SPD- Kreisvorstand zu Besuch bei Holder

SPD- Gemeinderäte, Kreisräte und Landtagsabgeordneter Klaus Käppeler waren gekommen, um ihr Interesse an der Wirtschaft im Kreis zu zeigen: „Uns ist es wichtig Betriebe im Landkreis kennenzulernen und uns so kommunalpolitisch einen Überblick zu verschaffen. Da war es nur logisch, auch die Firma Holder als regionalen Produzenten anzusprechen.“ beschrieb Kreisvorsitzender Sebastian Weigle das Anliegen des Vorstandes.

Stefan Heinzelmann begrüßte den Vorstand im 2010 neu eröffneten Kundencenter und Demopark. Dort bekam der SPD- Kreisvorstand nicht nur die Möglichkeit die Firmengeschichte kennenzulernen, sondern auch die Fahrzeuge selbst auf Herz und Nieren zu testen. Unter steilen und nassen Bedingungen wurde schnell klar: Ein „Holder“ ist für jedes Wetter und jede Jahreszeit ausgerichtet. „Die Wendigkeit, die ganzjährige Einsatzbereitschaft und der Bedienkomfort zeichnen unsere Fahrzeuge aus.“ so Mitarbeiter Stefan Heinzelmann.

Die traditionelle Holder- Knicklenkung, gute Sicht auf das Arbeitsgerät als auch der Komfort für die Fahrer machen die Fahrzeuge kommunalpolitisch interessant. Durch die diversen Aufsätze kann dasselbe Fahrzeug für unterschiedliche Aufgaben verwendet werden.

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Dank!

Die vielen wertschätzenden Zuschriften, die mich auf den verschiedenen Kanälen erreichten, waren mir eine große Freude und sind mir ein noch größerer Ansporn, die politische Arbeit für unseren Wahlkreis auch weiterhin mit Herzblut und Energie anzugehen. Diesen großen Tag mit Verwandten, lieben Freunden und weiteren Weggefährten feiern zu dürfen, war ein besonderes Geschenk für mich. Ich freue mich auf viele weitere gemeinsame Jahre mit Euch!

(Die Presseberichterstattung anlässlich meines Geburtstags findet Ihr/finden Sie weiter unten auf dieser Seite.)

Froh übers Engagement

Am Donnerstagabend bereiteten den 22 jungen Männern aus Gambia und Kamerun rund 20 Bürger mit den beiden Seelsorgern Paul Zeller und Roland Albeck sowie Bürgermeister Matthias Henne an der Spitze einen Empfang im Konventbau des ZfP, der das Gefühl von Willkommen ausdrücken sollte (Wir haben berichtet).

Nur wenige Tage sind sie im ansonsten geschlossenen Gasthof "Hirsch" im Ort untergebracht, bis ihre Unterkunft in Unterhausen dann fertiggestellt ist.

Am Samstag lernten die Asylbewerber, die zwischen 18 und 30 Jahre alt sind, bei einem Spaziergang zur Wimsener Höhle die Schönheit ihres kurzen Aufenthaltsortes kennen. Bürgermeister Henne, Pfarrer Albeck mit Tochter Malin und Pastoralreferentin Hildegard Jakob von der katholischen Kirchengemeinde sowie der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Käppeler waren zusammen mit dem Arzt am Zentrum für Psychiatrie, Andreas Knöll, und Gerda Bernecker von der evangelischen Kirchengemeinde vom Start an mit von der Partie. Als Mittler bot sich Bovick Mulumba an, der seit vielen Jahren mit seiner Familie in Baach lebt. Weitere Begleiter stießen später zu den Wanderern hinzu.

Die Frage nach den Gründen für ihre Flucht aus ihrem Heimatland beantworteten die jungen Afrikaner eher zurückhaltend, erkannte Bürgermeister Henne. Schlechte Bildungschancen, aber auch der gewaltsame Tod eines nahen Angehörigen seien genannt worden.

Der junge Schultes freut sich über die gezeigte Bereitschaft der Zwiefalter, sich für Flüchtlinge zu engagieren und betont, dass eine solche Willkommenskultur der richtige Weg gegenüber Flüchtlingen sei. Klar war von Anfang an, dass der "Hirsch" nur wenige Tage als Notunterkunft dienen wird und kann, bewusst ist sich Henne aber auch, dass Zwiefalten über die jetzt schon in der Münstergemeinde lebende Familie aus Serbien hinaus erneut mit der Unterbringung von Asylbewerbern konfrontiert werden kann. Dann gelte es, sich Gedanken zu machen, wo dies geschehen könne.

