Alb-Biennale: Landesstiftung gibt 40 000 Euro

"Die Förderzusage der Landesstiftung stellt den bislang höchsten Einzelbeitrag dar, den die Initiative verbuchen kann, damit steht das Projekt jetzt auf einem sicheren Fundament", freut sich Käppeler. Er hatte sein Landtagsbüro beauftragt, die Initiatorinnen über mögliche Förderquellen auf Landesebene zu beraten und bei Bedarf persönliche Kontakte herzustellen. "Es gibt zwar eine Vielzahl potenzieller Geldgeber, die aber unterschiedliche Kriterien für die Projektförderung haben, da kann man sich leicht verzetteln oder an bürokratischen Hürden scheitern", begründete Käppeler die praktische Hilfe.

"Toll" finden die Förderung natürlich auch die beiden Kuratorinnen der Alb-Biennale im Biosphärengebiet Ulrike Böhme und Susanne Hinkelbein von den "hohensteinateliers". Zwei Drittel der Finanzierung der Kunstaktion seien so erst Mal gesichert. Jetzt gelte es vor allem noch intensiv um die finanzielle Unterstützung der 29 Gemeinden im Biosphärengebiet zu werben, so Ulrike Böhme.

Die Pläne für die erste "Interim" sind schon weit gediehen: Die Kunstaktion unter dem Motto "Metamorphosen" soll 2013 im Sommer im Alten Lager in Münsingen stattfinden, dann alle zwei Jahre an einem anderen Ort in der Biosphäre. Theater, Musik, Bildende Künste, dazu Inszenierungen, Abenteuer-Spaziergänge und ein Fotowettbewerb sollen über drei Wochen hinweg "sinnliche Erlebnisse schaffen". Künstler aus der ganzen Republik, aus der Region sind ins Projekt eingebunden.

Quelle: SWP vom 31.07.2012

Foto: PR

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Kunst-Biennale „INTERIM“ im Biosphärengebiet geht auf die Zielgerade: Landesstiftung fördert Projekt mit 40.000 Euro

„Die Förderzusage der Landesstiftung stellt den bislang höchsten Einzelbeitrag dar, den die Initiative verbuchen kann, damit steht das Projekt jetzt auf einem sicheren Fundament“, freute sich der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Käppeler nach Bekanntgabe der Förderzusage durch die Stiftung. Käppeler hatte sein Landtagsbüro beauftragt, die Initiatorinnen über mögliche Förderquellen auf Landesebene zu beraten und bei Bedarf persönliche Kontakte herzustellen. „Es gibt zwar eine Vielzahl potenzieller Geldgeber, die aber unterschiedliche Kriterien für die Projektförderung haben, da kann man sich leicht verzetteln oder an bürokratischen Hürden scheitern“, begründete Käppeler die praktische Hilfe.

Käppeler unterstützte die „INTERIM“ bereits mit einem gemeinsamen Unterstützerschreiben der regionalen Landtagsabgeordneten sowie durch Spendenbriefe an private Geldgeber und Unternehmen. „Das Konzept einer Kunstbiennale weckt zunächst Irritationen, weil viele beim Biosphärengebiet an alles Mögliche denken, nur nicht an Musik, Theater oder Bildende Kunst.“ Das gelte nicht zuletzt für die Politik, die das Biosphärengebiet vornehmlich unter den Aspekten Umweltschutz, Raumplanung, oder Tourismusförderung betrachte. „Touristischer und wirtschaftlicher Erfolg hängen jedoch – auch wenn manche das gerne so sähen – nicht allein von materiellen sondern ganz wesentlich auch von unseren kulturellen Quellen ab.“

