Besuch der Bruderhaus-Werkstätten in Dettingen

DETTINGEN. (rei) Auf Einladung der Dienststellenleitung hat der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Käppeler die Bruderhaus-Werkstätten in Dettingen besucht. Neben Gesprächen mit den pädagogischen Fachkräften stand auch eine Besichtigung der Werkstätten auf dem Programm. Dabei nahm sich Käppeler besonders viel Zeit, um sich mit den Mitarbeitern über ihren Arbeitsalltag zu unterhalten.

Im abschließenden Gespräch mit der Leitung kamen aktuelle Probleme zur Sprache. Dabei wurde vonseiten der Bruderhaus-Leitung auch darauf hingewiesen, dass es einen großen Antragsstau im Bereich der Investitionen von Gebäuden gegeben habe. Besonders davon betroffen seien hier auch die Werkstätten in Reutlingen. Käppeler sagte zu, bei den zuständigen Stellen in der Verwaltung nachzufragen. Käppeler: „Nach meiner Erfahrung ergeben sich immer wieder Möglichkeiten, dringende Anträge bei der Bauverwaltung zu beschleunigen.“

Käppeler und Landrat Reumann beim Becka beck

Klaus Käppeler MdL besuchte dieser Tage die Bäckerei „Beckabeck“ am Standort in Römerstein-Böhringen, um sich am Beispiel dieses regionalen Lebensmittelproduzenten der Themen der Regionalentwicklung und der Erzeugergemeinschaft Alb-Dinkel und insbesondere über die bisherige Entwicklung der Projekte PLENUM und REGIONEN AKTIV zu informieren. An dem Gespräch nahm neben dem Vorsitzenden der Erzeugergemeinschaft Alb-Dinkel, Hans Lieb, Melanie Amrhein, Regionalmanagerin im Landkreis Reutlingen, sowie der Vorstand des Vereins PLENUM/REGIONEN AKTIV im Landkreis Reutlingen, Landrat Thomas Reumann, teil.

Heinrich Beck, der in seinen mittlerweile 8 Filialen mit 25 Beschäftigte auf die regionale Marke Alb-Dinkel setzt, beobachtet, dass Käufer immer stärker nach Bio-Ware verlangen, wenn Sie regionale Produkte erwerben. Da die Mühlengenossenschaft Römerstein den im integrativen Anbau geernteten Dinkel nur schwer vermarkten kann, würde er sich wünschen, dass mehr Dinkel nach Bio-Richtlinien angebaut würde, weil er zwischenzeitlich diesen deutlich besser absetzen kann. Das Mehl für die Bio-Backwaren kommt derzeit aus Oferdingen.

Ein Rundgang durch die Bäckerei, bei der verschiedene Sauerteige erläutert wurden, verdeutlichte, welche unterschiedlichen Aromen die verschiedenen Brotsorten liefern. Dinkel-Keimlinge, die dem Teig beigemischt werden, verfügen über das Dreifache an Mineralien und Vitaminen gegenüber dem normalen Teig und gelten damit als besonders gesund.

Hans Lieb,  Vorsitzender der Erzeugergemeinschaft, in der 23 produzierende Landwirte zusammengeschlossen sind, erkundigte sich bei Melanie Amrhein, ob eine teilbetriebliche Umstellung auf Bio -in diesem Fall auf den Ackerbau –  auch das EU-Bio-Siegel ermöglichen würde. Dies könnte dann bei erhöhtem Bedarf durch die Bäckerei auch für die Mühle zu Umsatzsteigerungen und damit zu einer besseren wirtschaftlichen Auslastung führen.

Weitere Themen, die bei diesem Gespräch diskutiert wurden waren eine Dachmarke für die Premium Produkte der Alb, die Erhaltung der Wertschöpfung in der Region zu halten, die Einrichtung weiterer Regionalen Regale und die Markthalle in Reutlingen. In diesem Zusammenhang wurde auch die von  Heinrich Beckangesprochene Problematik diskutiert, wonach die Gemeinden und Städte nach und nach immer mehr kleine Einzelhandelsgeschäfte verlieren. Wie gelingt es, von der Geiz ist geil – Mentalität abzurücken?