Quelle: SWP vom 20.10.2014, Autorin: Waltraud Wolf

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Gremium setzt sich für Erhalt und Weiterentwicklung des Haupt- und Landgestüts Marbach ein

Stuttgart/Gomadingen-Marbach. Der Ausschuss für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz des Landtags setzt sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung des staatlichen Haupt- und Landgestüts Marbach ein. Darin war sich das Gremium bei einem Besuch der Einrichtung im Rahmen einer auswärtigen Ausschusssitzung am Mittwoch, 8. Oktober 2014, einig, wie der Ausschussvorsitzende, der CDU-Abgeordnete Karl Traub, am Freitag, 10. Oktober 2014, mitteilte.

 

Nach Angaben Traubs leistet der traditionsreiche Pferdebetrieb eine hervorragende Arbeit und nimmt auch wegen seines Wirkens in verschiedenen Netzwerken national und international eine wichtige Position im Bereich der Pferdehaltung und -zucht ein. Als bundesweit größter Ausbildungsbetrieb für Pferdewirte spiele Marbach in der Nachwuchsförderung eine entscheidende Rolle. Außerdem habe das älteste staatliche Gestüt Deutschlands eine herausragende wirtschaftliche Bedeutung für die Region und sei mit einer halben Million Besuchern pro Jahr ein wahrer Tourismusmagnet.

 

Beim Rundgang über das Gelände seien die Abgeordneten von der Leiterin der Einrichtung, Dr. Astrid von Velsen-Zerweck, über aktuelle Entwicklungen im Betrieb und Pläne für die Zukunft informiert worden, berichtete Traub. In einer sich anschließenden Sitzung habe der Ausschuss mehrere parlamentarische Anträge beraten.

 

Quelle: Landtagspressestelle

 

Anmerkung: Der Besuch des Gremiums wurde maßgeblich durch den stellv. Vorsitzenden des Landwirtschaftsausschusses Klaus Käppeler MdL initiiert.

Landauf, landab ist die Gemeinschaftsschule in Walddorfhäslach in aller Munde

Klaus Käppeler war extra aus seinem Wahlkreis Münsingen -Hechingen nach Walddorfhäslach gekommen, um den Start der Gemeinschaftsschule ins dritte Jahr zu begleiten und die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen zu würdigen. Käppeler machte deutlich, dass die Gustav-Werner-Gemeinschaftsschule auf der Erfolgsspur in Sachen modernen Lernens ist.

Dies kann man in Walddorfhäslach sehr gut beobachten, denn aus zehn verschiedenen Ortschaften schicken inzwischen Eltern ihre Kinder nach Walddorfhäslach. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt liegen wieder über zehn Anmeldungen für das kommende Schuljahr vor. Dies zeugt von der überaus qualifizierten und professionellen Arbeit der Gemeinschaftsschule. Die Schule ist in diesem Schuljahr mit 63 Fünftklässlern dreizügig, womit vor zwei, drei Jahren kaum jemand gerechnet hatte.
In Walddorfhäslach merke man deutlich, so Käppeler, dass auch die Gemeinde mitziehe, hier wird viel für die Schülerinnen und Schüler getan. Zum Beispiel die Schulmensa. »Wir investieren hier gerade 1,2 Millionen Euro«, sagt Bürgermeisterin Silke Höflinger. Die Millionen fließen allerdings nicht nur in die neue Mensa, sondern auch in zwei hochmoderne NWA-Räume.

»Ich freue mich, dass die Schule einen so großen Zuspruch findet«, erklärt Höflinger. Die ganzen Investitionen, die sich mit der energetischen Sanierung der Schulgebäude auf über zwei Millionen Euro summieren werden, seien nur wegen der derzeitig guten Finanzlage der Gemeinde möglich. Höflinger: »Wir haben eine sehr gute Ausgabendisziplin. «  Höflinger und Röckel merkten kritisch an, dass sie sich mehr Zuschüsse wünschten und die neuen Schulbauförderrichtlinien schneller auf den Weg gebracht werden müssen. Die Gemeinschaftsschulen können nur in den Kommunen funktionieren, wo auch die finanziellen Mittel vorhanden sind.

