40000 Euro Fördergeld für den Lindenhof

Wie der SPD-Landtagsabgeordnete Hans-Martin Haller gestern mitteilte, erhält das Theater Lindenhof für das eingereichte Projekt "Der Arme Konrad" 40 000 Euro Förderung von der Baden-Württemberg-Stiftung. Für Haller, selbst Aufsichtsratsmitglied der Siftung, wird damit abermals die hervorragende Arbeit des Lindenhofs gewürdigt.

"Die Lindenhöfler", erklärt Haller, "beweisen seit Jahrzehnten, dass Theater und Provinz keine Gegensätze sind, sondern sich in authentischer Weise ergänzen können." Ob Kabarett- und Kleinkunstabende, fulminante Freilichtereignisse oder aktuell die Aufführung "Ein Dorf im Widerstand" – das Theater Lindenhof sei aus dem kulturellen Leben des Zollernalbkreises und der Region nicht mehr wegzudenken, ergänzt der SPD-Kollege Klaus Käppeler, in dessen Wahlkreis die Lindenhöfler beheimatet sind.

Quelle: SWP vom 30.07.13

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Kein Platz für gefährliche Patienten

Die Runde war mit knapp 50 Gästen nicht allzu groß, dennoch dürfte diese öffentliche Kreiskonferenz der SPD in der Brauereigaststätte einen besonderen Nachklang finden. Denn: Gerade in Zwiefalten hatten Ausbrüche von psychisch kranken Straftätern in den vergangenen Monaten für erhebliche Unruhe gesorgt. Schneller als erwartet haben sich Sozialministerin Katrin Altpeter und Justizminister Rainer Stickelberger auf eine Neuregelung geeinigt. Demnach sollen sogenannte "Therapieverweigerer", die vor dem Oberlandesgericht Widerspruch gegen bereits gefasste Beschlüsse einlegen oder auf die Rechtskraft einer Entscheidung warten, "im Wege der Amtshilfe beschleunigt" in eine geeignete Justizvollzugsanstalt verlegt werden können – vorausgesetzt dort ist eine klare räumliche Trennung von Strafgefangenen möglich und es können weiterhin Therapieangebote unterbreitet werden. Der notwendige Sicherheitsstandard wäre dann garantiert, eine Verzögerungstaktik, die manchmal ganz offensichtlich ist, aussichtslos.

Die Betroffenen bleiben also Patienten im Maßregelvollzug, Behandlungen, wie etwa Drogenentzug, werden fortgesetzt. Die JVA-Heimsheim ist eine Adresse, die die räumlichen und personellen Voraussetzungen erfüllt. Auch der vor kurzem in Betrieb genommene Hochsicherheitstrakt im Maßregelvollzug Wiesloch bietet entsprechende Möglichkeiten. Die Forensische Klinik des Zentrums für Psychiatrie (ZfP) in Zwiefalten gehört eindeutig nicht in diese Kategorie. Für Patienten mit hoher Gewaltbereitschaft und offensichtlicher Therapieverweigerung ist hier kein Platz mehr.

Chefarzt Hannes Moser drückte in der SPD-Kreiskonferenz seine Erleichterung aus. Die Ereignisse in den vergangenen Monaten seien sehr belastend gewesen, umso mehr begrüße er die Lösung: "Ich habe großen Respekt davor." Die Ministerien hätten gut zusammengearbeitet, auch seine Kollegen in anderen Kliniken des Landes, er nennt Calw und Weinsberg, würden die Neuregelung begrüßen.

Die Problematik ist den Ministerien schon lange bekannt. Nach den Vorfällen in Zwiefalten – an Heiligabend sind zwei Patienten ausgebrochen, Ende Februar war es eine fünfköpfige Gruppe, die kurz vor der Rückverlegung in eine Haftanstalt stand, und im April ein Mann, der erst wenige Tage in der Klinik war und über den noch keine umfassenden Informationen vorlagen – kam es im Mai zu einem Treffen im Sozialministerium, bei dem auch die ZfP-Klinikleitung Vorschläge unterbreitete. Dass nun "alle Punkte aufgegriffen worden sind" und eine konkrete Umsetzung nicht lange auf sich warten lässt, sei sehr erfreulich. Dennoch müsse sich die Regelung in der Praxis erst einmal bewähren. Hannes Moser: "Alle Probleme sind damit nicht gelöst." Für die Mitarbeiter bedeute die Lösung eine Wertschätzung ihrer Arbeit. Und deutlich mehr Sicherheit. Auch dafür ist er als Chefarzt verantwortlich. Die Ereignisse seien an den Betroffenen nicht spurlos vorbeigegangen. Dass die Politik nun schnell handelt, ist auch bei ihnen gut angekommen. Es gebe aber weiter viel zu tun. Der Umbau der Krisenstation im ZfP ist vor Ort der nächste Schritt. Im September wird mit den Arbeiten begonnen.