Landrat Reumann unterstrich, dass das Regionalprinzip im Grund eine Erfolgsgeschichte sei, jeder Verbraucher aber sein Einkaufsverhalten überdenken sollte. Gesunde Lebensmittel und eine gesunde Ernährung tragen nicht nur zum Wohlbefinden bei, sondern sparen spätere Arztkosten und schützen zugleich unsere Landschaft und Umwelt.

Besuch – Patientenbeauftragte der Bundesregierung Helga Kühn-Mengel zeigt sich beeindruckt von Modellprojekt Metzingen und der Diakoniestation Münsingen

Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Helga Kühn-Mengel (zweite von rechts), ließ sich gestern in Metzingen ganz genau über das Haus Matizzo aufklären. Von links: Der Landtagsabgeordnete Klaus Käppeler, Metzingens Finanzbürgermeister Michael Lucke, Matizzo-Geschäftsführerin Manuela Seynstahl und die Vorsitzende des Hospiz Metzingen Sylvia Schmon.

Aus erhofftem Zuschuss für Gewerbepark wird Darlehen

Am Ende wurde die Zeit fast etwas knapp für Diskussionen bei der „Kommunalen Runde“ der Trochtelfinger SPD mit Bürgermeister Friedrich Bisinger. Fast alle Themenbereiche der aktuellen Kommunalpolitik wurden angesprochen. Ob es um Zahlen aus der noch druckfrischen Haushaltsvorlage der Verwaltung an die Gemeinderäte, die Entwicklung der Einwohnerzahlen, vom Rost bedrohte  Laternenmasten oder um Vorschläge zur Erneuerung von Heizungsanlagen in städtischen Gebäuden ging, die anwesenden SPD-Mitglieder und Besucher der öffentlichen Veranstaltung am vergangenen Donnerstag wurden umfassend informiert.

Bisinger berichtete, dass die Gewerbesteuer dank der Branchenvielfalt der Trochtelfinger Betriebe auch 2006 den Haushalt maßgeblich stützt. Damit sei es durch zudem konsequent sparsames Wirtschaften und Ausschöpfen von Zuschüssen möglich, nahezu ohne Neuverschuldung über die Runde zu kommen. Trotzdem sind die Spielräume unbefriedigend und Umlagen an Kreis und Land steigen um über 300.000 €. Stadtrat Dr. Prautzsch verwies hier auf seine Anträge zur Senkung von Subventionen und Einsparungen bei Ersatzbeschaffungen.

Eine intensive Diskussion ergab sich zum Thema Förderung des Tourismus im Bereich Mittlere Alb. Während die Regionen Schwarzwald und Bodensee als traditionelle Urlaubsziele vermarktet werden können, sieht Bisinger für die Region Mittlere Alb die Chancen eher im Tagestourismus. Genug hat Bisinger dabei von öffentlich finanzierten Tourismusgesellschaften, die sich ständig nur selbst verwalten, viel Geld kosten und außer neuen teuren Hochglanzprospekten, die nur in den Regalen verstauben, nichts hervorbringen. Trochtelfingens Bürgermeister setzt da eher auf konkrete Initiativen von Privatinvestoren die mit Kurzzeit- und Tagestouristen gutes Geld verdienen und dabei nachhaltig Arbeitsplätze schaffen. Diese Kräfte zu bündeln und über Gemeindegrenzen hinweg regional zu stärken, so Bisinger weiter, muss das Ziel kommunalpolitischer Anstrengungen sein. Die Zusammenlegung von Fremdenverkehrsaufgaben in den Gemeinden Sonnenbühl und Trochtelfingen sei da nur als Anfang zu sehen und müsse fortgeführt werden, so Bisinger. Stadtrat Mader verwies darauf, dass im Tourismus sehr wohl ein wichtiges „Zubrot“ für die Gastronomie und den Einzelhandel im Städtle liegt und Gemeinderat und Verwaltung mit vielen kleinen Maßnahmen die Attraktivität gestärkt haben.

