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Bürgerinfo 16


„Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum — besinnt Euch auf Eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll.“

Willy Brandt

Rückblick und Dank

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Sprachbilder der gestrigen Landespresse erinnerten an Naturgewalten: Von „Erdrutsch“, „Turbulenzen“, von „Erschütterung“, von „Erdbeben“ gar war die Rede nach dem Ausgang der Landtagswahl. Tatsächlich scheint es zumindest für uns als SPD auch so gewesen zu sein, dass nichts oder zumindest kaum etwas dieses Desaster hätte verhindern können. Weder unsere Regierungsbilanz, die wirklich von allen Seiten als positiv hervorgehoben wurde, konnte hieran etwas ändern, noch das Engagement, das jeder Einzelne von uns Wahlkämpfern für unsere Partei aufgebracht hat. Ein bis an die Grenzen der körperlichen Belastbarkeit geführter Wahlkampf hat mir zwar sehr viel persönlichen Zuspruch eingebracht – dies schlug sich aber in keinster Weise in meinem Wahlergebnis nieder.
(Die Ergebnisse für den Wahlkreis 61, Hechingen-Münsingen, sind als pdf an die Mail angehängt).

Und auch die Frage danach: „Was will der Wähler“ lässt mich noch immer etwas ratlos zurück. Da haben wir auf der einen Seite die Zuwächse bei den Grünen, die zweifellos in erster Linie dem allseits beliebten Landesvater Kretschmann zuzuschreiben sind. Also eine reine Persönlichkeitswahl? Wohl kaum, wenn man den Erfolg der AfD genauer anschaut. In dieser Ecke lauerte kein charismatischer Spitzenkandidat, hier ging es eher zuvorderst darum, dass schwelende – in meinen Augen irrationale – Ängste innerhalb der Bevölkerung einen Resonanzkörper gefunden haben. In den nächsten Monaten und vermutlich Jahren wird es also darum gehen müssen, gründlich Bilanz zu ziehen – inhaltlich und personell.
Ich bedaure sehr, dass ich diesen notwendigen Erneuerungsprozess nun nicht mehr mit einem Mandat für unseren Wahlkreis begleiten kann. Mit Stolz habe ich in den insgesamt zehn Jahren meiner Abgeordnetentätigkeit Arbeit für unsere Partei, für die älteste Partei Deutschlands, betrieben. Besonders die letzten fünf Jahre in Regierungsverantwortung sehe ich als ganz außergewöhnliches Geschenk und ich bin dankbar dafür, diesen historischen Wechsel miterlebt, mitgestaltet zu haben.

Dass nicht alles verkehrt gewesen sein kann in dieser Zeit, das liest sich bei Gisela Sämann im gestrigen GEA folgendermaßen:
„…Dass es Klaus Käppeler nicht mehr in den Landtag geschafft hat, ist ein Verlust. Nicht nur, weil dort die drei derzeitigen Abgeordneten der  Region Gesicht verleihen. Käppeler hat in seiner ruhigen, besonnenen Art hervorragende Arbeit für den Wahlkreis geleistet. Schade, dass er dies nicht fortsetzen kann.“

Ich möchte dieses letzte Bürgerinfo auch dazu nutzen, meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herzlich zu danken. Für sie endet mit meinem Ausscheiden aus dem Landtag ihre Tätigkeit. Im Landtagsbüro sind dies Deborah Castello, Amelie Schröder und Michael Reisser, im Wahlkreisbüro Jan-Dirk Naegelsbach und Rebecca Hummel. Ihnen allen wünsche ich für die Zukunft beruflich und persönlich alles Gute und werde die gemeinsame Zeit in guter Erinnerung behalten.

Ein weiterer Dank gilt „meiner“ Hohensteinschule, Konrektorin Tanja Glück, Sekretärin Ursula Bronner und allen Kolleginnen und Kollegen, die meine Tätigkeit in der Schule und im Landtag flexibel und wohlwollend begleitet und unterstützt haben.

Da ich noch nicht weiß, ob  ich alle Zuschriften, Briefe, Mails und SMS persönlich beantworten kann, möchte ich hier einen pauschalen Dank aussprechen. Die überaus positiven Rückmeldungen haben mir gut getan. 

Ich danke allen, die mich in den vergangenen Jahren unterstützt haben – mit ihrem Rat, ihrer konstruktiven Kritik, ihrem Zuspruch, ihrem Votum. Und ich danke allen Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfern, die mit mir an einem Strang gezogen und mir ihre wertvolle Zeit geschenkt haben.

Herzlich, Euer