Pflegedienstleiter und Gemeinderat Ralf Aßfalg ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, vom Justizminister persönlich informiert zu werden. Er sagte am Dienstagabend: "Das ist eine absolut kluge und weise Entscheidung." Nicht vergessen dürfe man die vielen positiven Fälle, Patienten, welche die Therapieangebote nutzen, ja, vielleicht in diesem Rahmen einen Schulabschluss nachholen und ihr Leben danach alleine meistern. Diplompsychologe Achim Ringel, stellvertretender Leiter der Forensischen Klinik, spricht in einer Stellungnahme von einer "erfreulichen Erleichterung der Arbeit". Auch er verweist auf jene Suchtpatienten, die in Zwiefalten mit den Ärzten und dem Pflegepersonal gut kooperieren und nach ihrer Entlassung nicht mehr straffällig werden.

Bürgermeister Hubertus-Jörg Riedlinger kennt die Ängste seiner Bürger. "Ein Gefährdungspotenzial ist da, so sieht es die Bevölkerung." Zwiefalten sei auch Fremdenverkehrsort. Solche "Grautöne" würden nicht in dieses Bild passen. Gleichwohl gehört das ZfP zur Gemeinde, ist größter Arbeitgeber. Ein gutes Miteinander ist Alltag. Er sei froh und dankbar, dass es nun "relativ schnell zu einer guten Lösung kommt". Sebastian Weigle, SPD-Kreisvorsitzender, verabschiedete den Gast aus Stuttgart. Für MdL Klaus-Käppeler war die Veranstaltung ein erfolgreiches Heimspiel. Schließlich hatte auch er sich in vielen Gesprächen, unter anderem mit dem Personalrat des ZfP, und in seiner Eigenschaft als Abgeordneter für Neuerungen im Maßregelvollzug eingesetzt. Dass diese nun so positiv aufgenommen werden, kommentierte er mit feiner Ironie: "Wir sind unbegrenzt belastbar – was Lob anbelangt."

Quelle: SWP vom 25.07.13, Autorin: Gudrun Grossmann

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Ehrungen: Seit vier Jahrzehnten Mitglied in der SPD

Ein Minister an der Seite, eine Kandidatin, die motiviert ist, Mitglieder, die einem Ortsverein die Treue halten, der es in einer konservativ geprägten Gegend nicht gerade einfach hat. Da konnte Klaus Käppeler nur noch strahlen und lobende Worte finden.

Vor allem für Gertrud Stegmaier aus Hayingen, die an diesem Abend nicht anwesend sein konnte, für Reinhold Braun und Otto Reichhard, frühere Gemeinderäte und aktive Unterstützer im Geschichtsverein, die seit 40 Jahren SPD-Mitglieder sind.

Auf 41 Jahre bringt es sogar Zwiefaltens Bürgermeister Hubertus Jörg Riedlinger, der vor 23 Jahren "als Roter" auf den Rathaussessel kam, sich in seinem Amt aber stets um Neutralität bemühe. Alle wurden bei der Kreiskonferenz geehrt.

Quelle: SWP vom 25.07.13

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Informationen aus erster Hand

Es wurde als besondere Ehre aufgefasst, dass ein Landesminister den Weg nach Zwiefalten findet. Entsprechend herzlich wurde Rainer Stickelberger empfangen. Von MdL Klaus Käppeler, der kurz den Werdegang des Gastes skizzierte, und von Rebecca Hummel, SPD-Bundestagskandidatin, die den SPD-Ortsverein Zwiefalten-Hayingen ("Ihr leistet eine wahnsinnig gute Arbeit") lobte und selbst für ihren tapferen Wahlkampf ("als wäre sie auf Platz eins") von Käppeler ermuntert wurde.

