Klaus Käppeler gratuliert Firma Vöhringer zur Verleihung der Wirtschaftsmedaille des Landes

Das 1921 in Pfullingen gegründete und heute in Trochtelfingen beheimatete Unternehmen ist zusammen mit Tochterfirmen ein Systemanbieter rund um den Werkstoff Holz. Die V-Group ist international tätig, beschäftigt an mehreren Standorten rund 200 Mitarbeiter und hat Niederlassungen in Frankreich und China.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Käppeler gratulierte Seniorchef Hermann Vöhringer sowie den beiden Geschäftsführern Jürgen Vöhringer und Thomas Vöhringer, die zur Festveranstaltung und Preisverleihung im Stuttgarter Neuen Schloss persönlich erschienen waren. „Die Auszeichnung zeigt, dass sich mittelständische Unternehmen national wie international behaupten können, ohne dabei auf hohe Umweltstandards und gesellschaftliches Engagement zu verzichten“, sagte Käppeler.

Ihn freue besonders, dass mit der Vöhringer GmbH ein Unternehmen aus dem ländlichen Raum zu den Preisträgern gehört. „Die Vöhringer-Unternehmensgruppe ist für die Alb ein wichtiger Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb, die Unternehmensspitze engagiert sich in Branchengremien und Fachausschüssen“, stellte der SPD-Wahlkreisabgeordnete heraus. Die regionale Anbindung, so Käppeler, gehöre zum Selbstverständnis des Unternehmens und sei ein wichtiges Element der Firmenpolitik.

Ministerialdirektor Daniel Rousta, der den verhinderten SPD-Wirtschaftsminister Nils Schmid bei der Feier vertrat, stellte das Engagement aller Preisträger in den Mittelpunkt seiner Laudatio. Rousta übermittelte den Geehrten den besonderen Dank des Ministers: „Unser Land hat sich nur so schnell von der Finanz- und Wirtschaftskrise erholt, weil Persönlichkeiten wie Sie das gute Fundament unserer Wirtschaft sind.“

Klaus Käppeler erneut in den Vorstand der Kreis-SPD gewählt

Sebastian Weigle stellt weitere zwei Jahre den Vorsitz, unterstützt von seinen drei Stellvertretern Daniela Harsch (Stadtverbandsvorsitzende Reutlingen), Rebecca Hummel (Ortsvereinsvorsitzende Eningen) und Klaus Käppeler MdL (Ortsverein Zwiefalten). Beisitzer sind Thomas Keck (Bezirksbürgermeister Betzingen, neu gewählt), Jochen Klass (Ortsvereinsvorsitzender Münsingen, neu gewählt), Florian Lang (Ortsverein Echaztal, wiedergewählt), Angela Madaus (Ortsvereinsvorsitzende Pliezhausen-Walddorf-Häslach, wiedergewählt), Mike Münzing (Bürgermeister Münsingen, wiedergewählt), Teslime Top (Ortsverein Betzingen, wiedergewählt), Britta Waschl (Ortsverein Echaztal, neu gewählt), Heidi Zieske (Ortsverein Eningen, neu gewählt). Die Schriftführung übernimmt ab sofort Steffen Schwarz vom Ortsverein Wannweil, der Florian Lang ersetzt. Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit liegt weiter in den Händen von Katja Fischer vom Ortsverein Münsingen. Verabschiedet wurden Birgit Greinek und Jürgen Vietense.

Die Auszählpausen wurden für rege Diskussionen genutzt, zur bevorstehenden Volksabstimmung, zum Stand der Umsetzung der Bildungsreform, zum Ausbau der erneuerbaren Energien im Ländle und auch zur Parteireform.

Die Kreisdelegierten waren sich einig, dass die SPD für die Volksabstimmung werben wird, unabhängig vom Ergebnis. "Den Menschen muss veranschaulicht werden, dass sie hier Demokratie sprichwörtlich mitmachen können", so Mike Münzing, "man kann hier das Kürzel SPD auch mit Sei Politisch Deutschland übersetzen." Der Kreisverband wird zur Volksabstimmung eine Informationsveranstaltung im November abhalten. Zur Parteireform lud Kreisvorsitzender Sebastian Weigle zu einem Stadtparteitag in Reutlingen am 5. Oktober ein. Hier würden die Reformpunkte nochmals vorgestellt und könnten gemeinsam diskutiert werden. Das Thema Bildung nahm wieder einen wichtigen Part in der Diskussion ein. Dazu konnte Klaus Käppeler direkt aus dem Landtag berichten. Unterstrichen wurde die Aussage, dass die Kommunen beim anstehenden Ausbau und Veränderungen bei Kinderbetreuung und Schulbildung unterstützt werden müssen.