Die Befürchtung, das „INTERIM“-Konzept sei vielleicht zu „verkopft“ oder gar abgehoben, teilt Käppeler nicht: „Die beiden Kuratorinnen Ulrike Böhme und Susanne Hinkelbein sind angetreten, die Kunst zu den Menschen zu bringen, Ihnen im wahrsten Sinne des Wortes sichtbar zu machen, welche kulturellen Schätze ihre Heimat birgt.“ Der SPD-Landtagsabgeordnete kennt die Projektinitiatorin, Ulrike Böhme, vom „TischFest“ in Hohenstein, das die bildende Künstlerin und Architektin mit initiiert hatte. „Sie hat keine Berührungsängste, kann auf Menschen zugehen, ohne sich anzubiedern und von ihrem hohen Anspruch abzuweichen. Die Menschen in der Region dürfen sich darauf freuen, was die Künstler hier in den nächsten Jahren bewegen werden.“

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Irische Wetterverhältnisse beim Dorffest Eningen

ENINGEN. »Es gibt vier Jahreszeiten – jeden Tag«, sagt man in Irland. Der vergangene Samstag war so ein irischer Tag, der von frühlingshaftem Wechselwetter über (fast) sommerliche Sonnenstunden und Gewitterregen bis hin zu Herbstschauern und abendlicher Kühle, die einem Vorwintertag gut zu Gesicht gestanden hätte, so ziemlich alles bereithielt. Für ihr 14. Dorffest hatten sich die Eninger anderes erhofft. Sie hielten sich tapfer.

Am Morgen war noch verhaltener Optimismus zu spüren gewesen. »Die Stimmung ist gut. Wir suchen nur noch nach dem, der uns den Tag über das gute Wetter garantiert«, sagte Klaus Baer, Gruppenleiter der TSV-Jedermänner, die ihren wetterfesten Bewirtungsstand in der Eugenstraße aufgebaut hatten und auf »ein gutes Geschäft an diesem zentralen Platz« setzten. 40 Kilo Pommes, 350 Rote und 250 Portionen Schweinehals hatten sie für ihre Gäste eingekauft. Für rege Beteiligung hatte Baer unter den Jedermännern nicht lange werben müssen. »Auf- und Abbau mitgerechnet, haben wir mindestens 30 Helfer im Einsatz. Da haben wir wirklich eine Supertruppe.« Tatsächlich ließen auch die Besucher nicht lange auf sich warten. Kräftig langten sie bei Schupfnudeln (SKV Eningen), gebackener Forelle (Fischerkameradschaft), Gyros (Achalm Bikers), Most und Schnittlauchbrot (Eninger Landfrauen) und Ähnlichem zu. Die türkischen Elternbeiräte ließen es sich trotz der muslimischen Fastenzeit nicht nehmen, mit Schafskäse gefüllte Hefeteigtaschen (Pohca) und Börek anzubieten. Nicht den ganzen Tag, aber immer wieder zwischen den Regengüssen füllte sich die Fest- und Flaniermeile. Die meisten Darbietungen auf dem Rathausvorplatz konnten wie geplant stattfinden, darunter Schülertänze der Reutlinger Tanzschule Dance+Music und von Poldis Tanzwerkstatt sowie eine Pharaonenshow des TSV-Turnernachwuchses. Lediglich die Jazzband der Musikschule musste angesichts des aufziehenden Gewitters die Segel streichen. Eine Modenschau in der Hauptstraße fand ebenso ihr Publikum wie das Kasperletheater für die Kleinen im Rathaus oder der Auftritt zweier Rock- und Alternative-Bands auf der Bühne der Achalm Bikers auf dem Spitalplatz. Dort hielten die Fans bis Mitternacht selbst bei strömendem Regen durch. Gut angenommen wurde mittags das offene Singen und Musizieren vorm Rathaus mit der Musikschule unter der Leitung von Johannes Popp. »Wir sind die Optimisten, die anderen Streicher sind zu Hause geblieben«, sagte Geigendozentin Friedeborg Künstner mit Blick auf die vier Violinschüler neben ihr. Zum Schutz der empfindlichen Instrumente hatte sie ihnen geraten: »Wenn’s regnet, sofort einpacken.« Es regnete nicht. Zumindest nicht gleich. Und so konnten neben über hundert, spontan mit Liedtexten ausgestatteten Sängern auch 70 Musiker bei Liedern wie »Auf dr schwäb’sche Eisebahne« oder »Ein Jäger längs dem Weiher ging« mit einstimmen. Das Gros stellten die Blasinstrumente. Bürgermeister Alexander Schweizer hatte das Dorffest am Vormittag mit dem traditionellen Fassanstich eröffnet, umrahmt von Klängen des Musikvereins, der »Eninger Gemeindekapelle« (so Schweizer). Er würdigte das Fest als »herausragende Leistung der Eninger Vereine«. Ohne das enorme Engagement der vielen freiwilligen Helfer gehe es nicht, »ohne sie gäbe es kein 14. Eninger Dorffest«. Die Gemeinde wisse das zu schätzen und versuche, eine angemessene Unterstützung zu leisten, indem sie den Strom und die notwendige Infrastruktur zur Verfügung stelle. »Auch der Gemeinderat hat die Zeichen der Zeit erkannt und unterstützt die Vereine seit diesem Jahr mit den neu gefassten Vereinsförderrichtlinien deutlich stärker als bisher.« So habe sich die Nachwuchsförderung verzweieinhalbfacht. Eine Förderung erhalte künftig nur noch der Verein, der sich regelmäßig aktiv ins Gemeindeleben einbringe. »Ich hoffe, dieser Impuls wird von den Vereinen, vor allem den teilnehmenden, positiv wahrgenommen und erfüllt den beabsichtigten Zweck«, so Schweizer. (GEA)

