Metzinger SPD unterstützt Klaus Käppeler

 

Bei der Versammlung  stand neben den Neuwahlen die Vorstellung des Landtagskandidaten Klaus Käppeler im Vordergrund.

 

Käppeler, der schon eine Wahlperiode im Landtag gewesen ist und bei der letzten Wahl knapp nicht mehr wiedergewählt worden ist, wurde bei der Kandidatenaufstellung des Bananenwahlhreis einstimmig wieder als Kandidat aufgestellt.

 

„ Ich spüre die Erwartungshaltung im Wahlkreis. Das einstimmige Votum. dass ich als Kandidat antreten soll ist für mich ein gewaltiger Schub zu dem  Ziel, diesmal wieder den Einzug in den Landtag tz schaffen“. Er werde, ebenso wie in der Vergangenheit, die Anwesenheit vor Ort suchen, um so das Vertrauen der Bürgerinnen  und Bürgern zu gewinnen und sie davon zu überzeugen, dass es wichtig und richtig ist, an der Landtagswahl teilzunehmen.

Käppeler hat auch während der vergangen Jahre, in denen er nicht im Kreistag an vielen Veranstaltungen in Metzingen teilgenommen, um den Kontakt zu der Bürgerschaft zu erhalten.

 

Käppeler, der von Beruf Rektor an der Grund- und Hauptschule in Hohenstein ist, verfügt über eine reiche Erfahrung als Lehrer. Er sagt“ Hauptschüler sind nicht weniger wert als andere Schüler“ und spricht sich klar für das längere gemeinsame Lernen der Kinder aus. Er steht damit voll im Gegensatz zu der gegenwärtigen Regierungspartei und deren Kandidaten im Wahlkreis.

 

Käppeler will für die Bevölkerung seines Wahlkreises ein ständiger Ansprechparten sein, nicht nur vor Wahlen, sondern auch während der Wahlperiode, so wie er es bisher gehalten hat, auch wenn er eine Periode nicht im Landtag vertreten war..

 

Die Metzinger Sozialdemokraten wollen Käppeler mit allen Kräften unterstützen, damit er das so unglücklich verlorene Mandat wieder zurückgewinnen kann. Sie erwarten von ihm und der SPD im Landtag,  eine Politik, die auch Landespolitik wieder glaubwürdig bei der Bürgerschaft macht.

 

Baden-Württemberg darf kein Land sein, in dem Steuerbetrüger keine zu Angst haben brauchen erwischt z u werden. „Wir brauchen endlich wieder einen Abgeordneten, der die Interessen des arbeitenden Menschen, der Rentner und vielen Väter und Mütter im Landtag vertritt, die nicht über die hohen Einkommen verfügen“ so die einhellige Meinung der Versammlung. Sie erwarten von ihrem Landtagskandidaten, dass er als Abgeordneter dafür eintreten wird, dass die Lasten gerecht verteilt werden. Gerade in den Zeiten der hohen Staatsverschuldung, von Lothar Späth bis Mappus und der CDU herbeigeführt, braucht man Abgeordnete, die sich ihren Wählern verpflichtet fühlen. Dabei dürfen aber andere Themen, wie der Atomausstieg, die Integration aller Kinder und die Innere Sicherheit nicht zu kurz kommen. Klaus Käppeler ist für die Metzinger Genossinnen und Genossen der Mann, der dies  für den Wahlkreis machen kann.

 

Vor der Diskussion  mit Klaus Käppeler wurde der neue Vorstand gewählt. Der bisherige Vorstand hat aus beruflichen und familiären Gründen auf die Wiederwahl verzichtet. Der ausscheidende Vorsitzende Michael Stasny wurde mit großem Beifall verabschiedet. Die SPD ist vielleicht die Partei, die am stärksten darunter leidet, welche Flexibilität heute von einem Arbeitnehmer verlangt wird. Es haben sich deshalb Genossinnen und Genossen zur Verfügung gestellt, die diesem Druck nicht mehr so ausgesetzt sind.

 

Als Vorsitzender wurde Günter Hoch gewählt, zu seinem Stellvertreter Jürgen Fromhold,

Kassierer wird Georg Bräuchle, Schriftführer Karl Ott.

Brust und Prostata: Vorsicht Vorsorge?

 

Herzliche Einladung

 

zu einer Veranstaltung des SPD – Ortsvereins Zwiefalten-Hayingen:

 

Brust und Prostata: Vorsicht Vorsorge?

 

Dr. med. Horst Prautzsch zu

„Für und Wider von Vorsorgeuntersuchungen“

nach wissenschaftlichen Erkenntnissen verständlich dargelegt.

 

Der Geschäftsführer der AOK Neckar-Alb, Hans Willi Kies wird gegebenenfalls Fragen zum Versicherungsschutz beantworten.

 

Dienstag, 8. Juni 2010, 20.00 Uhr

Indelhausen, Gasthof Hirsch, Nebenzimmer

 

Herzlich eingeladen sind alle interessierten Frauen und Männer.