Das Konzept Gemeinschaftsschule trifft den Nerv im Schulwesen: Bereits 200 Anträge zur Umsetzung liegen der Landesregierung vor, davon stehen 30 Schulen im Fokus für die weitere Entwicklung. Dazu müssen die Schulen in der Regel zweizügig und Ganztagesschule sein. Außerdem muss ein pädagogisches Konzept vorliegen, wie gemeinsames Lernen und individuelles Fördern organisiert werden soll.

In den Hauptschulen wird die Notenhürde für das zehnte Schuljahr abgeschafft. Das heißt: Schüler können, wenn sie möchten, unabhängig von ihrem Notendurchschnitt die Hauptschule mit dem zehnten Schuljahr abschließen und haben damit einen mittleren Bildungsabschluss. Der neue Kreisvorstand nimmt sich für die nächsten zwei Jahre mehr inhaltliche Arbeit und die Unterstützung der Ortsvereine vor. Finanziell steht der Kreisverband auf einem soliden Fundament, die Kasse wird weiter durch Albrecht Henes vom Ortsverein Südstadt geführt, der die Finanzen bereits seit sechs Jahren betreut.

Quelle: SWP vom 22.09.2011

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SPD-Ortsverein Metzingen besucht Grafeneck

In Buttenhausen verschwand die jüdische Gemeinde während des 3. Reiches. Ein Friedhof und eine Gedenkstätte erinnern heute an diese Zeit. Immerhin entstammte eine politische Persönlichkeit der Gemeinde: Matthias Erzberger, ein Publizist und Zentrumspolitiker, der 1921 von Rechtsradikalen ermordet wurde.

Ganz anders die Geschichte von Grafeneck. Aufgetaucht ist Grafeneck als Gründung eines Schlosses der württembergischen Könige, das anfangs auch durch Um- und Anbauten eine stattliche Größe hatte. Nach wechselvoller Geschichte wechselte der Besitz zu Beginn des letzten Jahrhunderts an die Samariter Stiftung, die dort ein Heim für behinderte Menschen schuf.

Ende des Jahres 1939 beschlagnahmte das Württembergische Innenministerium das Gelände, um dort „Zwecke des Reiches“ umzusetzen. Geplant war dort die Umsetzung der Maßnahmen der Euthanasie, die in Berlin in der zentralen Planungsbehörde als „Aktion T 4“, benannt nach dem Sitz in der Tiergartenstraße 4, beschlossen worden waren. Es sollten Behinderte als „Belastung der Volkswirtschaft beseitigt“ werden. Weitere 5 solche Anstalten folgten verteilt über das gesamte Reichsgebiet. Aber in Grafeneck begann die Massenvernichtung „menschlich unwerten Lebens“! Es war der Beginn der „systematisch-industriellen Ermordung“ von Menschen im 3. Reich. Die Spuren der Täter führen in die danach entstehenden Vernichtungslager im Osten des Reiches!

In Grafeneck wurden innerhalb 1 Jahres 10.654 geistig Behinderte und psychisch Kranke ermordet. Sie stammten alle aus dem Südwesten/Westen des Reiches. Eine unvorstellbare Anzahl, aber auch Tat, die das unmenschliche Regime des 3. Reiches demaskierte. Verbracht wurden die Betroffenen per „grauem Bus“ aus ihren Pflegeheimen direkt in die Gaskammern.

Unvorstellbar ist, dass Niemand etwas bemerkt haben will.

Alle Teilnehmer des Besuchs in Grafenberg waren geschockt über die Dokumentation der Gräueltaten. Sie konnten die Unmenschlichkeit kaum fassen. Näher gebracht wurde das Geschen in Grafeneck durch die kompetenten Ausführungen von J. Klaß vom OV Münsingen der SPD, auf dessen Einladung die Metzinger in Grafeneck waren.