„Ausdrücklichen Dank“ sprach der Bürgermeister dem ebenfalls anwesenden Landtagsabgeordneten Klaus Käppeler für seine langjährige Unterstützung aus. Käppeler sehe sich nicht nur als ein Abgeordneter aus dem ländlichen Raum sondern setzte sich nachdrücklich gerade für den ländlichen Raum ein. Beispielhaft dafür nannte Bisinger die Bemühungen Käppelers um Zuschüsse für den Neubau der Trochtelfinger Bibliothek. Anderswo, so Bisinger, bekomme man auf Nachfrage oft nur „standardisierten Kanzleitrost statt konkreter Antworten und Vorschläge“.

„Dringend um Unterstützung“ bat Bisinger den Abgeordneten Käppeler im Zusammenhang mit der Rückforderung von 1,27 Millionen Euro aus Landesmitteln. Diese Summe war ursprünglich als Landeszuschuss im Zusammenhang mit der Konversion der ehemaligen Kasernenanlage, dem jetzigen Gewerbepark Haid, in Aussicht gestellt worden. Während der Zweckverband Haid die Summe nun als Darlehen zurückführen soll, will die Landesregierung der Stadt Baden-Baden ebenfalls für vergleichbare Konversionszwecke 3,3 Millionen Euro als verlorenen Zuschuss zur Verfügung stellen – angeblich weil in Baden-Baden schwierigere Bedingungen als auf der Haid herrschen. Dass die Rückforderung vor diesem Hintergrund mit der angespannten Haushaltslage begründet wird, ist für Bisinger nicht nachvollziehbar. Der Zweckverband Haid soll also die Lasten aus der Übernahme des Kasernengeländes völlig ohne außerordentliche Landeszuschüsse tragen. MdL Käppeler sicherte seine Unterstützung zu und wird dies in die Landtagsarbeit einbringen.

Jusos in Haigerloch und Hechingen wieder aktiv

HECHINGEN. Seit Freitag gibt es in Haigerloch und Hechingen wieder eine aktive Juso-Ortsgruppe. Die Gründung fand im Museum Hechingen unter Teilnahme zahlreicher Jugendlicher aus beiden Städten sowie Klaus Käppeler, MdL, dem Juso-Landesvorsitzenden Hendrik Bednarz,  Manfred Bensch, dem stellvertretenden SPD-Vorsitzenden, Joachim Wien dem Vorsitzenden der SPD Hechingen und Willi Pooch, dem stellvertreten Vorsitzenden der SPD Hechingen, statt.
Zu Beginn referierte Klaus Käppeler, welcher als Lehrer die Probleme des Schulsystems gut kennt, über die Durchlässigkeit im Bildunssystem. Es werde viel zu früh in Haupt-, Realschule und Gymnasium aufgeteilt, so Käppeler. Die Verlängerung der Grundschule auf sechs Jahre wäre daher notwendig um den Schülern eine effizientere Bildung zu ermöglichen. Die Förderung der Kinder müsse auch viel früher einsetzen, der Schwerpunkt bereits in Kindergarten und Grundschule gesetzt werden. Eine Förderung, die viel mehr auf das einzelne Kind zugeschnitten sei und von der momentanen reinen Wissensvermittlung des Lernstoffes im funfundvierzig-Minutentakt weggehe. Die G8-Reform hat sich in diesem Zusammenhang als übereilt und nicht überarbeitet erwiesen. Teilweise hätte es Schulen gegeben, so Käppeler, an denen Fünft- bzw. Sechsklassler schon vierunddreißig bis fünfunddreißig Wochenstunden Unterricht zu bewältigen hätten. Die Einführung des G8 wäre daher nur sinnvoll in Verbindung mit der Einführung der Ganztagesschule und der Entrümpelung der Lehrpläne gewesen. In den an die Diskussion anschließenden Wahlen wurde der Haigerlocher Paul Schubert zum neuen Vorsitzenden und der Hechinger Marius Thoy zum stellvertretenden Vorsitzenden des Ortsverbandes Haigerloch/Hechingen gewählt. Zum Pressesprecher wurde Marius Menholz, zum Schriftführer Manuel Schmoll gewählt. Als Beisitzerin wird Karolin Herrmann dem Vorstand angehören. Der Entschluss, Haigerloch und Hechingen als eine Juso-Ortsgruppe zu verbinden, wurde wegen der besseren Organisationsmöglichkeiten des Verbandes getroffen. Nach den Wahlen wurde noch über die kommende Wahlkampfplanung und dessen Durchführung gesprochen. Nach einem Bericht aus dem Juso-Landesvorstand von Hendrik Bednarz zeigte sich der neue Vorsitzende Schubert erfreut über das Interesse der Jugendlichen, die sich für die politische Mitgestaltung bei den Jusos entschieden hatten und dankte den Anwesenden für ihr Kommen.

