Das THW ganz bürgernah

Der THW-Ortsverband Hechingen präsentierte sich am Wochenende offen und bürgernah. Bei der einzigartigen Nacht der offenen Tür gab es gleich zwei Gründe zu feiern.

Der Ortsverband Hechingen hat enorme Raumprobleme und die altgediente Immobilie in der Sprißlerstraße ist in die Jahre gekommen. Das mobile Einsatzgerät, der Gerätekraftwagen, der Anhänger und die Mannschaftsfahrzeuge sind zu viel für das vorhandene Raumangebot. Genau jene Fahrzeuge, ausgerüstet mit jeder Menge Technik, stehen Sommer wie Winter im Freien. Regen, Frost und auch die Hitze setzten den Fahrzeugen enorm zu und viele Stunden wurden von den THW-Leuten damit erbracht, die Wagen und Gerätschaften einsatzbereit zu halten. Des Weiteren sorgt der immense Andrang an Kindern und Jugendlichen, die sich für das THW begeistern, für eine große Raumnot. Der Ortsverband Hechingen ist, entgegen dem landläufigen Trend, in der glücklichen Situation, nicht über mangelnden Nachwuchs klagen zu müssen. Die Umkleide- und Jugendräume platzen aus allen Nähten. Zwei oder drei Kinder müssen sich derzeit einen Umkleidespint teilen.

Das alles soll nun ein Ende haben. Im Rahmen der Nacht der offenen Tür fand der symbolische Spatenstich für den lange ersehnten Anbau statt. Prominenz aus Politik und Verwaltung ließ es sich nicht nehmen, diese große Aufgabe zusammen mit dem THW zu feiern. Der Ortsverbandsbeauftragte Ronny Stocker bilanzierte in seiner Begrüßung kurz die Historie der Abteilung Hechingen und ging eindringlich auf die Bedürfnisse der THWler ein.

Die Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz beglückwünschte den Ortsverband zu seinem geplanten Neubau und attestierte dem THW, sich im In- und ausland auf allerhöchstes Niveau zu präsentieren. Die jüngsten Unwetter hätten gezeigt, dass eine gute Ausrüstung enorm wichtig ist, stellte die CDU-Politikerin fest. Und das habe das THW Hechingen Nachholbedarf, ergänzte die Leiterin der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), Helga Harbrecht.

Bürgermeisterin Dorothea Bachmann nannte das THW für die Stadt unverzichtbar. "Die Jungs repräsentieren die Stadt und setzen sich auch für sie ein", anerkannte die Rathauschefin. Für SPD griff beim Spatenstich der Landtagsabgeordnete Klaus Käppeler zur Schaufel.

Wolfgang Heller, Leiter des Polizeireviers Hechingen, und Kreisbrandmeister Stefan Herrmann waren ebenfalls präsent. Letzterer überbrachte die Grüße des Landrates und lobte die reibungslose Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk. Im Rahmen der bevorstehenden Bauarbeiten wird zunächst der Brandschutz für das alte Gebäude auf den neuesten Stand gebracht. Der Erweiterungsbau umfasst neue Umkleidekabinen, wesentlich geräumiger und ausgestattet mit neuen Duschen, getrennt von Räumen für die private und die dienstliche Kleidung. Außerdem werden im Anbau neue Büroräume, unter anderem auch für die Stabsarbeit, entstehen und darüber hinaus ein neuer Jugendraum. Zusätzlich werden für die Einsatzfahrzeuge vier neue Fahrzeugboxen gebaut, um den Fuhrpark des THW Hechingen endlich adäquat unterbringen zu können.

Ein weiterer Grund zum Feiern war am Wochenende die Weihe des neuen Gerätekraftwagens. Das Einsatzfahrzeug ist auf dem neuesten Stand der Technik und hat nun auch den Segen der Geistlichkeit. Die Festandacht hielten Pfarrer Herbert Würth für die evangelische Kirche und Kaplan Hannes Rümmele für die katholische Kirche.

Quelle: SWP vom 02.09.13, Autor: Dietmar Wieder

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