Unterrichtsversorgung RT

Die Unterrichtsversorgung im Landkreis Reutlingen hat sich in vielen Bereichen weiter verschlechtert. Vor allem an Realschulen, Gymnasien und Beruflichen Schulen werden die Klassen immer größer. Das bestätigt die Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Klaus Käppeler.

Engpässe bei der Unterrichtsversorgung gab es an den Gymnasien im Kreis vor allem in den Fächern Musik, Bildende Kunst und Sport. An den beruflichen Schulen gibt es in allen berufsbezogenen Fächern sowie in Englisch, Deutsch und Religion Probleme, gesteht das Kultusministerium in der Antwort auf die Landtagsanfrage des SPD-Abgeordneten Klaus Käppeler ein.

Laut Zahlen aus dem Ministerium sind die Klassen an Haupt- und Realschulen, Gymnasien sowie an den Beruflichen Schulen im Kreis in den letzten Jahren immer größer geworden. Allein in den letzten vier Jahren hat sich die durchschnittliche Klassenstärke an Realschulen von 27,7 Schülern pro Klasse auf 28,8 im letzten Schuljahr erhöht. „Im neuen Schuljahr ist mit noch größeren Klassen zu rechnen, weil die Schülerzahlen an den weiterführenden Schulen weiter ansteigen und zu wenig neue Lehrer eingestellt wurden“, befürchtet der Landtagsabgeordnete Klaus Käppeler mit seinem Kollegen Rudolf Hausmann, „Bei Klassen, die aus allen Nähten platzen, wird die Belastung der Lehrer immer größer und die so wichtige individuelle Förderung der Kinder wird immer schwieriger. Der Landkreis Reutlingen ist hier keine Ausnahme.“ Die Behauptung der Kultusministerin, die Unterrichtsversorgung sei im neuen Schuljahr so gut wie nie zuvor, werde durch Zahlen aus ihrem eigenen Ministerium widerlegt, so der SPD-Abgeordnete Klaus Käppeler.

Die komplette Antwort der Landesregierung auf die Anfrage des Abgeordneten Klaus Käppeler ist im Internet auf der Homepage des Landtags unter www.landtag-bw.de abrufbar.

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