Quelle: Reutlinger Generalanzeiger vom 23.07.12, Autor: Christoph B. Ströhle
Fotos: Gerlinde Trinkhaus

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Die beiden Landtagsabgeordneten Klaus Käppeler und Thomas Poreski freuen sich über Genehmigung der Gemeinschaftsschulen durch das Kultusministerium

Stuttgart (spd) Wie heute aus dem Kultusministerium zu erfahren war, werden alle 41 Gemeinschaftsschulen in der kommenden Woche ihre Genehmigungsbescheide erhalten, darunter auch die Barbara-Gonzaga-Schule in Bad Urach sowie die Gustav-Werner-Schule in Walddorfhäslach. Die beiden Landtagsabgeordneten Thomas Poreski (Grüne, WK Reutlingen) und Klaus Käppeler (SPD, WK Hechingen-Münsingen) freuen sich sehr, dass jeweils eine Schule ihres Wahlkreises unter den Starterschulen ist. „Die hohen Anmeldezahlen an beiden Schulen bestätigen uns darin“, so die beiden Parlamentarier, „dass mit der Einführung dieser innovativen Schulform ein Schritt in die richtige Richtung gegangen wird.“ Der Start der Gemeinschaftsschule sei der Beginn eines Richtungswechsels in der Bildungspolitik, der die Chancengleichheit der Kinder erhöhe und sie bestmöglich in ihren Stärken fördere.

MdL Klaus Käppeler: Land bezuschusst Neubau der Kaufmännischen Schule in Bad Urach mit 664 000 Euro aus dem Schulbauförderprogramm

Bad Urach (spd) Wie das Kultusministerium heute bekanntgab, wird der Schulhausbau im Jahr 2012 mit 57,6 Millionen Euro aus Mitteln des kommunalen Finanzausgleichs gefördert. Insgesamt erhalten 62 Bauprojekte Zuschüsse, darunter auch der Neubau der Kaufmännischen Schule in Bad Urach mit 664 000 Euro. Darauf haben sich Kultusministerium, Finanzministerium und Innenministerium mit den Kommunalen Landesverbänden (Städtetag Baden-Württemberg, Gemeindetag Baden-Württemberg, Landkreistag Baden-Württemberg) verständigt. Der Neubau in Bad Urach wurde mit größtmöglicher Energie-Effizienz im Passivhaus-Standard mit moderner Holzpellet-Anlage erstellt und steht damit ganz im Zeichen einer Energiepolitik, die auf Nachhaltigkeit setzt.

