Gesundheitstag Eningen: Damit der Körper schwungwoll bleibt

Zuvor hatte Eningens Bürgermeister Alexander Schweizer auf das klare Bekenntnis der Kommune zur Gesundheitsfürsorge hingewiesen. Man unterstütze den Bau moderner Hausarztpraxen und werbe um die Ansiedlung von Nachwuchsmedizinern in Eningen. Mit Sporteinrichtungen und zwei Sportvereinen verfüge Eningen über eine ausgezeichnete Gesundheitsinfrastruktur.

24 Aussteller aus Eningen und Umgebung präsentierten Gesundheitsdienstleistungen, aber Produkte vom calcium- und magnesiumreichen Mineralwasser bis hin zum Toilettenaufsatz bei eingeschränkter Mobilität im Alter.

Nach den Grußworten von Bürgermeister und Landrat forderte Dr. Barbara Dürr, verantwortlich für die Gesamtorganisation, zu einem Rundgang in und um die Halle auf. Die Landtagsabgeordneten Karl-Wilhelm Röhm und Klaus Käppeler schlossen sich dabei Reumann und Schweizer an. Vor dem Rundgang durften sie sich mit einem Saft aus Obst von Eninger Streuobstwiesen stärken.

»Wie steht’s mit Ihrem Rücken?«, fragte wenig später Sportwissenschaftler Christoph Anrich, der sich mit einigen Matten und Geräten auf der Empore eingerichtet hatte. Bürgermeister Alexander Schweizer erklärte sich bereit, sich auf Beweglichkeit und eventuelle Verspannungen untersuchen zu lassen. Mit zufriedenstellendem Ergebnis, das Anrich jedoch optimieren konnte durch Lösen von Blockaden und Übungen unter Einbeziehung von Erkenntnissen aus der Hirnforschung – das tue gut, fördere die Lebensqualität und werde deshalb auch angenommen, so der Sportwissenschaftler, der derzeit zusammen mit dem Reutlinger Gesundheitsamt im Rahmen eines Pilotprojekts die Fitness von Vorschulkindern bis zu Hochbetagten untersucht.

 

Anrich legte den Kommunal- und Landespolitikern besonders ans Herz, alles zu tun, um bettlägerige ältere Menschen wieder mobil zu machen. Mit Übungen, bei denen das Gleichgewicht geschult werde und bei denen Kraft aufgebaut werde, sei das bei vielen möglich. »Wir zahlen die volle Pflege, tun aber nichts, um diese Menschen wieder in die Mobilität zu bringen.«

Schmerzfrei leben – das war der Wunsch vieler Menschen, die an diesem sonnigen Tag in die Grieshaber-Halle fanden. Und so waren die Stände, die eine bestimmte Schmerztherapie anboten, besonders gut besucht. Andere Standbetreiber klagten dagegen über wenig Interesse, so am Mineralwasserstand oder dem Beratungs- und Informationsstand einer Krankenkasse.

Aha-Erlebnisse gab’s bei den Vorträgen rund um das Thema »Hüfte-Knie-Schulter«. Es wurde unter anderem erörtert, warum Schulterverletzungen so lange nachbehandelt werden müssen und was bei der Reha nach Stürzen beachtet werden muss. Bei allen drei Vorträgen drängten sich rund 80 Besucher in das TSV-Vereinsheim.

(Quelle: Reutlinger Generalanzeiger vom 18.10.2011; Autorin: Magdalena Kablaoui)

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