"Alles was Recht ist" – zu diesem Thema sollte Rainer Stickelberger sprechen. Er sei froh, dass nicht die Bildungspolitik auf dem Plan steht, auf dem anderen, auch nicht einfachen Feld kennt er sich bestens aus. So kündigte er auch gleich an, dass bei Privatisierungen im Strafvollzug der Rückwärtsgang eingelegt werde. Von Juni 2014 werde die Justizvollzugsanstalt Offenburg wieder ganz in staatlicher Hand sein, "den Vertrag habe ich gekündigt". Auf dem Prüfstand stehe die Bewährungshilfe. Drei Universitäten würden eine Evaluierung durchführen. "Auf das Ergebnis bin ich gespannt." Ab 2016 sind neue Verträge vorgesehen. "Vorher wird ausgeschrieben, europaweit." Die Strafbarkeit von Doping, bisher würden die Sportler selbst unbehelligt bleiben, die Wohnraumförderung, die Notariatsreform, der Bau einer zentralen Vollzugsanstalt im Raum Rottweil (und als Folge die Schließung kleinerer sanierungsbedürftiger Einrichtungen) sowie der Datenschutz waren weitere Themen.

Genügend Stoff für eine Diskussion. Warum wird die Bewährungshilfe jetzt kritisch überprüft? Wie kann Wasserkraft besser genutzt werden? Ist der geplante Nationalpark im Nordschwarzwald sinnvoll? Rainer Stickelberger sah sich einem hellwachen Publikum gegenüber, das die Gelegenheit an diesem Dienstagabend nutzte und einem Politiker auch "Hausaufgaben" mitgab. Was das Schutzgebiet anbelangt, zeigte er, dass Widerstand in Entscheidungen "einbezogen" wird, aber am Ende nichts verhindert ("Ich gehe davon aus, dass der Nationalpark kommen wird"), was ein anderer Besucher ausdrücklich begrüßte. Kontrovers ging es auch zu, als Alkoholverbote und Jugendkriminalität, hier besonders die langen und teuren Verfahren, die Überlastung der Staatsanwälte, zur Sprache kamen. Der Staat könne und dürfe nicht auf seinen Strafanspruch verzichten, bekräftigte der Minister. Alles was Recht ist, das muss wohl auch Recht bleiben.

Quelle: SWP vom 25.07.13, Autorin: Gudrun Grossmann

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Klaus Käppeler MdL begrüßt Neuerungen für den Maßregelvollzug

Erst im April hatte sich der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Käppeler zum Gespräch mit dem Personalrat des Zentrums für Psychiatrie (ZfP) Zwiefalten getroffen. Hintergrund des Gesprächs war seinerzeit der jüngste einer ganzen Serie von Ausbrüchen psychisch kranker Straftäter aus dem ZfP. Käppeler und die Vertreter des Personalrats waren sich einig, dass von Seiten der Politik Handlungsbedarf bestehe: „Ich bin erleichtert, dass Frau Ministerin Altpeter und Justizminister Stickelberger sich nun zeitnah auf Neuerungen im Maßregelvollzug einigen konnten“, so Käppeler heute am Rande der Plenarsitzung in Stuttgart. „Die Sicherheit der Menschen in Zwiefalten hat oberste Priorität.“

Die Neuerungen im Maßregelvollzug werden sicherlich auch eines der Themen anlässlich der Veranstaltung mit Justizminister Stickelberger am kommenden Dienstag in der Brauereigaststätte Zwiefalten sein.

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Rede zur Schulentwicklungsplanung

Abg. Klaus Käppeler SPD: Das ist ein guter Vorschlag. – Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Frau Kurtz, ich habe den Eindruck, dass Sie noch ganz viele Anträge stellen werden und wir darauf immer wieder die gleichen Antworten geben werden.

(Abg. Sabine Kurtz CDU: Vierzeiler!)

Das ist wie in der Pädagogik: Manches muss man mehrfach sagen, bis es ankommt. Oder: Die Wiederholung macht es.

(Beifall bei der SPD und Abgeordneten der Grünen – Abg. Friedlinde Gurr-Hirsch CDU: Aber nicht bei der Frau Kurtz! Da schätze Sie sie falsch ein! – Gegenruf der Abg. Sabine Kurtz CDU: Danke schön!)

Es ist bereits angesprochen worden, dass unser Kultusminister am 15.Mai eine Regierungserklärung abgesprochen hat.

(Heiterkeit des Abg. Volker Schebesta CDU – Abg. Volker Schebesta CDU: Abgespult! – Abg. Karl Zimmermann CDU: Mit dem Ministerpräsidenten abgesprochen!)