Grafeneck ist durch seine Gedenkstätte, den Friedhof und das Namensbuch, in dem alle Ermordeten namentlich aufgeführt sind, eine Stätte der Erinnerung geworden, die vor unserer Haustüre auf die Gräueltaten der Vergangenheit aufmerksam machen.

Erinnern kann und muss Bestand haben, damit sich solche Auswüchse der Unmenschlichkeit nicht wiederholen (können)!

Eventuell kann dieser Beitrag dazu beitragen, dass das Erinnern wach gehalten wird und Einige es als Aufforderung für einen Besuch der Gedenkstätte Grafeneck verstehen.

(Autor: Jürgen Fromhold)

Klaus Käppeler im Interview mit der Hohenzollerischen Zeitung

Der Genosse aus Zwiefalten ist nach einer unfreiwilligen Auszeit wieder da: Klaus Käppeler war vor fünf Jahren nicht mehr in den Landtag reingekommen, dem er zuvor seit 2001 angehört hatte. Der Lehrer, inzwischen Rektor der Grund- und Hauptschule Hohenstein, hielt aber tapfer durch und war auch in den fünf Jahren Zwangspause sehr präsent im für die SPD verwaisten Bananenwahlkreis. Am 27. März dieses Jahres bekam er die Quittung: Allen Unkenrufen übers schlechte Abschneiden seiner Partei zum Trotze ist Käppeler wieder eingezogen ins Landesparlament. Dort ist er Mitglied im Ausschuss Schule, Jugend und Sport und im Ausschuss Ländlicher Raum und Verbraucherschutz.

Der Sozialdemokrat ist heute der Vierte in der kleinen HZ-Interviewreihe zu den ersten 100 Tagen Grün-Rot in Baden-Württemberg. Und los gehts:

Wie lautet Ihr Kommentar zu Ihren eigenen ersten 100 Tagen im Landtag?

KLAUS KÄPPELER: Nach wie vor empfinde ich es als sehr spannend und befriedigend, die Regierungsverantwortung mitzutragen. Die Aufbruchstimmung im Land spüre ich bei allen Begegnungen mit den Menschen im Wahlkreis. Vor allem hinsichtlich unseres Politikstils, der sich gerade durch seine Transparenz sehr von jenem der Vorgängerregierung unterscheidet, bekomme ich viele positive Rückmeldungen. In Sachen Bildungspolitik werden die ersten Weichen bereits gestellt, um unsere Schulen sozial gerechter und gleichzeitig leistungsstark zu machen.

Und wie sind Sie mit Grün-Rot zufrieden?

KÄPPELER: Mit der bisherigen Arbeit unserer Koalition bin ich sehr zufrieden. Allerdings wird jeder verstehen, dass Veränderungen nach 58 Jahren CDU-Regierung behutsam angegangen werden müssen. Die ersten Monate unserer Regierungsarbeit waren wir daher neben teilweiser Kursänderungen auch umfangreich und in allen Ressorts mit der Bestandsaufnahme beschäftigt. Die Rückmeldungen, die ich persönlich aus der Bevölkerung bekomme, sind durchweg positiv und bestätigen mich in unserem Weg.

Gibt es im Ländle eigentlich auch noch andere Themen als Stuttgart 21? Was kommt Ihrer Meinung nach viel zu kurz?

KÄPPELER: Derzeit wird leider tatsächlich vieles von Stuttgart 21 überlagert, allerdings werden die Menschen auch zunehmend dieses Themas überdrüssig. Meiner Meinung nach spielt das Thema Energiewende in der öffentlichen Wahrnehmung noch eine zu geringe Rolle, und ich hoffe, dass sich das nach dem von uns angestrebten Volksentscheid zu S 21 ändert. Zum anderen finden die Weichenstellungen in der Bildungspolitik momentan zu wenig Beachtung: Der Wegfall der verpflichtenden Grundschulempfehlung und die Einführung der Gemeinschaftsschule sind tiefgreifende Projekte, die die Bildungslandschaft in Baden-Württemberg verändern wird. Diese Themen hätten in der Medienlandschaft mehr Aufmerksamkeit verdient.

Welche Farbe(n) hat Ihrer Meinung nach die nächste Landesregierung?

KÄPPELER: Rot-Grün.

(Quelle: Hohenzollerische Zeitung vom 3.9.2011, Autor: Ernst Klett)

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