Besuch des SPD-Landtagsabgeordneten Klaus Käppeler

Zu einer Schulstunde mit dem Thema Demokratie, eingebettet in den Geschichtsunterricht über die Entwicklung der DDR nach 1945, hatte die Engstinger Waldorfschule den SPD-Landtagsabgeordneten Klaus Käppeler eingeladen. Als passionierter Lehrer hatte dieser den Kontakt zu den 30 Schülerinnen und Schülern der 12. Klasse schnell hergestellt.

Zur Einstimmung spielte der Geschichtslehrer der 12. Klasse, Christian Eichhorn, die SEDLobeshymne „Die Partei hat immer recht“ vor und Andreas Walter, ehemaliger DDR-Bürger und aktuell Geschäftsführer der Waldorfinitiative, berichtete über seine Erfahrungen in Bezug auf willkürliche Einschränkungen bei der Berufswahl von DDR-Schülern vor dem Hintergrund der Parteitreue. Es entspann sich ein lebhaftes Gespräch über die Einstellung der Schüler zu politischen Parteien und die Frage der Mitgliedschaft. Wurden Parteien früher -wie z. B. die SPD vor 150 Jahren- wegen gesellschaftlicher Missstände gegründet, so sind heute viele Bürger durch den Staat gut versorgt und die Schüler stellten die Frage, warum man überhaupt in einer Partei aktiv werden sollte, wenn doch alles schon zum Besten bestellt sei. Viel eher wird die Qual der Wahl    vor dem Hintergrund der als sehr groß empfundenen Freiheit in der heutigen Demokratie empfunden.

Viele Schüler berichteten auf Nachfrage von Klaus Käppeler über ihre Erfahrungen mit ehrenamtlichem Engagement, über Spaß und Freude, die sie dabei haben und sie stellten selbst viele Fragen über die Arbeit eines Landtagsabgeordneten.

Einig war man sich am Ende der Schulstunde, dass die ungeheure Chance für sehr viel junge Menschen besteht, ihre Zukunft nach eigenen Wünschen zu gestalten und Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen, Dank der Demokratie und einer bunten Parteienlandschaft.

Für einen angeregten Gedankenaustausch über bildungspolitische Fragen bot das anschließende Mittagessen mit Vorständen und der Geschäftsführung einen guten Rahmen. Käppelers Nähe zu Fragen der Schulpolitik ermöglichte ein intensives Gespräch.

Quelle: Initiativbote, Freie Waldorfschule auf der Alb

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