Landtag befasste sich mit Gauinger „Höhlenschweinen“

STUTTGART/ZWIEFALTEN-GAUINGEN. (rei) Eine Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Klaus Käppeler an die Landesregierung zur Haltung von Mastschweinen in so genannten „Höhlenställen“ hat nun den Landtag beschäftigt. In einer Sitzung des Landwirtschaftsausschusses diskutierten die Abgeordneten mit Landwirtschaftsminister Willi Stächele (CDU) über diese fortschrittliche Form der Schweinehaltung. Käppelers Initiative geht auf einen Besuch des Mastbetriebes von Landwirt Markus Schmid in Zwiefalten-Gauingen zurück.

„Bei der Beratung im Landwirtschaftsausschuss zeigte sich, dass kaum ein Mitglied mit dem Begriff Höhlenstall etwas anfangen konnte. Man assoziierte wohl zuerst Schweinehaltung wie in der Jungsteinzeit“, sagte Klaus Käppeler nach der Sitzung. Käppeler hatte den Vertretern der anderen Fraktionen und des Ministeriums zuvor das Konzept einer artgerechten Tierhaltung von Mastschweinen erläutert. „Im Höhlenstall leben die Tiere an der frischen Luft, bei Bedarf können sie sich in überdachte Ruheräume zurückziehen.“

Die Antwort der Landesregierung auf die Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten sei leider unbefriedigend gewesen, das Landwirtschaftsministerium hatte sich bisher noch nicht intensiv mit dem Thema befasst. „Es war deshalb wichtig, dass der Ausschuss für den ländlichen Raum das Thema behandelt. Durch die artgerechte Haltung ist die Fleischqualität überragend, das Konzept überzeugt auch wirtschaftlich, da die Fütterung automatisch erfolgen kann und die Ställe nicht beheizt werden müssen.“ Willi Stächele, Minister für Ernähung und Ländlicher Raum, zeigte sich nach den Darstellungen Käppelers so interessiert, dass er spontan zusagte, den Schweinemast-Betrieb in Zwiefalten-Gauingen in nächster Zeit zu besichtigen.

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