Ich will Ihnen ein paar Reaktionen aus der Presse dazu zitieren, die das deutlich machen. Wenn Sie uns nicht glauben, dann vielleicht der öffentlichen Meinung.

(Abg. Karl Zimmermann CDU: Ja,ja,ja!)

Die „Badische Zeitung“ hat am Tag nach der Regierungserklärung geschrieben:

 „Jeder der Zeitung liest weiß doch auch so, dass die Schule in Bewegung ist, vor allem deshalb in Bewegung ist, weil ihre Kundschaft schrumpft. Jede Regierung, egal welcher Farbe, muss darauf antworten, will sie ihren Amtseid ernstnehmen.“

Sie dürfen versichert sein, dass unsere Regierung diesen Amtseid ernst nimmt.

(Beifall bei Abgeordneten der Grünen und der SPD – Glocke der Präsidentin)

Stellv. Präsidentin Brigitte Lösch: Herr Kollege, gestatten Sie eine Zwischenfrage der Abg. Kurtz?

Abg. Klaus Käppeler SPD: Ich habe noch gar nicht richtig angefangen. Sie darf sie dann am Schluss stellen. – Ich will erste einmal die Zahlen erläutern: Bei den Grundschulen wird die Schülerzahl von 2008 bis 2030 um 17% abnehmen, das heißt von 423 000 Schüler auf 351 000 Schüler. Bei den weiterführenden Schulen wird die Schülerzahl von 2008 bis 2030 um 22% von rund 700 000 Schülern auf 545 000 Schüler, sinken.

(Abg. Karl Zimmermann CDU: Das haben wir alle schon lange gewusst!)

Und nichts gemacht, Herr Zimmermann.

(Abg. Karl Zimmermann CDU: Sie wollten ja noch mehr!)

Ich gehe jetzt auf das Schulwahlverhalten ein: Von den derzeitigen 862 Haupt- und Werkrealschulen haben für das Schuljahr 2012/2013 – das ist das laufende, zu Ende gehende Schuljahr – hören Sie gut zu – 125 Schulen für die fünfte Klasse keine Schülerinnen und Schüler mehr, und 697 Schulen haben unter 40 Schülerinnen und Schüler gemeldet. 224 Schulen davon haben weniger als 16 Schülerinnen und Schüler in Klasse 5. Das ist das große Problem.

Wir wissen alle, dass im Bereich der Haupt- und Werkrealschulen nicht nur wegen des Wegfalls der verpflichtenden Grundschulempfehlung, sondern der Demografie die Schülerzahlen so dramatisch zurückgehen.

(Zuruf des Abg. Karl Zimmermann CDU)

Die „Stuttgarter Zeitung“ schreibt deshalb:

„Das Programm ist notwendig. Aus finanziellen, aus demographischen und auch aus pädagogischen Gründen muss das Bildungssystem neu aufgestellt werden.“

(Beifall bei Abgeordneten der Grünen und der SPD – Abg. Friedlinde Gurr-Hirsch CDU: Das ist das Deckmäntelchen!)

Deswegen gibt es den Handlungsbedarf, den Sie jetzt persönlich auch erkennen. Schön. Regionale Schulentwicklung kann helfen, aus pädagogischer Sicht zu kleine und immer kleiner werdende Schulen, in ihrer Gesamtheit dauerhaft und nicht finanzierbare Schulstandorte zu vermeiden. Genau das ist die Aufgabe. Die regionale Schulentwicklung wirkt damit einer nicht koordinierten und teilweise eher zufälligen Aufhebung einer Vielzahl von Schulstandorten entgegen.

Wenn Sie uns immer wieder vorwerfen, dieses Programm sei ein Schulschließungsprogramm, möchte ich Ihnen folgendes sagen: Die Zahl 40 ist perspektivisch, das heißt, in fünf, in zehn, in 20 Jahren sollen diese Schulen auch noch Bestand haben. Deswegen gilt für alle Schulen, die weniger als 16 Schüler haben, in dieses regionale Schulordnungsverfahren gehen müssen und unter Umständen geschlossen werden. Das geschieht aber nicht von heute auf morgen. Vielmehr laufen diese Schulen dann einfach aus, das heißt, Sie werden nicht von heute auf morgen geschlossen, sondern über die nächsten Jahre. Erst wenn keine Schüler mehr vorhanden sind, muss die Schule geschlossen werden.

(Abg. Karl Zimmermann CDU: Auch Grundschulen?)