Klaus Käppeler, SPD-Abgeordneter des Wahlkreises Hechingen-Münsingen, begrüßt die Zuschüsse: "Durch diese Investitionen werden die Schulen darin unterstützt, angemessene räumliche Bedingungen für guten Unterricht zu schaffen", so der Parlamentarier.

SPD-Sommerempfang mit Reinhold Gall in Eningen

Der Empfang der Eninger SPD ging dieses Jahr ganz der Tradition folgend mit Hefezopf und Brezeln über die Bühne. Untypisch war aber der Zeitpunkt, die Veranstaltung war erstmals im Sommer statt im Winter anberaumt. Entsprechend begrüßte die Vorsitzende des Ortsvereins, Rebecca Hummel, die Gäste "zu einer etwas anderen Jahreszeit" zum Traditionsempfang.

Auch Klaus Käppeler steuerte etwas zum Thema Tradition bei. Es sei Tradition, dass der Innenminister Eningen besuche, spielte der SPD-Landtagsabgeordnete wohl darauf an, dass der ehemalige Innenminister Heribert Rech öfters in der Gemeinde unter der Achalm weilte – als er noch mit der früheren Rathauschefin liiert war.

Gall sei in anderer Mission da, sagte Käppeler und setzte einen Versprecher hinterher: Der Minister berichte heute über die Arbeit der "grün-roten Bundesregierung". Gemeint war natürlich die Arbeit der Landesregierung – da war wohl der Wunsch Vater des Gedankens.

Ein Innenminister sei für vieles zuständig, wie etwa für Polizei und Feuerwehr, den Datenschutz, das Asyl- und Waffenrecht sowie für das Sparkassenwesen, listete Käppeler in seinem Grußwort auf und übergab dann an den Gastredner, der mit Security angereist war.

Es gibt Dinge, die müssen rot bleiben: "Der Weihnachtsmann, die Feuerwehr und die SPD", stieg Gall in seinen Vortrag ein, der mit "Rot tut gut! – ein Jahr SPD in der Landesregierung" überschrieben war. Es habe sich seit dem Regierungswechsel einiges bewegt, sagte Gall und erzählte von Umfragen, in denen die Arbeit der neuen Regierung sehr postiv beurteilt wurde – ohne allerdings zu erwähnen, dass die Wähler die Arbeit der Grünen bisher besser einstuften als die der Genossen.

"In diesen Tages ist es spannend Zeitung zu lesen", kam der Minister auf das aktuelle Top-Thema, den EnBW-Deal. Er wolle sich nicht an einer Schlammschlacht beteiligen, "die sorgen schon selbst dafür", so Gall, der von einem "fragwürdigen Amtsverständnis" und einem fahrlässigen Umgang mit dem Landesvermögen sprach. Es sei richtig, dass man nun den Klageweg beschreite, schließlich gehe es um das Geld des Landes. Eine Rückzahlung würde auch den Haushalt entlassen. Es gehe ja nicht um "Peanuts", sagte der Mann, der seit vielen Jahren bei der Feuerwehr aktiv ist und privat gerne am Herd steht. Zurzeit bereite er gerne "asiatischen Hackbraten" zu, verriet er vor dem Beginn der Veranstaltung, die er in Hinblick auf die Terminierung als "Halbwinterempfang" betitelte.

"Die Landesregierung steht zur EnBW", sagte Gall, bevor er auf die Energiewende ("Diese kann nur gelingen, wenn sie sich jeder zu eigen macht") und den Ausbau der Kleinkinderbetreuung einging. Grün-Rot habe die Mittel für die Betreuung um mehr als 350 Millionen Euro erhöht, kommendes Jahr gebe es nochmals einen "Draufschlag".