Klaus Käppeler

                              

Energie für leere Kühlschränke

Der Moderator Klaus Käppeler, SPD-Landtagskandidat und Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Zwiefalten-Hayingen, gab eine kurze Zusammenfassung über den Stand der Dinge und stellte die Diskussionsfragen in den Raum: Jährlich schrumpft die Zahl der aktiven Landwirte um drei Prozent. Mittlerweile werden zwölf Prozent der landwirtschaftlichen Fläche für die Erzeugung von Biomasse für Biogasanlagen verwendet.

Liegt die Zukunft der Landwirte in der Produktion von Nahrungsmitteln oder in der Erzeugung von Energie? Hat die Landwirtschaft auf der Alb überhaupt eine Chance im großen Kampf der Erzeuger? Was passiert mit der Kulturlandschaft, wenn die Landwirtschaft zu Grunde geht? Kann sich die EU Landwirtschaft überhaupt noch leisten?

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Gerster aus Biberach beschrieb die schwierige europäische Finanzsituation und unterstrich, dass er die Zukunft der Landwirtschaft im Bekenntnis zu "Biobutter und Biogas" sehe.

Die Landwirte auf der Alb sollten nicht ausschließlich zu Energiewirten werden, sondern weiter die Ernährung sichern. Jedoch mit dem Augenmerk auf Qualität, Ökologie und Tradition, denn im Wettbewerb um "billig und schnell" habe die Landwirtschaft auf der Alb keine Chance. Der SPD-Landtagsabgeordnete Fritz Buschle aus Tuttlingen sprach sich dafür aus, die Finanzkrise als Chance zu erkennen. Mit einer gemeinsamen Linie hätten die Verbände jetzt die Möglichkeit, bei den Verbrauchern und in Europa für ihre regionale Landwirtschaft geschlossen zu werben.

Werner Hack, stellvertretender Leiter des Landwirtschaftsamtes Münsingen, beleuchtete die konträre Entwicklung von Milchmarkt und Biogaserzeugung in der Region. Die Marktentwicklung im Milchsektor würde für den Landwirt zunehmend unkalkulierbar. Die Anzahl der Milchkühe in der Region sei in den vergangenen zehn Jahren um 3000 zurückgegangen. Somit müsse das frei werdende Grünland anders genutzt werden. Der Maisanbau hingegen habe sich in den letzten zehn Jahren verdreifacht und belege heute 15 Prozent der Ackerfläche. Der Trend gehe demnach eindeutig in Richtung "Biogas statt Billigbutter", der Aspekt der Wirtschaftlichkeit stehe bei der Entscheidung der Landwirte dabei verständlicherweise an erster Stelle.

Jedoch warb Hack für eine an den Standort angepasste Auswahl der Energiepflanzen, um das Grundwasser weniger zu belasten. Zudem müsse das Problem der Energieverluste durch die ungenutzte Abgabe der anfallenden Wärme bei der Biogaserzeugung gelöst werden. Doch mit einem schlüssigen Wärmekonzept und dem nötigen Augenmaß bei den Genehmigungsverfahren sieht Hack in der Biogastechnologie die Technologie der Zukunft.

Gottfried May-Stürmer, Geschäftsführer des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) aus Heilbronn, sieht in der Biogasgewinnung aus Mais eine Fehlentwicklung. Jede Form der Intensivierung schade dem Artenschutz. Gleichgültig ob bei der Gewinnung von Kraftfutter für Milchkühe oder bei der Erzeugung von Energiepflanzen für Biogasanlagen. May-Stürmer regte an, Fördergelder an die Bauern zu bezahlen, die mit ihrer Arbeit der Gesellschaft dienen. Der BUND-Geschäftsführer nannte als belohnenswerte Leistungen den Erhalt der Artenvielfalt, den Gewässerschutz und die Produktion von erneuerbarer Energie. Milch solle aus Grünlandfutter entstehen, erneuerbare Energie aus Grünland-Biogas und Photovoltaik.

Den Abschluss in der Runde der Referenten machte der Vorsitzende des Kreisbauernverbands Reutlingen, Gebhard Aierstock. Das Problem der Bauern sei allgemein die Lebensmittelproduktion, nicht nur der Milchpreis, betonte Aierstock. Die Preise stimmten nicht mehr, der Landwirt habe im Durchschnitt ein Bruttoeinkommen von 19 200 Euro im Jahr, nach Abzug aller Verbindlichkeiten blieben dabei unter dem Strich gerade mal jährlich 1000 Euro für die Kapitalbildung übrig. Die Zukunft der Bauern sei nicht mehr kalkulierbar, obwohl gerade die Bauern einen für die Gesellschaft elementaren Bereich sichern würden: die Versorgung mit Lebensmitteln.

Der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes sieht für die Bauern auf der Alb nur dann eine Zukunft, wenn sich die Marktkultur ändere. Die Landwirtschaft hier müsse sich auf ihre Regionalität besinnen, eigene Wertschöpfungsketten bilden, innerhalb derer jeder Beteiligte davon leben könne. Wenn aus Landwirten in Zukunft reine Energiewirte würden, säßen wir bald um einen leeren Tisch. Jedoch könnten wir uns noch an dem Licht aus selbst erzeugtem Ökostrom erfreuen, zog Aierstock als Fazit aus seinen Ausführungen.

