Zukunft der Progymnasien in Baden-Württemberg

Antrag der Abg. Klaus Käppeler u. a. SPD

Der Landtag wolle beschließen, die Landesregierung zu ersuchen

zu berichten,

  1. an welchen Standorten in Baden-Württemberg Progymnasien bestehen und wie sich an den jeweiligen Schulen die Schülerzahlen in den letzten fünf Jahren entwickelt haben;
  2. welche Progymnasien in den letzten drei Jahren einen Antrag auf Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe gestellt haben und mit welcher Begründung; wie und anhand welcher Kriterien diese Anträge beschieden wurden;
  3. welchen Progymnasien bei der Einführung der Oberstufe und dem damit verbundenen Umbau zu Vollgymnasien das sprachliche Profil versagt wurde und aus welchen Gründen;
  4. wie der Übergang von einem Progymnasium zu einem Vollgymnasium nach der generellen Einführung des achtjährigen Gymnasiums geregelt wird und nach welchem Schuljahr der Abschluss der Mittleren Reife erreicht wird;
  5. welchen Stellenwert Progymnasien mit der generellen Einführung des achtjährigen Gymnasiums in Baden-Württemberg (noch) haben; ob beabsichtigt ist, mit der generellen Einführung des achtjährigen Gymnasiums den Gymnasialtyp „Progymnasium“ abzuschaffen, bzw. ob und welche Progymnasien im Land mit langfristig sinkenden Schülerzahlen von einer Schließung bedroht sind.

Stuttgart, 6. Mai 2003

Käppeler, Zeller, Christine Rudolf, Bayer, Dr. Caroli, Margot Queitsch, Wintruff SPD

Begründung:

Mit der generellen Einführung des achtjährigen Gymnasiums in Baden-Württemberg, aber auch mit langfristig sinkenden Schülerzahlen verlieren die Progymnasien in Baden-Württemberg an Attraktivität. Aus Sorge um ihre Existenz haben einige Progymnasien im Land bereits Anträge auf Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe gestellt und genehmigt bekommen.
Schulträger und Eltern stellen sich nun zu Recht die Frage, welche Auswirkungen die generelle Einführung des achtjährigen Gymnasiums sowie langfristig sinkende Schülerzahlen auf Progymnasien im Land haben und ob, in welcher Form und in welcher Funktion ihr „Gymnasium vor Ort“ überhaupt Zukunft hat.

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