lehrer auch noch eine andere Herausforderung. „Das Material zur Verfügung zu stellen, ist eine wahnsinnige Arbeit“, erklärte Hiestand. Inzwischen sei die Gemeinschaftsschule allerdings an das Materialnetzwerk „Diler“ angeschlossen. Dies sei eine Art Plattform, bei der jede beteiligte Schule etwas an Unterrichtsmaterialien einbringen und dann von den anderen Materialien profitieren könnte. Wie bei einem Genossenschaftsprinzip, fügte Norbert Zeller, früher Stabstellenleiter im Kultusministerium und bildungspolitischer Sprecher der SPD im Landtag, hinzu. Dies sei vor allem deswegen wichtig, erklärte Bauscher weiterhin, weil man bereits zu Beginn die Materialien für das ganze Schuljahr benötige. Denn man wisse eben nicht, wie schnell ein Schüler arbeite.

Das sei auch für die Eltern von Vorteil. Die im übrigen über „Diler“ die Lernentwicklung ihres Sprösslings detailliert verfolgen und direkt mit dem Lehrer in Kontakt treten können. Das sei für alle Seiten ein Gewinn, so Hiestand.

Als einen Gewinn betrachtet sie auch die beiden Inklusionsklassen an der Gemeinschaftsschule. Das sei zum einen eine Kooperation mit der Förderschule und zum anderen mit der Sonnenbergschule Buggensegel. In keinem der beiden Fälle gebe es Vorurteile vonseiten der Eltern, die Angst um den schulischen Fortschritt ihrer Kinder hätten. „Die Kinder werden so stark“, sagte Hiestand.

80 Schüler besuchen derzeit die sechste Jahrgangsstufe, in der fünften sind es 92. Keiner sei bislang auf eine andere Schule gewechselt. „Und wir bekommen ständig neue Anfragen“, sagte Bauscher. Er weise ungern jemanden ab, aber so langsam stoße man auch räumlich an seine Kapazitätsgrenzen.

An ihre Grenzen stoßen die Lehrer Bauschers Angaben zufolge auch bei den Verwaltungs- und IT-Aufgaben. Diesbezüglich wünsche er sich, dass zusätzliche Stellen geschaffen werden. „Die Schule muss da professioneller werden.“ Und Hiestand fügte hinzu: Am BZ gebe es inzwischen rund hundert PC. „In jeder größeren Firma hat man dafür ITler, wir müssen alles selbst machen.“

Quelle: Schwäbische Zeitung vom 20.10.2015, Autorin: Anja Schuster

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Tipps zum Stress-Abbau

Barbara Dürr als Hauptorganisatorin freut’s: 32 Aussteller waren gekommen, vom Deutschen Roten Kreuz bis hin zu Orthopäden und Heilpraktikern. Kissen zum Stress-Abbau waren gestern in der HAP-Grieshaber-Halle ebenso zu haben wie die unterschiedlichsten Wellness-Tipps samt -Angeboten.

Im Vereinsheim des TSV Eningen, gleich gegenüber, ging’s um so wichtige Themen wie "Erschöpfung und ihre körperlichen und seelischen Folgen" oder die Frage, was mit Kindern und Jugendlichen geschieht, wenn sie merklich überfordert sind. Die Gemeinden Eningen, Hohenstein und Hülben wurden im Rahmen des Modellprojekts "Gesunde Gemeinde – gesunde Stadt im Landkreis Reutlingen" zertifiziert. Und alle drei Arbeitskreisleiter der Gemeinden waren sich im Anschluss an die Zertifizierung einig, dass sie ihre gesundheitlichen Aktivitäten in Zukunft bündeln wollen. Und nun hat gestern der Gesundheitstag, es ist schon der fünfte, wieder eine Menge dazu beigetragen, Tipps und Anregungen zu geben, wie mit Stress, Burnout und all seinen Symptomen umgegangen werden kann.

Monika Firsching, Gesundheitsplanerin im Kreisgesundheitsamt, sie war in Vertretung von Landrat Thomas Reumann gekommen, eröffnete am Sonntag das Treffen. Dies zusammen mit Dr. Barbara Dürr, die nicht nur für die Gesamtorganisation sprach, sondern auch als Stellvertreterin von Bürgermeister Alexander Schweizer. "Stresserkennung und Stressabbau", das ist ein weites Feld, "die Krankheit der modernen Zeit", so Firsching. Die Veranstaltung informiere über Bewältigungsstrategien, so auch für den Fall, "dass der Alarmzustand bereits zum Normallfall" geworden sein sollte.

Und Barbara Dürr weiß als Ärztin und von ihren Kollegen, "dass es ja manchmal nur Minuten dauert, um Stress abzuarbeiten." Aber sie weiß auch, dass psychische Erkrankungen und Nervenkrankheiten mittlerweile der häufigste Grund für Berufsunfähigkeit sind.

