Neue Pflegeausbildung sinnvoll

HECHINGEN/STUTTGART. (rei) Der SPD-Wahlkreisabgeordnete Klaus Käppeler hat eine Weiterentwicklung der Pflegeausbildung vorgeschlagen. In einem Schreiben an Landessozialministerin Tanja Gönner (CDU) wirbt der Abgeordnete für eine Zusammenführung der bislang getrennten Ausbildungsgänge im Pflegebereich. Käppeler spricht sich für ein Modellprojekt an der Berufsfachschule für Altenpflege in Hechingen aus. Ein entsprechender Vorschlag kommt vom Leiter der Hechinger Schule, Oberstudiendirektor Johann Schuler.

„Es wäre sinnvoll, die Ausbildungswege der drei bislang getrennten Pflegeberufe zunächst mit einem gemeinsamen Abschluss zusammenzuführen“, schrieb der SPD-Abgeordnete an die Ministerin. Die Auszubildenden hätten die Möglichkeit, sich anschließend in einem der Tätigkeitsfelder Altenpflege, Krankenpflege oder Kinderkrankenpflege zu spezialisieren und ihre Kenntnisse zu vertiefen. „Auf lange Sicht werden weniger Ausbildungsplätze und Schulen zur Verfügung stehen, deshalb ist eine frühzeitige Diskussion neuer Ausbildungsmodelle schon heute notwendig“, begründete Käppeler seinen Vorstoß.

Ein entsprechendes Konzept werde bereits seit Oktober 2002 am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart praktisch erprobt. Käppeler: „Das Modell funktioniert, die Ergebnisse sind viel versprechend.“ Der Abgeordnete verwies auf die Bereitschaft der Berufsfachschule für Altenpflege in Hechingen, einen ähnlichen Modellversuch in Zusammenarbeit mit den Krankenpflegeschulen der Region zu starten.

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