Burladingen braucht Vollgymnasium

STUTTGART/BURLADINGEN .(rei) Der SPD-Wahlkreisabgeordnete Klaus Käppeler unterstützt den Antrag der Stadt Burladingen zum Ausbau des Progymnasiums. Bürgermeister Harry Ebert, Gemeinderat und Schulleitung verhandeln gegenwärtig mit dem Stuttgarter Kultusministeriums über die Einrichtung eines Vollgymnasiums.

„Die Argumente der Stadt Burladingen für die Errichtung eines Vollgymnasiums sind stimmig“, schrieb Klaus Käppeler an Kultusministerin Annette Schavan. Burladingen habe in den vergangenen Jahren umfangreiche Investitionen im Bildungsbereich getätigt. „Der Ausbau des Progymnasiums in eine Vollanstalt wäre ein konsequenter Schritt in der Weiterentwicklung der Stadt“, betonte der SPD-Abgeordnete.

Hervorzuheben sei in diesem Zusammenhang auch das soziale Netzwerk und die vorbildliche Schulsozialarbeit in Burladingen. Käppelers Forderung an die Ministerin: „Die familienfreundlichen Aktivitäten der Stadt sollten in der abschließenden Bewertung ein starkes Gewicht bekommen.“

Weitere Schwächung der Infrastruktur nicht hinnehmbar

MÜNSINGEN/STUTTGART. (rei) Der SPD-Wahlkreisabgeordnete Klaus Käppeler hat bei Ministerpräsident Erwin Teufel und Landesjustizministerin Corinna Werwigk-Hertneck für den Bestand des Amtsgerichts Münsingen geworben. Käppeler befürchtet, dass das Gericht im Zuge der anstehenden Verwaltungsreform dem Rotstift zum Opfer fallen könnte. Die Landesregierung überprüft derzeit, welche Gerichte mit bis zu drei Mitarbeitern aufgelöst werden können.

„Ich teile die Besorgnis des Münsinger Bürgermeisters Mike Münzing, dass eine Schließung ohne weitere Prüfung der Bedingungen vor Ort angeordnet werden könnte“, schrieb Klaus Käppeler an Ministerpräsident Erwin Teufel und Justizministerin Corinna Werwigk-Hertneck. Bei den in Kürze anstehenden Entscheidungen müsse aber die besondere Situation der Region Münsingen berücksichtigt werden. Das Mittelzentrum Münsingen habe erst vor kurzem das Vermessungsamt verloren, im kommenden Jahr werde die Bundeswehr abziehen und im Jahr darauf der Truppenübungsplatz außer Betrieb genommen. Käppeler: „Eine weitere Schwächung der Infrastruktur ist nicht hinnehmbar.“

Am Beispiel der angekündigten Schließung kleinerer Amtsgerichte zeige sich der falsche Ansatz der von der Landesregierung angekündigten Verwaltungsreform. „Ohne eine Aufgabenkritik und ohne Streichung einer Verwaltungsebene wird die Reform Stückwerk bleiben und dem Zentralismus weiter Vorschub leisten“, begründete Käppeler seine ablehnende Haltung. Aus Sicht der ländlich strukturierten Gemeinden mache eine Verwaltungsreform nur dann Sinn, wenn sie die Kommunen vor Ort stärkt.

Keine Eingliederung der Polizei in Landratsämter

STUTTGART. (rei) Der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Käppeler (Zwiefalten) hat die Entscheidung der Landesregierung für eine umfangreiche Verwaltungsreform grundsätzlich begrüßt. Den bisher bekannt gewordenen Sparvorschlägen wird Käppeler aber die Zustimmung im Landtag verweigern. Er befürchtet eine weitere Schwächung des ländlichen Raumes.

„Dass die Landesfinanzen nur durch eisernes Sparen in Ordnung gebracht werden können, hat nun endlich auch die Landesregierung begriffen“, sagte Klaus Käppeler in Stuttgart als erste Reaktion auf den CDU-Vorschlag einer Strukturänderung. Genau einen Tag vor der Verabschiedung des Nachtragshaushalts komme plötzlich Bewegung in die Spardiskussion. Käppeler: „Die SPD ist mit früheren Vorschlägen für eine schlankere Verwaltung offensichtlich nicht ganz falsch gelegen.“

Dass man dabei die Polizeidirektionen in die Landratsämter eingliedern wolle, sei aber „blanker Unsinn“. „Die Unterstellung der Landespolizei unter die Kreisverwaltung bei gleichzeitiger Schließung der Polizeiposten oder die Auflösung der Amtsgerichte ist ein Frontalangriff auf die Interessen des ländlichen Raumes“, machte Käppeler deutlich.

