Albhof in Lauterstein – Biogasanlage und Selbstvermarkter

Gleich drei agrarische Schwerpunkte verbindet der bäuerliche Familienbetrieb von Theo Schömbucher in seinem Aussiedler-Betrieb auf der Albhochfläche in Lauterstein: eine Hofmolkerei, eine Käserei und eine 200-kW-Stromanlage auf Biomasse-Basis. Da man von der Vielseitigkeit dieses Betrieb der Familie Schömbucher gehört hatte, statteten MdL Gerd Teßmer, MdL Klaus Käppeler und MdL Alfred Winkler und der parlamentarische Berater Nils Opitz-Leifheit, alles Mitglieder des SPD-Arbeitskreises Ländlicher Raum und Landwirtschaft, die Hof auf der Alb einen Arbeitsbesuch ab. Der Arbeitskreisvorsitzende Gerd Teßmer hatte dazu den Kreisbauern-Obmann Hermann Färber und die Verbandsmitglieder Wolfgang Daiber, Martin Bareiss und Heinrich Rothfuß mit eingeladen, um zusammen mit ihnen und Theo Schömbucher auch allgemeine Probleme der Landwirte auf  den Höfen der Albtrauf besprechen zu können.
Zunächst erläuterte Hausherr Theo Schömbucher seinen Werdegang, der ihn über die Ausbildung zum Landwirt über die Fachhochschule Nürtingen zum Diplom-Agraringenieuer und zum Fachmann für Milchviehhaltung in Lage versetzte, Landwirtschaft in mehreren sich ergänzenden Bereichen zu betreiben.Seine 150 Hektar bewirtschaftet Schömbucher zur Hälfte mit Grünland zur Milchviehhaltung, zum andern für Weizen und Silomais. Die hohen Niederschläge auf der Alb ermöglichten drei bis vier Schnitte im Jahr, was ihn in die Lage versetze, 150 Milchkühe bei eigener Nachzucht zu halten. Dabei setzt Schömbucher auf eine Kreuzung von Schwarzbunten und Fleckvieh, die sich für diese Landschaft  als gut geeignet erwiesen.

Seit 1998 betreibe der Albhof eine eigene Molkerei und Käserei und biete eine breite Palette von Molkereiprodukten aller Art aus eigener Milch und eigener Verarbeitung an. 2500 Privatkunden schätzten inzwischen seine 15 Käsesorten und auch 19 Läden der Edeka-Kette werde beliefert. Um Umkreis von etwa 40 Kilometern werden 55 Hofläden und drei Großhändler mit Albhof-Produkten regelmäßig mit eigenen Fahrzeugen beliefert.
Da er über die Ausbildungsqualifikation verfügt, bildet Theo Schömbucher auch Auszubildende und Praktikanten aus. Seine guten Beziehungen zur FH Nürtingen bringen immer wieder studentische Besuchergruppen auf den Albhof.

Beim Hofrundgang wurde schnell deutlich, dass hier drei Generationen und zahlreiche nahe Verwandte am gleichen Strang ziehen und erfolgreich einen Landwirtschaftsbetrieb bewirtschaften.
Besondere Aufmerksamkeit richteten die SPD-Parlamentarier um MdL Gerd Teßmer dann auch noch auf die Biomasse-Anlage mit einer rund um die Uhr laufenden 200-kW-Anlage, die über zwei Generatoren Strom erzeugt, Abwärme nutzt und auf Grund alleiniger Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen auch noch den Bonus nach dem Energie-Einspeisungsgesetz voll mit nutzt.

Qualität, Zuverlässigkeit und Sauberkeit hat bei Familie Schömbucher höchste Priorität und so ist es nicht verwunderlich, dass man von der DLG schon mit Silber- und Goldmedaillen ausgezeichnet wurde. Dass man in der Vorweihnachtszeit auch noch Christbäume verpackt und auf den Märkten in den Ballungsräumen anbietet, wurde nur so beiläufig noch mit angesprochen.

Dass ein so breit gefächerter Agrarbetrieb langsam an die Grenzen eines Familien- zum Gewerbebetrieb stößt, weiß Theo Schömbucher. Er hat mit seinen benachbarten Landwirten auch zahlreiche Lieferverträge geschlossen. Da er sich vom Bauernverband nicht ausreichend unterstützt sah, ist er ausgetreten. Das Verhältnis zu seinen Berufskollegen sei dadurch aber nicht gestört.

Bei der sich anschließenden Diskussion mit den Vertretern des Bauernverbandes machten Hermann Färber und seine Begleiter deutlich, was man von der neuen schwarz-roten Bundesregierung und von der Landesregierung erwarte. Der Agrarsprecher der SPD im Land Gerd Teßmer und sein Stellvertreter Klaus Käppeler zeigten sich dabei gut informiert und als engagierte politische Vertreter für die heimischen bäuerlichen Familienbetriebe. Alle Gesprächspartner sahen dabei durchaus ein, dass Ausgleichszahlungen und Erstattungen und die Honorierung von Landschaftspflege-Leistungen auch Verwaltung und Kontrolle nötig machten. Man zeigte sich auch über die Agrarinitiativen der SPD im Land und im Bund gut informiert. Auch aus Berlin hatte der bisherige SPD-Staatssekretär Dr. Gerald Thalheim  schon mehrfach im Kreis Göppingen Flagge gezeigt.

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