Keine Gentechnik in der Region Zollernalb

HECHINGEN. (rei) Der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Käppeler hat den Kreisbauernverband dazu aufgefordert, sich für die traditionelle Landwirtschaft im Raum Zollernalb einzusetzen. Nach mehreren Gesprächen mit Landwirten in der Region sieht sich Käppeler in seiner Position bestätigt und bat nun den Vorsitzenden der Kreisbauernschaft, Alexander Schäfer, um Unterstützung.

„Verbraucher wie Landwirte lehnen gentechnische veränderte Lebensmittel überwiegend ab, vermeintlichen Vorteilen durch günstige Produktion und Absatz stehen große wirtschaftliche Risiken gegenüber“, schrieb Käppeler an den Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes Schäfer. Die Kleinräumigkeit der Landwirdschaft im Land würde besondere Schutzmaßnahmen erforderlich machen, um eine echte Koexistenz gentechnikfreier und gentechnisch veränderter Pflanzen zu garantieren.

Der SPD-Abgeordnete hegt jedoch erheblich Zweifel an der Sicherheit solcher Maßnahmen. Käppeler: „Selbst CDU-Landwirtschaftsminister Stächele sieht keine Möglichkeit, gentechnikfreie Zonen langfristig rechtlich durchsetzen zu können.“ Im Gegensatz zur Landesregierung will sich die SPD-Landtagsfraktion damit aber nicht zufrieden geben und stattdessen „durch geeignete Maßnahmen erreichen, dass Landwirte freiwillig auf den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen verzichten“. Fördermittel der Landesregierung müssten so eingesetzt werden, dass eine Produktion gentechnisch veränderter Erzeugnisse unrentabel würde.

Käppeler erwartet vom Kreisbauernverband eine eindeutige Positionierung gegen Gentechnik in der Landwirtschaft und verwies auf eine entsprechende Initiative der Bauern im Bodenseekreis. „Eine gentechnikfreie Landwirtschaft kann für die Zukunft unserer Region zum entscheidenden Vermarktungsvorteil werden, den es zu sichern und schließlich zu nutzen gilt.“ Nur so behielten auch die bestehenden Qualitäts- und Gütesiegel ihren Wert.

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