Solche Vorschläge zeigten, dass man bei der CDU im Land kein wirkliches Konzept zum Sparen habe, sondern am bisherigen Verwaltungsaufbau aus parteitaktischen Gründen festhalten wolle. „Es geht also doch wieder um die Erhaltung der Pfründe, wie es der Ministerpräsident jüngst selbst eingeräumt habe“, sagte SPD-Abgeordnete.

Pilotprojekt drahtloser Internetempfang

Antrag der Abg. Klaus Käppeler u. a. SPD

Der Landtag wolle beschließen, die Landesregierung zu ersuchen

I. zu berichten,

  1. wann das vom Vorsitzenden der CDU – Landtagsfraktion Günther Oettinger vorgestellte Modellprojekt zur drahtlosen Internetverbindung starten wird;
  2. warum bei diesem Projekt Gymnasiasten der Klassenstufe 11 bevorzugt werden und nicht Schüler aller Schularten die Möglichkeit erhalten, mit dem Netz ungebundenen Zugang zum weltweiten Datennetz und zu ihrem Schulserver den Umgang mit den Neuen Medien zu intensivieren;
  3. welche Kosten auf das Land Baden-Württemberg zukommen und wie sie im Haushalt gedeckt sind;
  4. welche Kosten die beteiligten Firmen haben und wie sie diese steuerlich absetzen können;
  5. ob alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 11 an Stuttgarter Gymnasien teilnehmen und mit welchen Kosten die beteiligten Schüler pro Monat rechnen müssen;
  6. welches pädagogische Konzept mit dem Modellprojekt umgesetzt wird und wie die Lehrkräfte auf die neue Situation vorbereitet bzw. fortgebildet wurden und werden;
  7. von wem und wie die technische Unterstützung gewährleistet und Haftungsfragen für die überlassenen Laptops geregelt werden?

Stuttgart, 25. März 2003

Käppeler, Zeller, Bayer, Dr. Caroli, Queitsch, Rudolf, Wintruff

Begründung:

Die Möglichkeit, sich mit Netz ungebundenem Funkmodem ins weltweite Datennetz einzuwählen eröffnet eine neue Dimension im Umgang mit den Neuen Medien. Die Landesregierung muss darauf hinwirken, dass die neue Technik nicht nur Schülerinnen und Schülern der Gymnasien in Ballungszentren zugute kommt, sondern dass das Angebot in allen Schularten flächendeckend gemacht wird, um ein Stadt-Land-Gefälle zu verhindern!
Zudem muss darauf hingewirkt werden, dass Schüler aus einkommensschwachen Familien bei dem Projekt nicht ausgegrenzt werden. In der Presseberichterstattung wurde über eine verdeckte Wirtschaftsförderung der Kommunikationsindustrie spekuliert. Bei einem solchen Projekt sollten aber pädagogische Gründe im Vordergrund stehen.

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Elterntag der SPD am 12. April im Landtag

STUTTGART .(rei) Bei der Bildung und Erziehung kommt dem Zusammenspiel zwischen Lehrkräften und Eltern immer größere Bedeutung zu. Wissen zu vermitteln sowie Entscheidungsfähigkeit, Demokratieverständnis und Toleranz zu entfalten, gelingt bei Kindern und Jugendlichen am besten, wenn Eltern und Lehrkräfte eng zusammenarbeiten. Die Frage, wie sich Eltern am besten einbringen und damit ihrer Verantwortung gerecht werden, steht im Mittelpunkt des diesjährigen Elterntags im baden-württembergischen Landtag, der von der SPD-Fraktion am Samstag, dem 12. April, veranstaltet wird. Die Veranstaltung beginnt um 10.15 Uhr im Landtag.

Für das Elternforum im Landtag mit Experten aus Theorie und Praxis hat der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Käppeler noch Plätze frei. Eingeladen sind Elternbeiräte und andere Interessierte aus dem Wahlkreis Hechingen-Münsingen-Metzingen sowie aus dem von ihm betreuten Wahlkreis Biberach. Hauptreferent ist in diesem Jahr der Bildungspublizist und Psychologe Otto Herz. Zugesagt hat auch die Vorsitzende des Landeselternbeirats Elke Picker.

Die Teilnahme ist kostenfrei, allerdings ist eine kurze verbindliche Anmeldung Voraussetzung für den Zugang in den Landtag. Interessenten können sich an Käppelers Wahlkreisbüro wenden: Bergackerweg 15, 72525 Münsingen-Apfelstetten, Telefon 0 73 83/94 24-07, Telefax 94 24-08 oder per E-Mail unter klaus.kaeppeler@spd.landtag-bw.de. Dort kann auch das ausführliche Programm bestellt werden.