»Unser Konzept beruht auf Stärkung und Entfaltung der Persönlichkeit jedes Kindes«, betont Rektor Ralf-Michael Röckel, der nach Auffassung Käppelers  maßgeblich am Erfolg der Gustav-Werner-Schule beteiligt ist. Gemeinsam mit den Kindern Schule gestalten bedeute, sich auf persönliche Lernwege der Kinder einzulassen. Dafür brauche es genügend Zeit und eine Lernkultur, die dem Austausch der Kinder Raum gebe und sie individuell fördere, so Röckel weiter.
Mit großem Interesse schaute sich Käppeler den Unterricht live an. Er erfuhr von Lerninseln, von Lernbegleitern, von individuellem, gemeinsamem und kooperativem Lernen, konnte sehen, dass sich das klassische Klassenzimmer aus der eigenen Kindheit inzwischen in Luft aufgelöst hat. Kein Lehrer mehr, der vor der Klasse steht und den Stoff runterbetet, kein Frontalunterricht mehr.
Jeder Schüler ist nun zum großen Teil für seinen eigenen Lernfortschritt verantwortlich, die Stärkeren helfen den Schwächeren, es gibt einen Klassenrat und strikte Regeln. In Klasse fünf und sechs gibt es keine Noten und auch kein Sitzen bleiben mehr. Nur noch detaillierte Beurteilungen der Lernenden.

»Das war schon sehr beeindruckend«, meinte Klaus Käppeler, nach seinem Rundgang durch die Räumlichkeiten der Gemeinschaftsschule in Walddorfhäslach. Ein richtiges Kompliment, die Arbeitsweise kann sich sehen lassen.

Klaus Käppeler versprach, dass er sich auch weiterhin im Schulausschuss im Landtag für eine gute finanzielle und personelle Ausstattung der Gemeinschaftsschulen einsetzen werde.

„Wir sind dankbar, dass Klaus in unserer Fraktion ist“

Unter dem Motto "Après-Ski" stand Klaus Käppelers Geburtstagsfeier am Samstagabend in der Zwiefalter Rentalhalle, die für den Anlass passend mit zahlreichen Ski-Utensilien geschmückt war. Den Gästen, die Käppeler am Eingang zusammen mit seiner Frau Gundi begrüßen konnte, wurde ein Skipass "gültig 4./5. 10. 2014" ausgehändigt. Auf denen war ein Skigebiet ausgewiesen, das zugleich den Tisch zuwies, an dem man später Platz nahm.

Käppeler selbst saß mit seiner Familie passenderweise am Tisch "Klausberg". Viel Prominenz hatte sich eingefunden, um den runden Geburtstag des Politikers zu feiern. An der Spitze der stellvertretende Ministerpräsident und Finanzminister Nils Schmid, dann die SPD-Minister Reinhold Gall und Andreas Stoch, Fraktionschef Claus Schmiedel, Landtagsvizepräsident Wolfgang Drexler, DGB-Landeschef Nikolaus Landgraf, Landrat Thomas Reumann, MdB Martin Gerster aus Biberach, weitere SPD-Kollegen aus der Landtagsfraktion, viele Bürgermeister und Mandatsträger – auch aus dem anderen politischen Lager. Sie alle stellte Käppeler im Laufe des Abends vor, der nach einem Sektempfang und einen Ständchen der Zwiefalter Musikkapelle, die auch für die ausgezeichnete Bewirtung verantwortlich zeichnete, mit der ersten Laudatio fortgesetzt wurde.

Die nahm Claus Schmiedel vor, der an Käppelers Geburtsjahr erinnerte, als man das Wunder von Bern feierte. Jetzt wünsche man sich ein Wunder vom VfB, fügte er lachend hinzu. Den Jubilar charakterisierte er als jemanden, der sich an der Sache orientiere, nie "schnörkele", sondern klar sage, was er denke. Sein Ziel sei es, zu erreichen, dass es in der Bildung im Land gerechter zugehe. Käppeler sei bescheiden als Person, aber ehrgeizig in dem, was er in der Politik erreichen wolle. Und er könne Erfolge aufweisen. Etwa bei der Frage, mit welcher Schülerzahl der Schulbetrieb aufrecht erhalten werden könne. Hier sei der Koalitionspartner zentralistischer eingestellt.

Aber Käppeler habe sich durchgesetzt, was ein großer Erfolg für den ländlichen Raum sei. Das gelte auch beim Ausbau der Ganztagesschulen, als es ihm gelungen sei, dass mit 25 Kindern jahrgangsübergreifend ein Ganztagesangebot eingerichtet werden kann. Und Käppeler habe mit dafür gesorgt, dass 4000 Lehrerstellen, die schon von der CDU gestrichen worden seien, erhalten bleiben. Schmiedels Fazit: "Wir sind dankbar, dass Klaus in unserer Fraktion ist".