Dr. Hermann Scheer in Bad Urach

BAD URACH. Neues Jahr, neue Regierung, neue Hoffnung fürs Bad Uracher Erdwärme-Projekt? Nach dem Besuch des Waiblinger Bundestagsabgeordneten und Träger des Alternativen Nobelpreises Dr. Hermann Scheer am Freitagabend darf man im Bad Uracher Rathaus wohl etwas zuversichtlicher auf eine Fortführung der Bohrungen hoffen. In Scheer zumindest hat man einen prominenten Fürsprecher für die Geothermie-Projekte im Allgemeinen und in Bad Urach im Speziellen gefunden.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Katharina Stäbler informierte den auf Einladung des SPD-Landtagabgeordneten Klaus Käppeler eingeflogenen Gast kurz über den Verlauf des Geothermie-Projekts. In Urach, so die Botschaft, könne man auf eine lange und entsprechend erfahrungsreiche Beschäftigung mit dem Thema Erdwärme zurückblicken.

Tiefschlag im Frühjahr 2004

Seit dem Tiefschlag im Frühjahr 2004, als die Tiefenbohrung wegen geologischer Schwierigkeiten und aufgebrauchter finanzieller Mittel gestoppt werden musste, warte man auf eine finanzierbare Fortsetzung. Im März werde Bürgermeister Ewald voraussichtlich nach Berlin reisen, um im Umweltministerium über das Geothermie-Projekt weiterzuverhandeln, so Stäbler. »Für jede Unterstützung sind wir dankbar«, lautete ihr Appell an den Gast.

Stärker auf Geothermie setzen

Dr. Hermann Scheer, der sich als massiver Verfechter des Gesetzes für erneuerbare Energien einen Namen gemacht hat, machte deutlich, dass die Zukunft nicht mehr in der Versorgung mit fossilen Energiequellen liegen könne. Angesichts der zu Ende gehenden herkömmlichen Energiereserven auf der einen und des weltweit weiter steigenden Energiebedarfs auf der anderen Seite sei es unvermeidlich, auf emissionsfreie und heimische Primärenergie zu setzen, zu der auch die Geothermie zähle.

Die Zukunft gehöre also auch den geothermischen Kraftwerken zur Stromerzeugung. Wie auch das Beispiel in Bad Urach gezeigt habe, liege die besondere Schwierigkeit in den Bohrungen zu Anfang. Das Risiko sei für kleinere Kommunen nicht zu stemmen, so die nachdrückliche Botschaft aus der Gesprächsrunde. Hier fiel unter anderem das Stichwort »geothermischer Risikofonds«. Unverständnis zeigte Scheer dafür, dass das Land das Projekt in Bad Urach zu Gunsten eines Gebiets im Rheingraben aufgegeben hat. »Ich weiß nicht, ob da gewürfelt worden ist, oder ob nicht ein Konzerninteresse im Hintergrund stand. Auf alle Fälle waren dort andere Einflusskräfte am Werk, welche immer das auch waren«, so sein Kommentar. Man habe in Urach angesichts der geologischen Zusammensetzung eine 99-prozentige Wahrscheinlichkeit, an der richtigen Stelle zu bohren. Es sei deshalb »Unsinn, zwanzig Millionen Euro und die Erfahrung vor Ort zu verlieren«. Scheer ließ sich noch vom Geologen und Projektbetreuer Helmut Tenzer sowie Stadtwerke-Chef Kurt Groß über die ausstehenden Kosten und den Zeitrahmen bei rascher Wiederaufnahme des Projekts informieren.