Anschließend ging es zum großen Rundgang in der Halle, wobei auch der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Käppeler und Friedmann Salzer als Geschäftsführer der Kreiskliniken GmbH mit von der Partie waren. Sie trafen auf Heilpraktiker ebenso wie Physiotherapeuten, Ernährungscoaches wie auch auf Ergotherapeuten. Selbstverständlich war auch das Gesundheitsforum Eningen vertreten. Der Verein hat mittlerweile 70 Mitglieder. Das Gesundheitsforum bietet regelmäßig Fachvorträge und andere Info-Veranstaltungen an.

Die Diakonie Sozialstation Pfullingen-Eningen war auch präsent, Sanitätshäuser, Logopäden, das Eninger Seniorenzentrum St. Elisabeth, das Gesundheitsamt Reutlingen, die Universität Tübingen und die AOK.

Selbst "Herzkissen" waren zu erstehen, mit dabei waren auch Anne Fechner, die "Oasen für die Seele" anbietet, und Eva Wörn, die ein "Atelier Erfolg und Wellness" betreibt. Ob Kräutercremes und Badezusätze hilfreich sind, oder eine besondere Art der Zahnreinigung? Auch die Anbieter an diesen Ständen sind davon überzeugt.

Nicht nur peripher bei der Stressbewältigung sinnvoll, sondern ganz wichtig sind t Tanz und Bewegung. Dazu hatte die Physiotherapeutin Beate Simon zum Mitmachen eingeladen. Bei Jenny Seemüller und Karin Aulwurm gab es Yoga. Und die Heilpraktikern Gabriele Neuenfeld setzt bei Stress auf Gehirn-Training.

Entspannungstechniken an sich selbst ausprobieren konnten die Gesundheitstags-Besucher bei Brigitte Werz, die Sport- und Gymnastik-Lehrerin beim TSV Eningen ist. Wie überhaupt der gesamte Verein erneut mit großem Engagement mitgewirkt hat. Der TSV hatte vor der Halle zudem für Bewegungsangebote mit Spielgeräten gesorgt. Bei rund acht Grad Außentemperatur hielt das Hartgesottene nicht ab.

Quelle: SWP vom 19.10.2015, Autor und Foto: JÜRGEN HERDIN

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Flächenverbrauch wird steigen

35 Jahre Stadtsanierung in Metzingen, Neuhausen und Glems hat der SPD-Abgeordnete, Staatssekretär Peter Hofelich vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (MVI), gestern im Schnelldurchgang erlebt.

Auf Einladung der Stadt besichtigte er einige gelungene Sanierungsobjekte, etwa die Keltern oder die Ortsmitte Glems, und erhielt Einblick in künftige Vorhaben. Zu nennen sind beispielhaft die Umgestaltung der Ulmer Straße oder die Salonkreuzung in Neuhausen. Freilich wollte Metzingens Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler die Gelegenheit nutzen, Hofelich in einigen Sachfragen für sich zu gewinnen. Zum Streit zwischen Metzingen und Reutlingen wegen der geplanten Outlet-Erweiterung hielt sich Hofelich indes bedeckt: „Wenn wir gefragt werden, werden wir dazu Stellung nehmen.“ Deutlicher wurde er bezüglich der Flüchtlingszahlen und des damit zusammenhängenden Wohnraums, auch für seit Jahren hier lebende sozial Schwache: Es dürfe keinen Verteilungskampf zwischen Neuankömmlingen und Hiesigen geben, so Hofelich. Bei der dafür nötigen Schaffung sozialen Wohnraums „werden wir aber liebgewonnene Prinzipien beim Flächenverbrauch überprüfen müssen“, wie er andeutete, „und das ist noch sehr zurückhaltend gesprochen.“ Dass dies zu Konflikten mit dem Naturschutz führen werde, sei ihm klar. Der Leiter des städtischen Planungsamts, Konrad Berger, bat Hofelich darum, sich für einen Förderantrag der Stadt einzusetzen, der bislang von der zuständigen Behörde als nicht genehmigungsfähig abgelehnt gilt. Es handelt sich um 340 000 Euro für die Sanierung der Sieben-Keltern-Schule aus dem Denkmalfonds des Landes. Zudem habe die Stadt weitere 1,7 Millionen Euro für die Sanierung Innenstadt III beantragt. Das Geld werde jetzt benötigt, weil bereits bewilligte Mittel nächstes Jahr verbraucht sein werden.

Quelle: SWP vom 16.10.15, Autor und Foto: PETER KIEDAISCH

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Einmal täglich »entstressen«

ENINGEN. Es ist ein Thema, das jeden betrifft. Denn Stress hat jeder, ist für viele sogar eine tägliche Erfahrung. Damit dieser Zustand nicht zum krankmachenden Dauerstress führt, ist es wichtig, die Symptome zu erkennen und Maßnahmen kennenzulernen, mit denen man »entstressen« kann.