Achtjähriges Gymnasium verschieben

Auf Initiative des SPD-Landtagsabgeordneten Klaus Käppeler hat die SPD-Fraktion einen Antrag auf Verschiebung der generellen Einführung des achtjährigen Gymnasiums (G8) in den Landtag eingebracht. Klaus Käppeler greift damit eine Forderung von Laupheimer Eltern auf, die allein im Kreis Biberach über 1.000 Unterschriften gesammelt haben.

„Mit der völlig überhastet durchgezogenen gymnasialen Oberstufenreform wurde in den letzten Monaten schon zuviel Unruhe in die Gymnasien hineingetragen“, begründet der SPD-Abgeordnete aus Zwiefalten seinen Vorstoß, „Im Vergleich zur Einführung des achtjährigen Gymnasiums war das allerdings nur ein Reförmchen.“ Nach Ansicht des SPD-Abgeordneten befürchten Eltern, Kommunen und Schulleitungen bei mangelnden Raumkapazitäten und neuen Lehrplänen nun zu Recht ein Chaos, wenn das achtjährige Gymnasium ebenfalls schlecht vorbereitet und überhastet eingeführt wird. Klaus Käppeler und seine SPD-Kollegen im Landtag plädieren deshalb dafür, die Einführung des achtjährigen Gymnasiums auf das Schuljahr 2007/2008 zu verschieben, zumal dann alle Fünftklässler über Fremdsprachenkenntnisse verfügten.

Schützenhilfe für seinen parlamentarischen Vorstoß erhofft sich der SPD-Abgeordnete Klaus Käppeler von seinem Biberacher CDU-Kollegen. „Wenn Peter Schneider die Sorgen und Nöte der Eltern in Laupheim ernst nimmt, darf er 1.000 Unterschriften aus seinem Wahlkreis nicht ignorieren“, so Klaus Käppeler. Er verweist zudem darauf, dass die Front gegen eine generelle Einführung des achtjährigen Gymnasiums zum Schuljahr 2004/2005 immer breiter wird. Nach Landeselternbeirat und GEW machen jetzt auch der Philologenverband und zahlreiche Kommunen gegen die, so Käppeler, „Hau-Ruck“-Pläne von Kultusministerin Schavan mobil.

Computernetze in Schulen zu teuer

STUTTGART. (rei) Der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Käppeler hält die Empfehlungen der Landesregierung für die Einrichtung von Computernetzwerken in Schulen für überholt. In der letzten Sitzung des Schulausschusses im Landtag forderte Käppeler von der Landesregierung neue Richtlinien, die insbesondere die Städte und Gemeinden bei Computerkäufen für die Schulen entlasten.

„Die Handreichungen des Kultusministeriums gehen noch immer davon aus, dass jeder einzelne Computer in den Schulen eine maximale Ausstattung erfordert“, sagte Klaus Käppeler in Stuttgart nach der Sitzung des Schulausschusses in Stuttgart. Durch die Vernetzung der Rechner gebe es aber preiswertere Lösungen, die zudem den Betreuungsaufwand durch die Lehrer erheblich verringerten. „Die Rechner benötigen bei einer so genannten cleveren Thin-Client-Lösung eine vergleichsweise minimale und damit kostengünstige Ausstattung, Programme und Daten werden auf einem leistungsstarken zentralen Rechner abgelegt und verwaltet.“

Dem Einwand der Landesregierung, moderne Lernprogramme erforderten gut ausgestattete Multimedia-Computer, hält der SPD-Abgeordnete gegenteilige Erfahrungen aus der Praxis entgegen: „Auch viele solcher Programme sind lauffähig. In allen anderen Fällen ist die Anschaffung einzelner leistungsstarker Rechner speziell für diese Programme aber immer noch kostengünstiger als eine Komplettausstattung aller Computer.“

Käppeler zieht nach seinen Anfragen an die Landesregierung dennoch ein positives Fazit. „Das Kultusministerium hält zwar nach wie vor offiziell an seiner Einschätzung fest, dass sämtliche Rechner multimediatauglich sein müssen“, so Käppeler. „In künftigen Richtlinien soll aber auch auf die Möglichkeit der Vernetzung cleverer Einzelplatzcomputer hingewiesen werden.“ Käppeler kündigte an, das Thema im Landtag weiter zu verfolgen und dabei insbesondere die Erfahrungen aus Pilotprojekten im Land einzubringen.