Grundschulen sind von diesem Verfahren ausgenommen.

(Abg. Georg Wacker CDU: Bis 2016!)

Herr Zimmermann, Sie wissen aber auch, dass wir an Grundschulstandorten häufig schon die Klassen 1 und 2 und die Klassen 3 und 4 kombinieren. Wenn dort dann  auch keine 16 Schüler ehr zusammenkommen, dann zucken Sie mit den Schultern, richtig?

(Zuruf des Abg. Karl Zimmermann CDU)

Dann hat die Schule wenige Lehrer, dann reagiert nicht das Land sondern dann reagieren die dortigen Kommunen.
Zum Beschlussteil Ihres Antrags möchte ich Ihnen, da Sie dies auch entsprechend ausgeführt haben, noch sagen: Natürlich handelt es sich um keine starre Vorgabe, sondern das Ausnahmeregelprinzip gilt. Insbesondere im ländlichen Raum sollen alle Schulabschlüsse – die Betonung liegt auf Schulabschluss und nicht auf unterschiedliche Schularten – in zumutbarer Entfernung angeboten werden. Es braucht eine ordnende Hand. Es darf keinen Wildwuchs geben.

Ganz zum Schluss noch ein Zitat aus dem „Südkurier“ vom 16. Mai:

„CDU und FDP sahen dem Schulsterben mehr oder weniger hilflos zu. Jeder Versuch, die Hauptschule durch Umbau, Umetikettierung, oder „Qualitätsoffensiven“ zu retten, scheiterten.“

Die „Pforzheimer Zeitung“ schreibt:

„Stoch hat vorgelegt. Der Sozialdemokrat beweist Mut, nimmt Unpopuläres in Angriff.“

Vielen Dank!

(Beifall bei der SPD und Abgeordneten der Grünen – Glocke der Präsidentin)

Stellv. Präsidentin Brigitte Lösch: Herr Kollege Käppeler, gestatten Sie noch die Zwischenfrage der Abg. Kurtz?

Abg. Klaus Käppeler SPD: Nachdem meine Zeit abgelaufen ist, gern.

(Abg. Karl Zimmermann CDU: Ihre Zeit ist abgelaufen!)

Meine Redezeit ist abgelaufen.

Abg. Sabine Kurtz CDU: Danke schön, Herr Kollege. – Ich möchte Sie fragen, ob Ihnen bekannt ist, dass zwischen dem Schuljahr 2004/2005 und 2011/2012 nahezu 400 Schulen geschlossen wurden, nämlich Grundschulen, Hauptschulen und Werkrealschulen.

(Abg. Daniel Andreas Lede Abdal GRÜNE: Durch wen?)

Ich möchte Sie weiterhin fragen, ob Sie da so viel Geschrei im Land gehört haben wie jetzt,

(Abg. Martin Rivoir SPD: Wer schreit denn? – Gegenruf des Abg. Dr. Stefan Fulst-Blei SPD: Die Opposition!)

Und ob Sie mir zustimmen, dass auch wir auf das Problem des demografischen Wandels verantwortungsvoll eingegangen sind, dass wir die Maßnahmen sehr verantwortungsvoll und im Konsens mit den betroffenen Kommunen und Schulträgern geleistet haben.

(Abg. Georg Wacker CDU: Und das ohne Vorgabe von oben!)

Ich bitte, wenn Sie sich diese Zahlen einmal vor Augen führen, um Verständnis, dass wir den Vorwurf, wir hätten jahrelang nichts gemacht, nicht länger auf uns sitzen lassen wollen.

(Beifall bei Abgeordneten der CDU)

Abg. Klaus Käppeler SPD: Ich weiß nicht, wo Ihre Handlung war, wenn diese Schulen gestorben sind.

(Abg. Sabine Kurtz CDU: Sie sind nicht gestorben!)

Sie haben weder die Hand gehalten, noch haben sie Sternehilfe geleistet. Diese Schulen sind vielmehr ausgelaufen; das ist richtig. Dass es kein Geschrei gab, beweist, dass niemand aufgestanden ist, dass ganz selten nur einmal eine Bürgerinitiative aufgestanden ist, um eine Hauptschule zu retten. Sie stellen sich aber hierhin und sprechen immer noch vom differenzierten Schulsystem, das so, wie es ist, erhalten werden soll. Das wir in der Fläche nicht gehen.

(Abg. Karl Zimmermann CDU: Natürlich geht das!)

