Minister lobt die SPD und Ehrenamtliche

Laupheim „Schon fast Kult“ sei der Politische Martini der SPD-Bundestagsfraktion in Laupheim: Der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Gerster hat dazu in diesem Jahr einen prominenten Gast eingeladen. „Rot ist gut für schwarze Zahlen“, hat Nils Schmid, baden-württembergischer Landesminister für Wirtschaft und Finanzen, den mehr als 100 Gästen in der Olympia-Gaststätte erklärt. Er übernahm auch die Ehrung, die der SPD-Ortsverein an diesem Tag traditionell zwei ehrenamtlichen Laupheimer Initiativen zukommen lässt, in diesem Jahr dem Förderverein „Spätes Glück“ und der Nachbarschaftshilfe Laupheim. Die Musik dazu machte ein Jazztrio (Bernward Schäfer, Anne Stehrer und Gregor Zwickl) der Musikschule Gregorianum.

Noch sichtlich unter dem Eindruck der Bereinigungssitzung des Bundestags berichtete Gerster vom Haushalt 2015, der erstmals ohne neue Schulden auskomme und trotzdem mehr Geld unter anderem für Integrationskurse, die Bundespolizei oder das THW vorsehe. Integration und Flüchtlingshilfe war auch einer der Punkte, die Bürgermeister Rainer Kapellen dem Landesminister noch einmal – erst im August war Schmid zu einer Firmenbesichtigung in Laupheim gewesen – ans Herz legte, genauso wie das Thema Stadtsanierung und der Dauerbrenner Große Kreisstadt.

Die grün-rote Landesregierung habe es geschafft, dreimal in einer Legislaturperiode keine neuen Schulden zu machen, sagte Nils Schmid. Das Ziel sei, zukünftigen Generationen ein ökonomisch, ökologisch und gesellschaftlich intaktes Land zu hinterlassen. Mit dem „Dreiklang konsolidieren, sanieren, investieren“ habe man es geschafft, Stück für Stück den Landeshaushalt zu sanieren. Vor allem die Bereiche Pensionslasten, Instandsetzung von Landesvermögen – Landstraßen und Brücken sowie Hochschulgebäude – rückten verstärkt in den Fokus. Investieren wolle man in die „Quellen des Wohlstandes“, Wirtschaft und Bildung. „Wir wollen, dass dieses starke Land vorne bleibt“, bekräftigte Schmid. Stark sein wolle man auch für die Flüchtlinge. „Wenn’s sein muss, können wir auch noch mehr aufnehmen.“ Er versprach einem Fragesteller aus dem Publikum, die Helfer vor Ort nicht allein zu lassen. Zwar nicht „über die Steuererklärung“, wie von diesem erhofft, aber mit festen Strukturen wie Mentoren, die den freiwilligen Helfern zur Seite stehen.

Die Laudatio für die Geehrten hielt Martin Gerster. Der Förderverein „Spätes Glück“ ermögliche es mit seinen 80 ehrenamtlichen Mitgliedern seit 2011, den Menschen im Pflegeheim St. Elisabeth ein abwechslungsreiches und würdiges Leben im Alter zu leben, sei es durch finanzielle Mittel oder durch die Gestaltung des sozialen Lebens. Er überreichte stellvertretend Oskar Friede, Jürgen Köhler und Rudolf Hartmann eine Urkunde sowie die Einladung für einen viertägigen Aufenthalt in Berlin. Für die mehr als 20 Frauen der Nachbarschaftshilfe Laupheim nahm Manuela Braun die Ehrung entgegen. Die Initiative unterstütze Mitmenschen in allen möglichen Bereichen, so Gerster. Praktische Dinge wie Einkaufen oder Bügeln gehörten genauso dazu wie die persönliche Zuwendung im Gespräch oder beim Spielen. Auch die Angehörigen von Pflegebedürftigen entlasteten sie, ohne dafür bezahlt zu werden.

Quelle: ScwäbZ vom 16.11.2014

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