Klaus Käppeler mit Landwirtschaftsminister Bonde beim Haupt- und Landgestüt in Marbach

Eine Kutschfahrt zu den Sommerweiden, ein Spaziergang über die Stutenwiese und hautnaher Kontakt mit edlen Warmbluthengsten. Landwirtschaftsminister Alexander Bonde zeigte sich beeindruckt.

Früher als geplant machte bereits gestern Nachmittag Alexander Bonde, der neue Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, seinen Antrittsbesuch im Haupt- und Landgestüt in Marbach. Und weil er das älteste deutsche Staatsgestüt bislang nur vom Hörensagen kannte, ließ er sich besonders viel Zeit. Mehr als zwei Stunden lang konnte Gestütsleiterin Astrid von Velsen-Zerweck dem hohen Gast den Betrieb mit seinen 83 Mitarbeitern und den mehr als 500 Pferden vorstellen.

Die Landoberstallmeisterin erklärte, dass das Gestüt im Land der größte Ausbildungsbetrieb für Pferdewirte sei. Im neuen Ausbildungsjahr beginnen 37 Pferdewirte, zwei Landwirte und ein Hufbeschlagspraktikant. Von Velsen-Zerweck wies auch auf den in unmittelbarer Nachbarschaft beheimateten Pferdezuchtverband Baden-Württemberg und den Pferdegesundheitsdienst der Tierseuchenkasse hin. "Als Kompetenzzentrum für Pferdezucht und Pferdehaltung sind wir gemeinsam die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen zur Zucht und Haltung."

Die Gestütsleiterin erwähnte auch die rund 600 Reit- und Fahrschüler, die jedes Jahr die Landesreit- und Landesfahrschule besuchen. Das ganze Jahr über biete das Gestüt zudem Kurse im Reiten und Fahren für Anfänger und Fortgeschrittene, für Turniereinsteiger und Trainer an. Alexander Bonde warf einen Blick in die Ställe und ließ sich auch über den Baufortschritt im Haupt- und Landgestüt informieren.

Bekanntlich investiert das Land derzeit rund 7,3 Millionen Euro in den Staatsbetrieb. "Da die Mittel des Zukunftsinvestitionsprogramms direkt in den Bildungsbereich und in die energetische Sanierung des Gestüts, also in den Klimaschutz fließen, machen die Investitionen auch aus gesellschaftspolitischer und ökologischer Sicht Sinn", stellte der Minister zufrieden fest. Begrüßenswert sei darüber hinaus, dass das Land bei den Neubauten auf ein nachhaltiges Baukonzept mit vorrangig regionalen Materialien setze.

Damit der Minister möglichst einen guten Überblick erhält, durfte er das rund 233 Hektar große staatlichen Gelände während einer gemütlichen Kutschfahrt ansehen und genießen. Begleitet wurde er von der Gestütsleiterin Astrid von Velsen-Zerweck, Landrat Thomas Reumann und Gerhard Ziegler, Präsident des Pferdesportverbandes Baden-Württembergs.

In der zweiten Kutsche folgten die beiden Landtagsabgeordneten Thomas Poreski (Grüne) und Klaus Käppeler (SPD) sowie der Vorsitzende des Pferdezuchtverbandes Baden-Württemberg, Dieter Doll, und Frank Reutter, Präsident des Württembergischen Pferdesportverbandes.

Mit einem fachlich gut aufgestellten Haupt- und Landgestüt und in Zusammenarbeit mit den Partnern im Kompetenzzentrum Pferd leiste das Gestüt einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Pferdelands Baden-Württemberg, stellte Bonde nach der Fahrt im Vierspänner zufrieden fest.

Hätte es sein Terminkalender zugelassen, wäre er gerne länger in Marbach geblieben. Bei seinem nächsten Besuch nimmt er sich mehr Zeit. In knapp fünf Wochen will er sich bereits wieder im Haupt- und Landgestüt aufhalten. Und zwar bei der Hengstparade am 3. Oktober. Dann mit seiner Ehefrau und seinen Sprösslingen Karl, Elise und Friedrich, die von der Gestütsleiterin eine Mitgliedschaft im Kinderclub "Julmonds Marbach" geschenkt bekommen haben.

Quelle: Alb-Bote vom 31.08.2011

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