Rasant ging es weiter im Konzept: Gall erinnerte unter anderem an eingelöste Wahlversprechen (Abschaffung der Grundschulempfehlung und der Studiengebühren, Einführung der Gemeinschaftsschule), und kam dann auf einige Themen aus seinem Ressort – wie etwa den Datenschutz und die Polizeireform zu sprechen. Deutschland sei ein sicheres Land, "aber es ist unsere Aufgabe dafür zu sorgen, dass es so bleibt". Die Welt verändere sich und mit ihr die Kriminalität. Der Bankraub verlagere sich zunehmend aus dem Schalterraum ins Büro, wo er "per Mausklick" erledigt werde.

Die Organisation der Polizei stamme aus den 1970er Jahren. "Es ist höchste Zeit, dass sich etwas verändert." Die Polizeireform sei übrigens nicht seine Idee, sondern eine Forderung der Polizei gewesen. Die Reform werde keine Sparreform werden, vielmehr stehe ein großer Investitionsbedarf an. Auch weil die Vorgängerregierung eine "massive Erblast" hinterlassen habe.

Die Schwarzmalerei darüber, dass Grün-Rot das Land ins Unglück stürzen werde, habe sich nicht bewahrheitet, schloss Gall und fügte hinzu: Das Landeswappen sei zwar noch immer schwarz-gelb, "aber das ändern wir nicht".

Das war ein "riesiger Rundumschlag", dankte Hans Armbruster dem Referenten. Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat moderierte die anschließende Frage-Antwort-Runde, die beim Empfang genauso Tradition ist, wie die Live-Musik: Die steuerte dieses Mal das Saxophonquartett der Eninger Musikschule bei.

Quelle: Reutlinger Nachrichten  vom 16. Juli 2012, Autorin: Karin Lober

Fotos: Karin Lober

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St. Johann: Radweg zwischen Bleichstetten und Upfingen wird mit rund 150.000€ gefördert

 „Das Fahrrad als Massenverkehrsmittel hat seine Zukunft noch vor sich!“

"Nachhaltige Mobilität ist ein wichtiger Aspekt für den Klimaschutz“, so die beiden Abgeordneten. Ein wichtiges Instrument, um dieses Ziel zu erreichen, sei dabei das vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur neu aufgelegte Radwegeförderprogramme 2012. Im Jahr 2012 werden somit 5 Millionen Euro in ca. 40 Projekte investiert.

Der Radverkehr ist das kostengünstigste aller Verkehrsmittel, daher können selbst kleine Investitionen eine hohe Wirkung entfalten. Als positiv bewerteten daher Klaus Käppeler und Thomas Poreski, dass zukünftig die Bagatellgrenze von bisher 200.000 Euro auf 50.000 Euro gesenkt wird. Damit haben nun auch kleinere Projekte eine Chance, um die Radwegeinfrastruktur zu verbessern. Gefördert werden mit dem neuen Programm nun Radwege an verkehrswichtigen Straßen (ab 50.000/ Bagatellgrenze, zuwendungsfähiger Kosten), verkehrswichtige Radwege, Abstellanlagen (ab 20.000 Euro) und nachträgliche Beschilderung (ab 20.000 Euro).

Das Programm läuft 5 Jahre und wird jährlich zum 1. März aufgrund von Vorschlägen der Regierungspräsidien und unter Berücksichtigung der verfügbaren Mittel fortgeschrieben.

Zunächst werden Projekte gefördert, für die bereits Anträge bei den Regierungspräsidien vorlagen. Kommunen, die noch in der Planung sind, oder ihre Anträge noch nicht gemeldet hatten, können sich für die nächste Förderperiode bewerben. Im Herbst werde ein Aufruf erfolgen, Anträge können aber bereits vorher eingereicht werden. Anträge können von Kommunen, kommunalen Zusammenschlüssen und Landkreisen beim zuständigen  Regierungspräsidium gestellt werden. Wichtig ist, dass die Vorhaben noch nicht begonnen wurden.