Nils Schmid erinnerte daran, dass der 5. Oktober passend Weltlehrertag sei. Er lobte das große Engagement des Jubilars in einer Region, in der die SPD um Aufmerksamkeit kämpfen müsse. Käppeler sei hartnäckig bei der Verfolgung seiner Ziele, auch darin, die Interessen seiner Region zu Gehör zu bringen. In der Tonart werde er nie laut, brauche keine großen Auftritte. Schmid: "Klaus Käppeler ist für die SPD im Landkreis unverzichtbar". Auch in den Jahren ohne Landtagsmandat habe er den Wahlkreis vertreten und 2011 dafür die verdiente Anerkennung geerntet.

Kultusminister Andreas Stoch listete in einer munter vorgetragenen Rede seine Amtsvorgänger auf, angefangen bei Gotthilf Schenkel, verknüpfte deren Amtszeiten mit Käppelers Werdegang. Für Heiterkeit sorgte er mit einer Anekdote, die sich auf einem Herrenklo in Berlin abgespielt habe, als Käppeler neben ihm stehend formulierte: "Andi, du musst jetzt springen". Gemeint war die Nachfolge der glücklosen Ministerin Gabriele Warminski-Leitheußer. Käppeler sei kein Freund großer Worte – die Namen der drei Söhne bestünden aus elf Buchstaben, sorgte Stoch für Heiterkeit – , könne aber mit den wenigen Worten sehr deutlich werden. Er bezeichnete ihn als "den besten Lobbyisten für alle Kinder, die ein Päckle mit sich rumschleppen müssen".

Landrat Thomas Reumann listete Käppelers Wirken in mehreren Akten auf, beginnend mit dem Politiker, der oft hinter den Kulissen effizient für Zwiefalten und den Landkreis kämpfe, den eine große Liebe zur Landschaft und ihren Menschen auszeichne. Ihm liege die deutsch-französische Freundschaft sehr am Herzen, aber auch der Sport, ob Fußball oder Skifahren, und nicht zuletzt die Fasnet, wo er es als ein Höhepunkt seines Lebens 1995 zum Zwiefalter Bruddlkönig geschafft habe, lachte Reumann. Der Landrat lobte Käppelers "große Leidenschaft für die Belange von Kindern und Jugendlichen", sein großes bürgerschaftliches Engagement. Reumann: "Sie sind zum Vorbild geworden".

Spenden für das Geburtstagskind werden an den Verein "Kinder brauchen Frieden" gehen, der sich und seine Arbeit an diesem Abend vorstellte. Ab Mitternacht konnte dann gratuliert werden. Zur Unterhaltung spielte Alleinunterhalter Frank Schröder auf, Vorsitzender der SPD Sonnenalb.

Quelle: SWP vom 06.10.14, Autor und Foto: Reiner Frenz

Politik und Lebensweisheit

ZWIEFALTEN/HOHENSTEIN. Wie sich das Gewinnen anfühlt, weiß Klaus Käppeler. Er weiß aber auch, wie es ist zu verlieren. Wer als SPD-Mitglied in einer konservativen Region Politik machen möchte, der darf nicht mit stabilem Rückenwind rechnen. Aus Käppelers politischer und persönlicher Bilanz nach sechzig Jahren spricht so ein gutes Stück Lebensweisheit: »Von heute auf morgen kann alles ganz anders sein.« Am Sonntag, 5. Oktober, feiert der Landtagsabgeordnete und Schulleiter Geburtstag.

Schlagartig ganz anders wurde alles zum Beispiel am 26. März 2006. Landtagswahl, Debakel für die SPD. Und Klaus Käppeler, der sich nach fünf Jahren in Stuttgart und der Region Erfahrungen und Kontakte erarbeitet hatte, war sein Mandat wieder los. »Seit dieser Zeit weiß ich, wer meine Freunde sind und wer nicht«, beschreibt er die durchaus bittere Erfahrung, von einem Tag auf den anderen kaum mehr eingeladen zu werden, noch nicht einmal zur Fasnet. Umso wohltuender – und fast schon prophetisch – die Begrüßung durch den Metzinger Oberbürgermeister Dieter Hauswirth bei einem Neujahrsempfang in der mandatlosen Zeit. Als »Abgeordneten a. D. und in spe« hieß der CDU-Mann Käppeler damals willkommen.

