Unterrichtsausfall an Berufsschulen

STUTTGART. (rei) Der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Käppeler unterstützt die Forderung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Reutlingen nach einer Verbesserung der Situation an den Berufsschulen. Nach Erkenntnissen der IHK bewegt sich der Unterrichtsausfall in den zum Kammerbezirk gehörenden Landkreisen Reutlingen, Tübingen und Neckar-Alb derzeit zwischen 10 und 22 Prozent. In einem Schreiben an den Kammerpräsidenten verwies Käppeler auf jüngste Anfragen der SPD-Landtagsfraktion und kündigte weitere Schritte an.

„Die SPD-Fraktion hat in mehreren parlamentarischen Initiativen auf die absolut unbefriedigende Situation an den beruflichen Schulen hingewiesen“, schrieb Käppeler an IHK-Präsident Eberhard Reif. Käppeler hält insbesondere die von der Landesregierung angekündigte Erhöhung der Lehrerdeputate um eine Stunde für kontraproduktiv. Käppeler: „Das trägt kaum zur Motivation bereits schon überlasteter Lehrer bei, und die Unterrichtssituation verbessert sich auch nur in der Statistik.“

Eine wesentliche Änderung sei nur durch Neueinstellungen zu erreichen. Der SPD-Abgeordnete befürchtet aber, dass die zugesagten Stellen der Konsolidierung des Landeshaushaltes zum Opfer fallen könnten. Für seine Fraktion stellte Käppeler klar: „Die Ausbildungsbetriebe dürfen sich darauf verlassen, die SPD wird sich mit den bisherigen Konzepten der Landesregierung nicht zufrieden geben.“

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