Frau Kurtz, auch Sie werden dies irgendwann einmal verstehen; da bin ich ganz sicher.

(Beifall bei der SPD und den Grünen – Abg. Sabine Kurtz CDU: Ich bin eben etwas langsamer!)

„Alles was Recht ist!“ Veranstaltung mit Justizminister Rainer Stickelberger am 23. Juli 2013 in Zwiefalten

Am Dienstag, den 23. Juli 2013, 19 Uhr lädt der SPD-Kreisverband gemeinsam mit dem SPD-Ortsverein Zwiefalten-Hayingen zu einer Veranstaltung mit Justizminister Rainer Stickelberger MdL. Unter dem Titel „Alles was Recht ist!“ referiert und diskutiert Stickelberger in der Brauereigaststätte Zwiefalten zu verschiedenen Themen der Justizpolitik.

Die Veranstaltung ist öffentlich, interessierte Bürgerinnen und Bürger und natürlich die Vertreter der Presse sind herzlich willkommen!

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Maquet baut auf den Standort Hechingen

Die Maquet Cardiopulmonary AG hat in allerjüngster Vergangenheit mehrere Millionen Euro in einen neuen Reinraum, in ein Labor und in eine Kantine investiert.

Am Samstag feierte man diese Tatsache mit einem Firmen-Sommerfest. Es bestand Gelegenheit, sich die neuen Räume anzuschauen – wenn auch teils nur durch die Glasscheiben, denn Hygiene ist bei einem Hersteller von Herz-Lungenmaschinen, künstlichen Lungen oder Oxygenatoren oberstes Gebot.

Daneben machten Schautafeln deutlich, um was es bei Maquet geht, wie die Technik funktioniert. Und natürlich waren Produkte ausgestellt, die man anschauen und auch anfassen durfte. Schlichtweg faszinierend, was menschliche Technik heute zu leisten im Stande ist.

Maquet-Finanzvorstand Gerhard Mayer begrüßte die Gäste im Festzelt auf dem Firmengelände. Unter ihnen befanden sich Werksangehörige, Bürgermeisterin Dorothea Bachmann, CDU-Bundestagsabgeordnete Annette Widmann-Mauz, CDU-Landtagsabgeordneter Karl-Wilhelm Röhm, SPD-Landtagsabgeordneter Klaus Käppeler, FDP-Bundestagskandidat Christopher Gohl und auch Hans Marquart, Vorsitzender der Medical-Valley-Hechingen-Akademie.

Wie Mayer meinte, könne das Unternehmen stolz auf sich sein. Man habe in vergangenen zwei Jahren große Herausforderungen und Veränderungen erlebt – und sie erfolgreich gemeistert. Kein Grund zur Bescheidenheit: Innerhalb der Maquet-Gruppe sei man der wichtigste Partner, der hoch spezialisierte Produkte herstelle, in vielen Bereichen führend und der Konkurrenz weit überlegen. Am Standort Hechingen, so Mayer sinngemäß, werde nicht gerüttelt. "Wir sind uns des Wertes unserer Wurzeln bewusst."

Reinhard Mayer, Chief Financial Officer der Maquet GmbH aus Rastatt, gratulierte dem Unternehmen, seiner Führung und den Mitarbeitern. Man habe "gemeinsam", wie Mayer mehrfach betonte, sehr viel erreicht. Dann ging er kurz auf die Firmengeschichte ein, wies darauf hin, dass Maquet selbst seit 175 Jahren Medizintechnik herstellt und die Pulmonary seit 30 Jahren am Markt ist. Das Geheimnis des Erfolges in jüngerer Zeit? Man habe, meinte der Redner, die richtigen Entscheidungen getroffen und es geschafft, "die besten Leute in den richtigen Teams zusammen zu fügen." Mayer gab sich daher überzeugt, das Unternehmen sei gut positioniert und werde als ein "weltweites Kompetenzzentrum für Oxygenatoren" auch die Zukunft bewältigen können.

Der Rest des Nachmittages in der Neuen Rottenburger Straße 37 war pures Vergnügen, essen, trinken, zusammen sitzen und plaudern. Auch Unterhaltungsangebote für Groß und Klein gab es.

