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18.11.15 13:23 Alter: 3 Jahre

Für Motivation und Karrierechancen

Positive Überraschung für Marbach: Das Haupt- und Landgestüt muss nicht , wie sonst, sparen, sondern darf Geld ausgeben - für seine Bediensteten. Vom Land gibt es 103 000 Euro für Gehaltsaufstockungen.


Freuen sich über mehr Geld vom Land für Marbach: Landoberstallmeisterin Dr. Astrid von Velsen-Zerweck, MdL Klaus Käppeler (SPD), Personalratsvorsitzender Jochen Ott, sein Stellvertreter Roland Eckl, Personalchef Markus Bauer und die stellvertretende Gestütsleiterin Dr. Carolin Eiberger (v. r.).

Die frohe Botschaft überbrachte jetzt MdL Klaus Käppeler (SPD). Und sie ist das Ergebnis vieler Gespräche mit Ausschuss-Kollegen und Ministern. Angefangen, "Überzeugungsarbeit" zu leisten, dass das Landgestüt mehr Mittel braucht, habe er vor eineinhalb Jahren, so Käppeler. Damals machte die rot-grüne Regierung deutlich, "dass Marbach nicht zur Disposition steht". Doch mit dieser Versicherung allein war es nicht getan, erkannte Käppeler, der auch im Jubiläumsjahr 2014 häufig in Marbach zu Gast war, mit Landoberstallmeisterin Dr. Astrid von Velsen-Zerweck viel über Personalsituation und -entwicklung diskutierte.

Hatte das Gestüt 1995 noch 125 Mitarbeiter, sind es heute 89, plus 43 Azubis. Mit dem Stellenabbau, so von Velsen-Zerweck, sei natürlich nicht im gleichen Maße die Arbeit reduziert worden. Im Gegenteil. Durch Spar-Runden und Umstrukturierungen - da vor allem auch der Aufbau des neuen Betriebszweigs Tourismus - seien auf die Mitarbeiter zusätzliche Aufgaben hinzugekommen. Höheres Gehalt, Aufstiegschancen - Fehlanzeige. Das hat das Gestüt viele gute Mitarbeiter gekostet. Sie haben Angebote aus der Privatwirtschaft angenommen, dort wird besser bezahlt als beim Staat.

Um motivierte und gut ausgebildet Fachkräfte zu halten, ihnen Karriereperspektiven zu eröffnen braucht es mehr Geld. Das gibt es jetzt vom Land. Bereits im Oktober hat der Finanzausschuss 53 000 Euro - dauerhaft - genehmigt, um 13 Beamtestellen besser zu besolden. Und auch die Angestellten gehen nicht leer aus. Für neun Posten können künftig 50 000 Euro mehr ausgegeben werden. Das wird im zweiten Nachtragshaushalt festgeschrieben, so Käppeler.

Über "das verfrühte Weihnachtsgeschenk" haben sich die Gestütler natürlich gefreut. Auch vor dem Hintergrund, dass in den nächsten 15 Jahren 50 Prozent der Belegschaft in den Ruhestand gehen, so Personalchef Markus Bauer. Dieser Generationswechsel muss vorbereitet, Kompetenzen und Wissen weiter gegeben werden. "Qualitätssicherung ist uns wichtig", betont die Gestütschefin. Deshalb starten jetzt Tandem-Projekte: Langjährige Mitarbeiter, den Ruhestand schon in Aussicht, werden mit jungen Kollegen, die gerade mal die Ausbildung abgeschlossen haben, zusammengespannt, die Arbeitsfelder eng verzahnt. So lassen sich optimal Erfahrung und Wissen weiter geben. Betreut werden die Tandems von der Führungsakademie Baden-Württemberg, auch eine Bachelorarbeit zum Thema ist geplant.

Quelle: SWP vom 17.11.2015, Autorin und Foto: ULRIKE BÜHRER-ZÖFEL