Rund 5,5 Millionen Euro Risikosumme sind demnach erforderlich. Er empfahl, ihn über die Ergebnisse des Berlinbesuchs von Bad Urachs Bürgermeister Markus Ewald auf dem Laufenden zu halten, »damit man noch nachsetzen kann«. (GEA)

Fast ein ganz normaler Betrieb

„Die Werkstatt für behinderte Menschen von heute ist ein moderner sozialer Betrieb“, so Markus Mörike, Leiter der Werkstatt an der Schanz, die zum Samariterstift Grafeneck gehört. Dort, in der Grafenecker Biolandwirtschaft und in einer weiteren ausgelagerten Betriebsstätte arbeiten über 80 geistig behinderte oder psychisch kranke Menschen. Die SPD-Fraktion des Münsinger Gemeinderats, unterstützt durch den Landtagsabgeordneten Klaus Käppeler, informierten sich vor Ort über Aufgaben, Tätigkeitsfelder und Ziele der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM).
Neben den behinderten Menschen, die in einer der Wohngruppen des Samariterstifts Grafeneck leben, finden in der Werkstatt auch 12 Personen einen Arbeitsplatz, die eine eigenen Wohnung haben und ohne weitere Betreuung sind. Der Anteil dieser sogenannten „Externen“ ist, so Mörike, stetig am Wachsen. Insbesondere der Wegfall von „Nischenarbeitsplätzen“ in der freien Wirtschaft erhöhe den Aufnahmedruck für WfbMs sehr. Da aber von den Kostenträgern keine weiteren Werkstattplätze mehr finanziert würden, sei es notwendig das bestehende Angebot so zu erweitern, dass diese Personen dennoch eine sinnstiftende Beschäftigung erhalten können. Mörike denkt dabei etwa an eine Erhöhung der Zahl an begleiteten Arbeitsplätzen in der Industrie, aber auch an ein Dienstleistungsangebot in der Gemeinde oder an eine Qualifizierung für Aufgaben innerhalb des Samariterstifts. Überhaupt wird das Thema Qualifizierung groß geschrieben in der Werkstatt an der Schanz. Bevor eine behinderte Person dort in der Produktion beschäftigt wird, durchläuft sie im Berufsbildungsbereich eine Art Ausbildung, mit dem Ziel ihre Stärken zu unterstützen und ihre Schwächen zu mildern, ebenso die Heranführung an einen geregelten Arbeitsalltag. Produziert werden in der Werkstatt unterschiedlichste Güter, unter anderem ist man in der Lampenproduktion für einen regionalen Leuchtenhersteller tätig. Montage und Endkontrolle bieten anspruchsvolle Arbeitsplätze für etwa 15 behinderte Menschen. Wichtig sei aber hier wie auch anderswo die hohe Qualität und Flexibilität, die auch immer wieder von den Auftraggebern gelobt werde. „Einen Mitleidsbonus, weil wir eine Werkstatt für behinderte Menschen sind gibt’s schon lange nicht mehr. Wir stehen ebenso im Wettbewerb wie jeder andere Betrieb auch und müssen uns gegen Konkurrenz aus Osteuropa und China behaupten“, meint Mörike. Deswegen habe man sich auch nach der ISO 9000 zertifizieren lassen und ein professionelles Qualitätsmanagement aufgezogen. Dass das Image stimmt, zeigt auch die Arbeit für ein exklusives Versandhaus, für das man Wachholderspäne verpackt, die nördlich der Mainlinie reißenden Absatz finden.
Das Thema Arbeitsplätze und Ausbildungsstellen interessierte die SPD-Kommunalpolitiker und den Landtagsabgeordneten Klaus Käppeler naturgemäß sehr. Derzeit arbeiten in der WfbM 12 Personen in Teil- oder Vollzeit als Betreuer am Arbeitsplatz, davon sind zwei in Ausbildung. Aber auch die behinderten Beschäftigten sind sozialversicherungspflichtig und zahlen in Kranken- und Rentenkassen ein. Käppeler, der darauf hinwies, dass auch weiterhin die Integration von behinderten Menschen in die Gesellschaft notwendig sei, zeigte sich sehr zufrieden, als Mörike schließlich auch noch von den Partnerschaften der Werkstatt an der Schanz mit den Realschulen in Engstingen und Münsingen und dem Gymnasium erzählte. Im Hinausgehen meinte SPD-Fraktionsvorsitzender Adolf Lamparter: “Dass das so ein moderner Betrieb ist, hätte ich nicht gedacht.“