Die Organisatoren des 5. Eninger Gesundheitstags hatten deshalb das Thema »Welche Symptome macht Stress?« gewählt. 32 Aussteller, so viele wie noch nie, hatten ihre Stände am Sonntag in der Eninger HAP-Grieshaber-Halle aufgebaut, um zu beraten und mit den unterschiedlichsten Methoden zur Entspannung beizutragen.

»Das Programm ist sehr vielfältig«, so Dr. Barbara Dürr, die in bewährter Zusammenarbeit mit Günter Neuhäuser vom TSV Eningen und dem Gesundheitsforum des Ortes den Tag organisiert hat. Jeder Besucher nehme sicher den einen oder anderen guten Ratschlag mit, wie er mit Stresssituationen umgehen könne.

Veränderung des Wohnumfelds

Dabei sei Stresserkennung nicht immer einfach. Das äußere sich beispielsweise auch in Angstzuständen. Die Aussteller hätten Angebote, mit denen man schnell »entstressen« könne: »Sie brauchen kein ganzes Wellness-Wochenende, sondern oft nur ein paar Minuten täglich oder eine Veränderung des Wohnumfeldes«, so Dürr und verwies besonders auf die Mitmach-Angebote: »Hier kann jeder etwas finden.«

Wegen familiärer Umstände mussten sowohl Landrat Thomas Reumann, der Schirmherr der Veranstaltung, als auch Bürgermeister Alexander Schweizer kurzfristig ihre Teilnahme absagen.

»Das passt zu Eningen: Qualitativ Hochwertiges zur Gesundheit beizutragen«, lobte Monika Firsching, Leiterin der Geschäftsstelle Kommunale Gesundheit im Landratsamt in einem kurzen Grußwort, das sie anstelle des verhinderten Landrats hielt.

Entspannungstechniken

Beim anschließenden Rundgang führte Dr. Barbara Dürr den SPD-Landtagsabgeordneten Klaus Käppeler, den Geschäftsführer der Reutlinger Kreiskliniken, Friedemann Salzer, Monika Firsching sowie die anwesenden Gemeinderäte zu den Ständen, in denen konventionelle und alternative Entspannungsmethoden angeboten wurden.

Physio- und Ergotherapeuten, Heilpraktiker und Coaches zeigten eine Vielfalt von Entspannungstechniken. Bei Gesundheitsorganisationen und Sozialdiensten konnte man Gesundheitschecks vornehmen lassen und erhielt Einblick in deren Angebotspalette. Auch Cremes und Badezusätze mit beruhigenden Kräutern konnten erstanden werden.

Wer Entspannungstechniken vor Ort ausprobieren wollte, der war bei den Mitmachangeboten im Nebenraum der Halle richtig: Tanz und Bewegung, Yoga oder Brain Gym – für jeden war etwas dabei.

Besonders gut angenommen wurden – wie in jedem Jahr – die Fachvorträge zu verschiedenen Themen im benachbarten TSV-Vereinsheim.

Quelle: GEA vom 19.10.15, Autorin:  MAGDALENA KABLAOUI

Schulhausbauförderung 2015 – Eningen mit dabei!

Mit der Schulhausbauförderung geht es auch im Landkreis Reutlingen voran. Wie der Landtagsabgeordnete Klaus Käppeler erfahren hat, kommt 2015 die Achalmschule in Eningen im Umfang von 839.000 Euro in den Genuss von Fördermitteln des Landes – Erweiterungen und Umbau stehen an.

„Mit diesen Investitionen stellt die grün-rote Landesregierung unter Beweis, dass ihr eine gute Bildung und Schulinfrastruktur ein wichtiges Anliegen ist“, sagte Abgeordneter Käppeler.

Nach seinen Angaben bezuschusst das Land im Jahr 2015 48 Schulbauprojekte mit insgesamt 50 Millionen Euro und 43 weitere Bauprojekte für Ganztagsschulen mit rund 16,7 Millionen Euro aus Mitteln des kommunalen Finanzausgleichs. Darauf hätten sich Kultusministerium, Finanz- und Innenministerium mit den Kommunalen Landesverbänden (Städtetag Baden-Württemberg, Gemeindetag Baden-Württemberg, Landkreistag Baden-Württemberg) verständigt.

„In den Jahren 2011 bis 2014 wurden bislang über 250 Millionen Euro für Schulbauförderung seitens des Landes aufgewendet. Mit den aktuellen Zahlen überschreitet die Grün-Rote Landesregierung die Marke von über 300 Millionen. Das Land leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der Schulträger und die Bereitstellung einer attraktiven Schullandschaft.“, so Landtagsabgeordneter Käppeler.

„Zugleich belegt die hohe Zahl an geförderten Bauprojekten im Ganztagsschulbereich, dass wir die Bedarfe von Familien für eine verbesserte Vereinbarkeit von Familien und Beruf sowie eine gezielte Förderung von bildungsbenachteiligten Schülerinnen und Schüler im Blick haben “, freut sich der Landtagsabgeordnete.