Besonderheiten des kanadischen Schulsystems

Gesamtschule: Die Schüler besuchen sechs bis acht Jahre lang gemeinsam die Grundschule, dann folgt die Sekundarschule (Highschool). Zur Grundschule gehört auch die Vorschule, für Vierjährige halbtags, für Fünfjährige ganztags. Behinderte Kinder werden bis auf wenige Ausnahmen in die regulären öffentlichen Schulen integriert, teilweise in Sonderklassen.

Ganztagsschulen: Der Unterricht findet von 8.45 bis 15.45 Uhr statt, davor und danach gibt es Betreuungsangebote.

Schulkommissionen: Die Provinzen stellen den regionalen Kommissionen (in Ontario 72) Geld für die Schulen zur Verfügung, über die Verteilung entscheiden die Kommissionen. Sie werden von einem Aufsichtsrat geleitet, dessen ehrenamtliche Mitglieder von der Bevölkerung auf drei Jahre gewählt werden. Die Kommission stellt auch Schulleiter und Lehrer ein und regelt Schulbau und Schülertransport.

Lehrer: Sie sind 15 Minuten vor Schulbeginn bis 15 Minuten nach Schulschluss in der Schule : In Ontario unterrichten sie 1300 Minuten pro Woche, in Quebec in der Grundschule 20 Stunden (à 60 Minuten), in der Sekundarschule 17 Stunden. Das Gehalt beträgt je nach Dienstjahren 33 000 bis 62 000 kanadische Dollar, Grundschulleiter erhalten 75 000 bis 82 000 Dollar, Sekundarschulleiter 84 000 bis 91 000. (ca. 0,60€ = 1 kann.$)

Lehreraus- und -fortbildung: Die reguläre Lehrerausbildung besteht aus einem dreijährigen Universitätsstudium und einer einjährigen Lehrerausbildung. Absolventen in Ontario erhalten beim Ontario College of Teachers, einer unabhängigen Agentur, der alle Lehrer angehören, ihre Lizenz. Lehrer aus anderen Provinzen oder dem Ausland müssen Nachweise vorlegen und Tests machen. Für Lehrer gilt: Sie müssen ihre Lizenz alle fünf Jahre erneuern. Dafür sind regelmäßig Fortbildungen nötig. In Quebec gibt es solche Vorschriften nicht. Aber Fortbildung wird ebenfalls erwartet.

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