Die Förderung des Radverkehrs im Rahmen des Ziels einer Nachhaltigen Mobilität, wie sie im Koalitionsvertrag formuliert ist, kommt dem schnell wachsenden Trend in der Mobilität der Menschen entgegen: Sowohl der Radtourismus als auch der Alltagsverkehr hat in den letzten Jahren stark zugenommen und durch die wachsende Verbreitung von sogenannten E-Bikes (Pedelecs) gewaltig an Schubkraft gewonnen. Mit der Kampagne „RadKULTUR Baden-Württemberg“ unterstützt die Landesregierung diese Entwicklung. Die Abgeordneten Käppeler  und Poreski sind sich sicher: „Das Fahrrad als flächendeckend genutztes Verkehrsmittel hat seine Zukunft noch vor sich.“

Bildungs-Veranstaltung beim SPD-Ortsverein Sonnenalb mit Klaus Käppeler

TROCHTELFINGEN. Um die Bildungspolitik in Baden-Württemberg ging es in einer Informations- und Diskussionsveranstaltung der SPD Sonnenalb. Der schulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und Rektor der Hohensteinschule, Klaus Käppeler, und Ralf-Michael Röckel, Leiter der Gemeinschaftsschule Walddorfhäslach, diskutierten mit Parteimitgliedern und Interessierten. Im Mittelpunkt standen dabei das Konzept der Gemeinschaftsschule und der zunehmende Wettbewerbsdruck der weiterführenden Schulen.

Problematisch sei die frühe Selektion in der vierten Klasse, da habe man mit der Einführung der Gemeinschaftsschule einen wichtigen Schritt getan, unterstrich Käppeler, der eine Bilanz der SPD-Bildungspolitik zog. Mit dem »Pakt der Kommunen« sei in Sachen Finanzierung und Förderung von Betreuungsangeboten ein wichtiger Grundstein gelegt.

Mit der Abschaffung der verpflichtenden Grundschulempfehlung sei es zu Verwerfungen gekommen – zulasten der Hauptschulen. Jede zweite Schule habe keine Hauptschüler mehr, auch die Hohensteinschule könne keine fünfte Klasse bilden. Das G8 stehe auf dem Prüfstand. Über achtzig Prozent der Eltern plädierten nach einer Umfrage für G9. Auch die Umsetzung der Inklusion in den Schulen »wird nicht von heute auf morgen gehen«, erklärte Käppeler. Allen betroffenen Eltern solle aber ein Angebot gemacht werden. Die Grundschule Mägerkingen sei hier beispielhaft, lobte er.

»Bildungspolitik ist präventive Sozialpolitik«, unterstrich Ralf-Michael Röckel, der auch für die SPD im Kreistag sitzt. Seine Schule ist eine von 41 Modell-Gemeinschaftsschulen, für ihn ein »pädagogischer Lottogewinn« und eine große Chance für den Schulstandort Walddorfhäslach. Gemeinsam Schule zu gestalten, »heißt, sich auf persönliche Lernwege einzulassen«. Nach der zehnten Klasse könne ein Schüler mit Haupt- oder Realschulabschluss abgehen oder auf die gymnasiale Oberstufe wechseln. Die Walddorfhäslacher Schule kooperiere eng mit dem »Bildungszentrum Nord«. Die Schule wird einen naturwissenschaftlich-technischen Schwerpunkt haben. »Mit Technik wird Geld verdient«, erklärt der Rektor. Hier müsse man Kompetenzen aufbauen. Wichtig sei eine vielfältige Begleitung der Schüler, die individuellen Kompetenzen gelte es zu stärken. Zur Leistungsbewertung wird es keine Noten geben, sondern ein dreistufiges Kompetenzraster, abgeleitet aus dem Bildungsstandard im Gymnasium. Gemeinschaftsschulen sind »Wahlschulen«, jeder kann sich dort anmelden. »Wir sind auf Anhieb stabil zweizügig«, freute sich Röckel. Mittlerweile gebe es 44 Schüleranmeldungen.

