Modellprojekt LIPSA

Antrag der Abg. Klaus Käppeler u. a. SPD

Modellprojekt LIPSA (Lern-, Interessen-, Persönlichkeitsbildende Schüler-Angebote)

Der Landtag wolle beschließen, die Landesregierung zu ersuchen

zu berichten,

  1. wie viele Hauptschulen sich insgesamt und prozentual seit der Einführung des Modellprojekt LIPSA jährlich am Modellprojekt haben;
  2. wie viele Unterrichtsstunden insgesamt und durchschnittlich pro beteiligter Klasse bis einschließlich Schuljahr 2001 / 02 zusätzlich für LIPSA zur Verfügung gestellt wurden;
  3. welche positiven Erkenntnisse und welche Kritik der am Modellprojekt beteiligten Schulen rückgemeldet wurden;
  4. wie viele Hauptschulen im Schuljahr 2002 / 03 Entwicklungselemente aus dem Reformvorhaben „Guter Start in der Hauptschule“ erproben;
  5. wie viele Unterrichtsstunden im laufenden Schuljahr 2002 / 03 insgesamt und durchschnittlich pro beteiligter Klasse für LIPSA zur Verfügung gestellt werden?

Stuttgart, 23. Oktober 2002

Käppeler, Zeller, Bayer, Dr. Caroli, Margot Queitsch, Christine Rudolf, Wintruff SPD

Begründung:

Das Reformprojekt „Guter Start in der Hauptschule“ hilft, vorhandenen Defiziten bei der Persönlichkeitsentfaltung bei Hauptschülern entgegenzuwirken, ebenso soll es Interessen und Lernfreude wecken. Diese Defizite sind in der Grundschule u.a. auch deswegen entstanden, weil diese lernschwachen Schülerinnen und Schüler das Ziel Gymnasium oder Realschule nicht erreicht haben. Sie sind der Selektion zum Opfer gefallen, so dass frustrierende Lernerlebnisse, Hänseleien der Mitschüler, Erwartungsdruck der Eltern und schlechte Noten zu Problemen führen, deren Behebung viel Zeit in Anspruch nimmt.

Lehrerinnen und Lehrer befürchten, dass in Zukunft keine zusätzlichen Unterrichtsstunden mehr für das bewährte Projekt zur Verfügung gestellt werden, dass aber gerade Zeit für die Schülerinnen und Schüler als entscheidender Faktor zur Persönlichkeitsbildung und zum Wecken von Interessen angesehen wird.

Related Links

Schreibe einen Kommentar