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10.02.16 14:03 Alter: 2 Jahre

Unternehmensbesuch bei Joline in Hechingen

SPD-Fraktionsvize Hubertus Heil besucht gemeinsam mit den Abgeordneten Martin Rosemann (Bundestag) und Klaus Käppeler (Landtag) das Hechinger Medizintechnik-Unternehmen „Rahmenbedingungen für Medizintechnik verbessern“


Auf Einladung des SPD-Bundestagsabgeordneten im Wahlkreis Tübingen-Hechingen, Martin Rosemann, besuchte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Hubertus Heil, die Region. Gemeinsam mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Klaus Käppeler besuchten sie am Mittwoch den 3.2. das Medizintechnikunternehmen Joline in Hechingen. Heil, früherer Generalsekretär der SPD, ist als Fraktionsvize zuständig für die Themen Wirtschaft, Bildung und Forschung.

Mit der Medizintechnik ist Hechingen Standort einer innovativen und zukunftsfähigen Branche. Die Joline GmbH & Co. KG gehört zu einem Verbund aus fünf Medizintechnikunternehmen, die sich im MediTech-Cluster Hechingen seit dem Jahr 2000 angesiedelt haben und der aktuell rund 500 Arbeitsplätze stellt. Das Unternehmen hat sich dabei auf die Herstellung von Produkten für minimal invasive Anwendungen wie unter anderem Katheter und Stents spezialisiert.

An dem Gespräch der drei SPD-Politiker mit der Firmenleitung nahm auch der Geschäftsführer der BioRegio STERN Management GmbH, Dr. Klaus Eichenberg, teil. Der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Käppeler verwies auf die hohe Bedeutung des Medical Valley für den Standort Hechingen. Es sei ein Markenzeichen der Medizintechnik im Zollernalbkreis, dass Kompetenzen aus der Textilindustrie heute in hoch innovativen Medizintechnik-Unternehmen genutzt werden könnten. Im Vordergrund der Diskussion standen dann die Zukunftsperspektiven der Branche und die Hemmnisse, die bisher ein weiteres Wachstum verhindern. Einig waren sich die SPD-Politiker, dass die Rahmenbedingungen weiter verbessert werden müssen, um diese am Standort Deutschland zu halten.

Geschäftsführer Lars Sunnanväder, Thomas Radtke (kaufm. Leiter) und Michael Eisenlohr (Site Manager) kritisierten die Rahmenbedingungen für innovative Medizintechnik in Deutschland. Dadurch käme es häufig zu einem Verkauf in die Vereinigten Staaten.

Dafür seien zwei Gründe maßgeblich: Zum einen, dass der Einstieg für private Investoren in Deutschland steuerlich nicht attraktiv sei. Zum anderen, weil die Zulassung neuer Produkte mit hohen Kosten, insbesondere bei klinischen Studien, verbunden sei. Hierfür gebe es einerseits keinerlei Förderung. Andererseits würden die US-amerikanischen Wettbewerber aber die Kosten für solche klinischen Studien in die Höhe treiben. Im Ergebnis müsste sich das deutsche Gesundheitswesen später die Produkte aus den USA für teures Geld einkaufen. Das sei am Ende für die gesamte Gesellschaft der teurere Weg. Heil nahm die Bälle auf. Er betonte, dass sich die SPD in der Großen Koalition für eine steuerliche Besserstellung von Kapitalgebern für Venture Capital einsetze. Wichtig sei es zudem, Wirtschaftspolitik, Bildungspolitiker und die Akteure im Bereich der Gesundheitspolitik stärker zu vernetzen. Ziel müsse eine umfassende MediTech-Strategie sein. Rosemann regte eine Förderung klinischer Studien in Verbindung mit einem Kostendeckel an.