Das Konzept gehe in die richtige Richtung, unterstrich auch der Trochtelfinger Bürgermeister Friedrich Bisinger. Gerade für den ländlichen Raum sei aber wichtig, dass es auch eine einzügige Gemeinschaftsschule gebe. Mit der Neubesetzung der Rektorenstelle in Trochtelfingen könne man jetzt auch am Schulstandort eine Entscheidung treffen. »Wenn die Schule das will, werden wir dafür kämpfen«, so Bisinger.

Auch Werner Haar, Lehrer an der Werdenbergschule, ist davon überzeugt, dass dies der richtige Weg sei, die Kinder nach ihrem Können zu fördern. Zugleich kritisierte er das eingeführte Werkrealschulkonzept. Der neue Trochtelfinger Rektor Andree Fees sieht große Chancen in der Gemeinschaftsschule. Gemeinderat Helmut Mader sprach sich ebenfalls für das Modell aus, es sei das Einzige, was zukunftsfähig sei. Es mache keinen Sinn, einzelne Schulstandorte immer größer werden zu lassen.

Viele befürchteten, dass mit der Liberalisierung die Hauptschulen aber auch andere weiterführende Schulen auf der Strecke bleiben. Um dies zu verhindern, arbeite man an einem Gesetzentwurf für eine regionale Schulentwicklungsplanung, erklärte Käppeler. Sie soll eine regionale Einigung – zur Not auf Landkreisebene – herbeiführen. Er hoffe, dass es für die Region eine gute Lösung gebe. »Man muss über Schule reden«, meinte Röckel zum Ende der Diskussion. Und dieser Diskurs sei jetzt in Gang gekommen.

Quelle: GEA vom 9.7.2012, Autorin: Anke Leuschke

Fotos: Helmut Mader

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Klaus Käppeler freut sich über 590 000 Euro Finanzhilfen für das „Haus des Tourismus“ in Bad Urach

„Durch diese großzügige Finanzhilfe setzt unsere Regierungskoalition hier ein wichtiges Zeichen hinsichtlich der Bedeutung des Ländlichen Raums“, sagte Klaus Käppeler, SPD-Abgeordneter im Wahlkreis Hechingen-Münsingen. Insgesamt, so der Parlamentarier weiter, würden im Rahmen des Tourismusinfrastrukturprogramms in diesem Jahr verstärkt Projekte gefördert, die der wirtschaftlichen und ökologischen Nachhaltigkeit von Tourismusinfrastruktureinrichtungen dienen und den Ausbau des sanften Tourismus vorsehen.

Das „Haus des Tourismus“, das im ehemaligen Postgebäude in der Innenstadt Bad Urachs geplant ist, wird barrierefrei zugänglich sein und im Erdgeschoss eine zentrale Tourismusinformation der Stadt beheimaten. Bislang existiert in Bad Urach nur eine provisorische Tourismusinformation an der Pforte des Rathauses. „Dies war vor dem Hintergrund, dass Bad Urach mit fast der Hälfte der Übernachtungen im Landkreis Reutlingen der bedeutendste Tourismusort im Gebiet der Schwäbischen Alb nach der Stadt Ulm ist, eine sehr unbefriedigende Situation“, so Käppeler weiter. „Unsere Regierungskoalition hat die Wichtigkeit Bad Urachs als Tourismusort erkannt und ihr Rechnung getragen“, sagte Käppeler abschließend. „Das freut mich als örtlichen Abgeordneten natürlich sehr für die Einwohner und Gäste dieser schönen Kurstadt.“