Besuch beim Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverband in Freiburg

„Der ländliche Raum ist ohne funktionierende Landwirtschaft nicht denkbar. Deshalb haben wir von der SPD-Landtagsfraktion ein Arbeitspapier erarbeitet, aus dem deutlich hervorgeht, dass die Entwicklung der ländlichen Räume und die Erhaltung unserer auch für den Fremdenverkehr wichtigen Landschaft ohne unsere bäuerlichen Familienbetriebe nicht möglich ist“. Mit diesen Worten begann der SPD-Arbeitskreisvorsitzende Gerd Teßmer, MdL, sein Eingangsstatement beim Antrittsbesuch im „Haus des Bauern“ beim neuen Präsidenten des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes (BLHV) Werner Räpple.
Zusammen mit dem stv. Arbeitskreisvorsitzenden Klaus Käppeler, dem fremdenverkehrspolitischen Sprecher Gustav-Adolf Haas, dem forstwirtschaftlichen Sprecher Alfred Winkler und dem örtlichen Abgeordneten Christoph Beyer war auch die Europaparlamentskandidatin Gabi Rolland mit zu Präsident Räpple gekommen.

Der BLHV-Präsident Räpple begrüßte das Zusammenarbeitsangebot der SPD-Agrarpolitiker und trug zunächst aus der Sicht des BLHV die derzeitig brennenden Probleme vor. MdL Gerd Teßmer brachte anschließend die Themen Anbaubegrenzung in Hochwasserzonen“, Landkauf durch Schweizer Landwirte“ und „Genfreiheit in Lebensmittel“ ein.
In sehr sachlichen Gesprächen wurden anschließend der Flächenverlust hervorragender Böden durch die geplante Schnellbahntrasse im Markgräflerland, die Anbaubegrenzungen in Gebieten mit möglichen ‚Jahrhunderthochwassern‘, die vom Landesumweltminister vorgesehenen ‚Retensionsflächen‘ für ‚ökologische Flutungen am Rhein und der immer noch andauernde Ankauf von Ackerflächen durch Schweizer Landwirte diskutiert.
Auch durch die Konsequenzen der Entkoppelung der Agrarförderung von den Anbauprodukten und die Bedingungen von Cross compliance waren Gegenstand der Aussprache.

BLHV-Vertreter und die SPD-Abgeordneten brachten ihre Argumente und Wünsche vor und man stellte fest, dass die Interessen nicht weit auseinanderlagen. „Es geht ja auch um dieselbe Zielrichtung, nämlich die Förderung und Erhaltung unserer landwirtschaftlichen Betriebe, auch in benachteiligten Gebieten“, stellte beide Seiten fest. Da bei diesem Treffen mit dem neuen BLHV-Präsident Werner Räpple nicht alle beiderseits gewünschten Themen besprochen werden konnten, lud MdL Gerd Teßmer im Namen des SPD-Arbeitskreises Ländlicher Raum die BLHV-Vorstandschaft zu einem Folgetreffen in Stuttgart ein.

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