Auswirkungen einer Krankenhausschließung in Hechingen auf die Region

Kleine Anfrage des Abg. Klaus Käppeler

Ich frage die Landesregierung:

  1. Wie beurteilt das Land Baden-Württemberg ein Zwei-Betriebs-Konzept der Krankenhäuser im strukturschwachen, großflächigen Zollernalbkreis anstatt der bestehenden drei Betriebe?
  2. Wie beurteilt es die Landesregierung die wirtschaftliche Situation der Klinik Hechingen?
  3. Gibt es nach Auffassung der Landesregierung andere geeignete Mittel, die Patientenversorgung der Zolleralb Klinikum gGmbH wirtschaftlich zu sichern, als einen Betrieb zu schließen?
  4. Wie beurteilt die Landesregierung die Tatsache, dass der Landkreis Zollernalb, der in seinem –gemeinnützigen- Gesellschaftsvertrag drei Krankenhausbetriebe verankert hat, nun im Hinblick auf Baufördermittel „am Betrieb Hechingen keinen weiteren Euro investiere, und alle Anstrengungen auf eine funktionierendes Krankenhaus-Konzept auf Balingen und Albstadt richte?“ vgl. Zollernalb-Kurier vom 11.01.2005
  5. Welche Auswirkungen hat nach Ansicht der Landesregierung eine Schließung des Kreiskrankenhauses für das in Hechingen entstandene „Medical Valley“, in dem sich verschiedene Medizintechnik-Unternehmen rund um den Klinikbetrieb Hechingen ansiedelten?
  6. Wie hoch waren die öffentlichen Investitionen in die Krankenhäuser der Zollernalb Kliniken in den vergangenen 30 Jahren, aufgeschlüsselt nach Landeszuschüssen und Mitteln des Kreises für die einzelnen Standorte?
  7. Welche Maßnahmen hält die Landesregierung für wirtschaftlich erfolgreich, um Patientenströme marktorientiert zum Unternehmen zu lenken, um vorhandene Patienten künftig an das Unternehmen zu binden, besonders für ertragsstarke Krankheitsbilder, um abgewanderte Patienten zum Unternehmen zurückzuholen und auf sonstige Weise mittelfristig die Erträge des Unternehmens zu stärken?
  8. Wie wird sich eine Schließung des Kreiskrankenhauses in Hechingen auf die medizinische Versorgung der Menschen im Mittelbereich Hechingen, im Steinlachtal und für die Stadt Burladingen mit seinen vielen Teilorten auf der Alb und im Killertal auswirken?
  9. Wie hat sich die Versorgung mit Krankenhausbetten im Zollernalbkreis seit 1975 entwickelt?
  10. Wie viele Krankenhausbetten pro 10.000 Einwohner gibt es im Bundes- und Landesdurchschnitt, wie viele sind es im Zollernalbkreis und wie viele in vergleichbaren strukturschwachen und großflächigen ländlichen Kreisen?

Stuttgart, 6. April 2005

Käppeler SPD

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