Alb Bote online 15.05.2010

Fotos: Frank Schröder, SPD Sonnenalb

Billigbutter oder Biogas – Zukunft der Bauern auf der Alb

Immer wieder berichten die Medien über die Forderung der heimischen Bauern nach einem fairen Milchpreis von 40 Cent pro Liter für den Erzeuger. Die Preise für Getreide scheinen derweil ins Bodenlose zu fallen. Dem gegenüber stehen das Diktat der großen Handelsketten und der Wunsch der Konsumenten nach qualitativ hochwertigen und preisgünstigen Lebensmitteln. Wer saubere Lebensmittel haben will, muss auch einen fairen Preis dafür bezahlen, so die Forderungen aus der Landwirtschaft. Gleichzeitig scheinen Biogasanlagen wie Pilze aus dem Boden zu schießen. Ist Energiegewinnung die Zukunft der heimischen Landwirtschaft? Welche Folgen hat das alles für Markt und Verbraucher? Welche Chancen ergeben sich aus dem Strukturwandel?

 

Diesen Fragen und Themen stellen sich die Referenten in ihren Statements. Anschließend freuen wir uns auf eine rege Diskussion mit Landwirten und Verbrauchern.

 

Dienstag, 11.05.2010 – 20 Uhr

Hohenstein-Bernloch Schützenhaus Brechhölzle

Beim Brechhölzle 1 ; 72531 Hohenstein (Saal im Restaurant)

B312 Bernloch – Abzweig nach Meidelstetten

 

Impulsreferate von

Martin Gerster, Biberach, SPD MdB

Fritz Buschle, Tuttlingen, SPD Landtagsfraktion,

                         Stellv. Vorsitzender des Arbeitskreises Ländlicher Raum

Gottfried May-Stürmer Heilbronn, BUND Bund f. Umwelt u. Naturschutz

Gebhard Aierstock, Zwiefalten Kreisbauernverband

 

Moderation Klaus Käppeler, Zwiefalten

 

Eine Veranstaltung des SPD Ortsvereins Sonnenalb

Bildungspolitik mit den Jusos

Der Vorsitzende der Jusos Marius Thoy begrüßte alle anwesenden politisch Interessierten und übergab das Wort an Klaus Käppeler. Käppeler, Landtagsabgeordneter von 2001 bis 2006, ist seit dem Schuljahr 2007/2008 Schulleiter der Hohensteinschule und somit direkt am aktuellen Geschehen. Er stellte klar heraus, dass der Staat dafür zu sorgen hat, dass jedem der gleiche Zugang zur Bildung möglich ist, unabhängig von seiner Herkunft. Deutschland versäume es, allen gleiche Lebenschancen zu eröffnen und das wirtschaftliche Potential aus dem Wissen aller Menschen voll auszuschöpfen. So werde in unserem Bildungssystem zu früh über Bildungswege und -chancen entschieden.

 

Käppeler fordert demnach ein Schulsystem, in dem Kinder so lange wie möglich zusammen und voneinander lernen, verbunden mit besserer individueller Förderung, was in einer gemeinsamen Schule bis zur zehnten Klasse zu erreichen wäre. Gerade in den Siegerländern der PISA-Studie sei genau dies schon lange realisiert und die dortigen Erfahrungen zeigen klar, dass ein längeres gemeinsames Lernen nicht nur den Lernschwachen, sondern auch den Lernstarken zugute kommt. Nur so lasse sich die Abhängigkeit der Bildungschancen von der sozialen Herkunft aufbrechen, die in keinem anderen Bundesland wie in Baden-Württemberg so stark ausgeprägt sei.

Auch der Ausbau von Ganztagesschulen ist ein dringendes Anliegen Käppelers. So sollen Schulen sich zu einem Ort des Lernens und des sozialen Miteinander entwickeln und neben der Familie zu einem Lebensmittelpunkt der Kinder und Jugendlichen werden. Dabei werden Eltern entlastet und die Kinder können ihre Stärken entdecken und entwickeln.

 

Mit der Werkrealschule führt die CDU/FDP-Landesregierung zum Schuljahr 2010/2011 zwar einen vierten weiterführenden Schultyp ein, an dem Problem des dreigliedrigen Schulsystems ändere sich aber nichts. Denn bei der Grundschulempfehlung wird die Werkrealschule mit der Hauptschule gleichgesetzt. So sei keinesfalls zu erkennen, dass die Werkrealschule eine gleichwertige Alternative in der Akzeptanz bei Eltern und in der Wirtschaft zur Realschule darstelle.

 

Nach einem Dank von Marius Thoy an Klaus Käppeler für sein Kommen und seine Ausführungen zur Bildungspolitik wurde, weiterhin in lockerer Atmosphäre, über andere aktuelle politische Themen gesprochen und diskutiert. Klar stellte sich heraus, dass Klaus Käppeler, der im April einstimmig für die nächste Landtagswahl nominiert wurde, sich auf die volle Unterstützung der Jusos Haigerloch/Hechingen verlassen kann.