Quelle: SWP vom 15.07.13, Autor: Matthias Badura

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Albgymnasium: Start mit einer fünften Klasse

Hohensteins Kommunalpolitiker und Bürgermeister Jochen Zeller haben Ingrid Rück die Türen ihres Schulhauses weit aufgemacht. Aus verschiedenen Gründen. Zum einen sieht Zeller das geplante private Gymnasium als »Chance für Hohenstein und Zugewinn für die ganze Region«, zum anderen geht es der Gemeinde darum, einen Nutzer für ihr zunehmend leerer werdendes Schulhaus zu finden. Was sich im vergangenen Jahr bereits abgezeichnet hatte, wird Realität: Die Hauptschule in Hohenstein läuft aus.

Den Schulstandort sichern

Nach den Sommerferien wird an der Hohensteinschule keine fünfte Klasse mehr starten: Von den 31 Viertklässlern ist gerademal eine Handvoll für die Hauptschule angemeldet worden – viel zu wenig, um den Bestand zu sichern, zumal auch die aktuellen Fünfer und Sechser mangels Masse gemeinsam unterrichtet werden. Die Hauptschüler, die derzeit die Hohensteinschule besuchen, sollen dort noch bis zum Schulabschluss unterrichtet werden. Dann ist Ende.

»Was machen wir mit den frei werdenden Räumen?« Bei dieser Frage geht es dem Bürgermeister und seinem Gemeinderat auch um die Sicherung des Schulstandorts, der schließlich einiges zu bieten hat, wie Zeller jetzt bei einem Pressegespräch betonte, etwa die Lage im Grünen bei trotzdem guter Erreichbarkeit, Sportangebote direkt vor der Tür und ein modernes Schulhaus, in das die Gemeinde in den vergangenen Jahren an die zwei Millionen Euro investiert hat. Von all dem könnte das Albgymnasium als Mieter profitieren. Die Hohensteiner Grundschule soll erhalten und »in kein-ster Weise beeinträchtigt« werden, das ist Zeller wichtig.

Während die Hauptschule in Hohenstein von Jahr zu Jahr kleiner wird, soll das Albgymnasium Schritt um Schritt wachsen. Im Schuljahr 2014/15 will Ingrid Rück mit einer fünften Klasse von 24 Schülern starten – wenn bis dahin alle Hürden genommen sind, von der Gründung der Genossenschaft bis zur Genehmigung durch das Regierungspräsidium. Jahr um Jahr soll dann eine weitere Klasse dazukommen. Fachräume und Schulhof will sich das Albgymnasium mit der Hohensteinschule teilen. Das Kollegium sei offen für ein Miteinander, zumal im pädagogischen Konzept der geplanten Privatschule viel von dem zu finden sei, was auch den Grund- und Hauptschullehrern in Hohenstein wichtig ist, meinten Schulleiter Klaus Käppeler und seine Stellvertreterin Tanja Glück. Und auch Johannes Schwörer begrüßt die Initiative in mehrfacher Hinsicht: Als Vorsitzender des Schulfördervereins sieht er den Schulstandort gesichert, als Arbeitgeber setzt er darauf, dass ein Gymnasium am Ort die Attraktivität seiner Arbeitsplätze noch erhöht. Schwörers Fertighaus-Unternehmen war von Anfang an einer der Unterstützer des Privatgymnasiums auf der Alb – und soll das auch bleiben, wie der Geschäftsführer bekräftigte.

Unterstützer wird das Albgymnasium vor allem in der Anfangszeit brauchen: Drei Jahre muss sich jede Privatschule komplett selbst finanzieren, bevor sie mit Geld vom Staat rechnen darf. (GEA)

Albgymnasium

Nachhaltig und praxisorientiert soll am Albgymnasium gelernt werden, sagt Initiatorin Ingrid Rück. Die Schule ist als Ganztagseinrichtung von 8 oder 8.30 bis 16 Uhr konzipiert. Jeder Schüler soll dort seinen festen Arbeitsplatz bekommen, an dem auch die »Hausaufgaben« erledigt werden. Damit die Lerninhalte besser hängen bleiben, soll in Themen gelernt und wann immer möglich der Bezug zur Praxis gesucht werden. »Raus aus dem Schulhaus und gucken, wie die Welt funktioniert«, beschreibt Rück ihren Ansatz. Das Wichtigste sei, dass die Schüler Spaß am Lernen haben. Pro Schüler soll ein Schulgeld von monatlich 300 Euro in den ersten drei Jahren, später dann von 150 Euro verlangt werden. (dew)

Quelle: Gea vom 09.07.13, Autorin und Foto: Christine Dewald

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