Hechinger Genossen spüren den Aufwind

Manfred Bensch, der Vorsitzende des Hechinger Ortsvereins, begrüßte die Genossinnen und Genossen im "Museum" mit einem Zitat von Albert Einstein: "Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben". Und der Blick in die Zukunft könnte angesichts der jüngst vollzogenen politischen Wende in Baden-Württemberg ein wahrlich spannender werden. Zu Gast bei der Hechinger SPD war Klaus Käppeler, der wieder ein Mandat im Landtag errungen hat. In seinem Bericht lobte Manfred Bensch die Zusammenarbeit mit den benachbarten Ortsvereinen, die ihm am Herzen liege. Der Politische Aschermittwoch in Bisingen sei ein voller Erfolg gewesen. Ebenfalls gut angekommen seien die Dreikönigswanderung und die Fahrradbörse. In diesem Jahr schaut die SPD gespannt auf die Wahl des Bürgermeisters.

Friedhelm Mummertz verlas seinen Kassenbericht und dankte Willi Pooch für die Hilfe mit der elektronischen Ausarbeitung. Marius Thoy, der Vorsitzende der Jusos Hechingen/Haigerloch, berichtete von einer gelungenen Jugendarbeit. SPD-Spitzenkandidat Nils Schmid war im Juli auf Einladung der Jusos in Hechingen. Freizeitaktivitäten kamen ebenfalls nicht zu kurz, so gab es ein Wochenende in der Kolpingshütte und die Weihnachtsfeier im evangelischen Gemeindehaus.

Jürgen Fischer gab einen umfangreichen Bericht über die Arbeit der SPD-Fraktion im Gemeinderat. Das Thema Schwimmbad bleibe brandaktuell. "Den Hechinger Bürgern soll in diesem Sommer eine Freibadsaison ermöglicht werden", betonte Jürgen Fischer. Eine außerordentliche Fraktionsversammlung sollte sich mit dem geplanten Gang der Stadt vor das Verwaltungsgericht beschäftigen. Dieser Schritt solle dringend verhindert werden. Jürgen Fischer kam zudem auf den Streit in der Hechinger Feuerwehr zu sprechen, der eine Auflösung der Abteilung Stetten zur Folge hatte. Der Zusammenhalt und die Geschlossenheit der Fraktion wurden vom Vorsitzenden ausdrücklich gelobt.

Ingrid Gruler gab einen kurzen Bericht zum Kreistag. Das Krankenhaus Balingen sei das aktuelle Hauptdiskussionsthema. Der Umbau der Klinik fordere gigantische Summen, im Gespräch seien zweistellige Millionenbeträge.

Klaus Käppeler leitete die einstimmig Entlastung des Vorstands und des Kassiers herbei. Unter der Regie der Wahlkommission aus Margret Simoneit und Christa Mummertz liefen die Neuwahlen ab.

Klaus Käppeler dankte den Hechinger Genossinnen und Genossen für ihr Engagement bei der Informationsarbeit und ihren unermüdlichen Einsatz an den Infoständen. "Wenn es überall so wäre wie im Wahlkreis 61, dann wäre Nils Schmid nun Ministerpräsident", stellte der zukünftige Landtagsabgeordnete fest. Käppeler räumte aber ein, dass man gegen einen starken grünen Trend nicht viel ausrichten habe können. Zur Atomkraft bekräftigte Klaus Käppeler seine Ablehnung, die er lange vor Fukushima hatte. Seine Position: die Atomkraft auslaufen lassen und zu einer zuverlässigen Energieversorgung durch Windkraft und Wasserkraft wechseln. Wirtschaftlich sei dies für Baden-Württemberg ein Gewinn, da man die Windkraftanlagen, die im Land hergestellt würden, verkaufen könne. Das Thema Stuttgart 21 nannte Käppeler nach wie vor brenzlig. Seine Forderung: Stresstest und Volksentscheid. Aber auch weitere Themen wie Bildung seien wichtige Verhandlungspunkte der zukünftigen Landesregierung. Hierbei stehen die Abschaffung der Studiengebühren und der verpflichtenden Grundschulempfehlung für den Schulleiter und Abgeordneten ganz oben auf der Tagesordnung. Insgesamt müsse die Politik für den Bürger transparenter und verständlicher gemacht werden: Nur damit könne die Politikverdrossenheit bekämpft werden.

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