Besuch bei OB Dr. Prewo in Nagold

Nagold (Kreis Calw). Im Rahmen der regelmäßigen Vor-Ort-Besuche stattete der Arbeitskreis Ländlicher Raum der SPD-Landtagsfraktion mit seinem Vorsitzenden Gerd Teßmer der Stadt Nagold im Kreis Calw einen Arbeitsbesuch ab. Anlaß dieses Besuches waren die in Nagold von Oberbürgermeister Dr. Rainer Prewo entwickelten Aktivitäten zur Wiederbelebung der Innenstädte und die von Nagold entwickelte Konzeption für eine auf Nachhaltigkeit und ‚grüne Urbanität aufbauende Landesgartenschau-Konzeption.

Die Mitglieder des Arbeitskreises Ländlicher Raum Gerd Teßmer (Mosbach), Klaus Käppeler (Münsingen), Birgit Kipfer (Gärtringen), Herbert Moser (Tuttlingen), Alfred Winkler (Waldshut) und Christoph Bayer (Gutach) hatten davon gehört, wie OB Prewo neue Konzepte für die Wiederbelebung der Innenstädte unter Stärkung der Grüngürtel im Zentrum entwickelt hat und wollten direkt vor Ort sich die Planungen und bereits erfolgten Maßnahmen zeigen lassen.

Der Arbeitskreisvorsitzende Gerd Teßmer wies in seinem Beitrag darauf hin, dass man vor einigen Jahren bereits in Nagold war und damals die Konzeption von Stadt- und Landentwicklung sich vorstellen ließ. Für die Nagolder Sozialdemokraten war der Ortsvereinsvorsitzende Rainer Schmid gekommen und mit Sigrun Vögele war auch die SPD-Stadtratsfraktion durch ihre Vorsitzende vertreten. Von der Stadt waren neben OB Dr. Rainer Prewo die Stadtplaner Dorothea Traub und Guido Grüner gekommen. OB Prewo dankte den SPD-Abgeordneten für das gezeigte Interesse und führte zunächst in die Probleme einer Stadt im ländlichen Raum ein. Auch in Nagold sei das Problem der Verlagerung von Verkaufsangeboten auf die grüne Wiese außerhalb des Stadtzentrum nicht aufzuhalten gewesen. Man habe aber inzwischen Maßnahmen entwickelt, die der Entwicklung der Großeinkaufszentren genauso Rechnung tragen wie dem Bedürfnis einer breiten Bürgerschaft, im Stadtzentrum zu leben und mit kurzen Wegen einzukaufen. „Wir glauben an das ‚Roll back‘ bei den Einkaufsmöglichkeiten, aber die Rückholung der Angebote kommt nicht von alleine“, betonte Dr. Prewo gegenüber den SPD-Abgeordneten.

Wenn aber wie in Nagold inzwischen der Fall die Gewerbetreibenden zusammenarbeiteten dann können die Entwicklung gestoppt werden. In Nagold verbinde man das mit der Renaturierung der Gewässer und der ökologischen Inseln mitten in der Stadt. „Bei uns soll zukünftig Zentralität und Überlebensfähigkeit der Innenstadt durch Grün gefördert werden. Diese könnte durch eine Landesgartenschau, die ohnehin noch nie in dieser Schwarzwaldregion stattgefunden habe, zusätzliche Impulse erhalten“, meinte der Oberbürgermeister.

Als man mit den Grünplanern an das Projekt ‚Landesgartenschau‘ gegangen sei, habe man eine unerwartete Resonanz innerhalb der Bevölkerung und zwar bei allen Altersschichten erfahren. Auch die Wirtschaft ziehe in dieser fast 24 000 Einwohner-Stadt mit. Inzwischen sei eine richtige Bürgerbewegung für die Idee „Landesgartenschau 2010“ in Nagold entstanden.

Für die Abgeordneten vom Arbeitskreis ländlicher Raum waren die Aussagen von OB Dr. Rainer Prewo vor allem zur entwickelten Konzeption interessant. So würden Zukunftsperspektiven aufgezeigt, die nicht unerhebliche Investitionen nach sich zögen. Eine Landesgartenschau bedeute eine „Markenwertschöpfung“ für den Veranstalter und bringe zusätzliche Impulse für den sich immer mehr durchsetzenden Städtetourismus. Dabei stehe der Wirtschaftlichkeitsfaktor bei den Überlegungen ganz vorne.
Dass man in der Stadt Nagold über vier Naturschutzgebiete verfüge, von denen drei mitten in der Stadt liegen, gehöre auch zu einer Zukunftsplanung, Wohnen, Leben, Einkaufen und Natur auch im Stadtzentrum in Einklang zu bringen.

Die Abgeordneten wiesen auf die derzeit vorbereitete Parlamentsinitiative „Zukunft der Gartenschauen in Baden-Württemberg“ hin und machten deutlich, dass man von der Darstellung und dem festen Ziel einer nachhaltigen Stadtentwicklung ohne den ständigen Ruf nach staatlichen Zuschüssen höchst beeindruckt sei. Für den Arbeitskreis bedankten sich MdL Gerd Teßmer als Vorsitzender und Birgit Kipfer als Betreuungsabgeordnete bei ihren Gastgebern Dr. Rainer Prewo, Sigrun Vögele, Guido Grüner und Rainer Schmid.

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