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22.10.14 10:39 Alter: 3 Jahre

Froh übers Engagement

Zeichen setzen wollten Bürgermeister Matthias Henne und die Seelsorger der Gemeinde Zwiefalten bei Empfang und Betreuung von Asylbewerbern.


Am Donnerstagabend bereiteten den 22 jungen Männern aus Gambia und Kamerun rund 20 Bürger mit den beiden Seelsorgern Paul Zeller und Roland Albeck sowie Bürgermeister Matthias Henne an der Spitze einen Empfang im Konventbau des ZfP, der das Gefühl von Willkommen ausdrücken sollte (Wir haben berichtet).

Nur wenige Tage sind sie im ansonsten geschlossenen Gasthof "Hirsch" im Ort untergebracht, bis ihre Unterkunft in Unterhausen dann fertiggestellt ist.

Am Samstag lernten die Asylbewerber, die zwischen 18 und 30 Jahre alt sind, bei einem Spaziergang zur Wimsener Höhle die Schönheit ihres kurzen Aufenthaltsortes kennen. Bürgermeister Henne, Pfarrer Albeck mit Tochter Malin und Pastoralreferentin Hildegard Jakob von der katholischen Kirchengemeinde sowie der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Käppeler waren zusammen mit dem Arzt am Zentrum für Psychiatrie, Andreas Knöll, und Gerda Bernecker von der evangelischen Kirchengemeinde vom Start an mit von der Partie. Als Mittler bot sich Bovick Mulumba an, der seit vielen Jahren mit seiner Familie in Baach lebt. Weitere Begleiter stießen später zu den Wanderern hinzu.

Die Frage nach den Gründen für ihre Flucht aus ihrem Heimatland beantworteten die jungen Afrikaner eher zurückhaltend, erkannte Bürgermeister Henne. Schlechte Bildungschancen, aber auch der gewaltsame Tod eines nahen Angehörigen seien genannt worden.

Der junge Schultes freut sich über die gezeigte Bereitschaft der Zwiefalter, sich für Flüchtlinge zu engagieren und betont, dass eine solche Willkommenskultur der richtige Weg gegenüber Flüchtlingen sei. Klar war von Anfang an, dass der "Hirsch" nur wenige Tage als Notunterkunft dienen wird und kann, bewusst ist sich Henne aber auch, dass Zwiefalten über die jetzt schon in der Münstergemeinde lebende Familie aus Serbien hinaus erneut mit der Unterbringung von Asylbewerbern konfrontiert werden kann. Dann gelte es, sich Gedanken zu machen, wo dies geschehen könne.

 

Quelle: SWP vom 20.10.2014, Autorin: Waltraud Wolf