»Von heute auf morgen kann alles ganz anders sein «
 
Schlagartig wieder anders wurde alles am 27. März 2011. Landtagswahl, Regierungswechsel. Klaus Käppeler war wieder drin, und sogar als Abgeordneter einer Regierungspartei – damit mehr denn je ein gefragter Mann bei all jenen, die berechtigte oder unberechtigte Anliegen an die Landespolitik haben. »Man darf sich nicht alles zu Herzen nehmen«, ist die Lehre, die der SPD-Politiker aus diesem Auf und Ab in der öffentlichen Gunst gezogen hat. Wichtiger ist ihm, Sachthemen in Ruhe voranzutreiben, Kontakte und Netzwerke zu pflegen. Wie zum Beispiel die jährlichen Infotreffen mit Vertretern der Landwirtschaft, initiiert vom Kreisobmann Gebhard Aierstock, zu dem Käppeler nach eigenen Worten »ein sehr gutes Verhältnis« hat.

Etwas landwirtschaftliches Basiswissen bringt der Politiker von zu Hause aus mit: In Nesselwangen bei Überlingen hatte sein Vater einen Hof bewirtschaftet; in den Ferien mitzuhelfen, war für den ältesten Sohn selbstverständlich. Dass der junge Klaus dann nicht Bauer, sondern Lehrer werden wollte, trug der Vater aber durchaus zufrieden mit.

1979 heiratete Käppeler seine Frau Gundi, eine Hayingerin. Ein Jahr später fing er an der Schule in Zwiefalten an. Seine Wunschstelle, was ungewöhnlich war: »Die Meisten wollten bloß schnell wieder von Zwiefalten weg.« Der begeisterte Hauptschullehrer hielt 27 Jahre lang zur Stange, bevor er als Rektor an die Hohensteinschule wechselte.

Ein Hauptschullehrer hat vielfach »mit dem Drittel der Gesellschaft zu tun, das keine so guten Voraussetzungen hat«. Von der Identifikation mit Benachteiligten bis zum Engagement bei den Sozialdemokraten war es für ihn ein kleiner Schritt. Klaus Käppeler tat ihn 1980, als er in den SPD-Ortsverein Zwiefalten-Hayingen eintrat. »Die haben sich gefreut, dass ich kam. Damals wählte Zwiefalten zu achtzig Prozent CDU.« In dem kleinen Verein wurde der Lehrer schnell Schriftführer, 1985 dann Vorsitzender, was er bis heute geblieben ist.

Wer im schwarzen Zwiefalten das rote Fähnchen hochhalten will, der braucht »einen langen Atem«. Bis die Leute merken, dass einer zwar Sozi, aber sonst recht vernünftig und normal sein kann. Beim ersten Anlauf 1984 verpasste Käppeler den Einzug in den Gemeinderat. 1989 wurde er gewählt. Vorangegangen war die 900-Jahr-Feier Zwiefaltens, an der er als französischer Soldat hoch zu Pferd mitgewirkt hatte. Als Lehrer und als Leiter der Volleyballgruppe kannten ihn die Leute inzwischen auch. Zwanzig Jahre später, 2009, schaffte es Käppeler bei der Kommunalwahl sogar zum Stimmenkönig – für ihn eigentlich der schönste politische Erfolg überhaupt.

Höhere politische Ambitionen hatte Klaus Käppeler damals nicht. Als ihn der SPD-Landtagsabgeordnete Walter Mogg 1995 fragte, ob er nicht als Zweitkandidat ins Rennen gehen wolle, ist der Zwiefalter »aus allen Wolken gefallen«. Mit dem 24. März 1996 hat er dann gleich gelernt, dass Landtags-Mandate nicht auf Lebenszeit sind, schon gar nicht bei der SPD: Mogg verlor das seine.Im unruhigen politischen Auf und Ab halten Klaus Käppeler zwei Konstanten auf Kurs. Die eine ist seine Familie mit den drei Söhnen Kai, Axel und Ingo, inzwischen alle drei erwachsen. »Alles gut« ist Käppelers Kurz-Zusammenfassung für diesen Teil seines Lebens. Die zweite Konstante ist die Schule, in der er als Rektor in Hohenstein berufliche Erfüllung gefunden hat: »Die Rolle des Schulleiters, das ist mein Leben.« Schmerzlich empfindet Käppeler deshalb, was unter den Stichworten »demografischer Wandel« und »Bildungspolitik« auch den Landespolitiker beschäftigt: Hohensteins Hauptschule läuft mangels Schülern in zweieinhalb Jahren aus.

Schlagartig anders wird Klaus Käppelers Leben spätestens im Frühjahr 2016 wieder. Dann will er – »wenn ich dann noch gesund bin und die Genossen mich wieder nominieren« – erneut kandidieren. Wird er gewählt, dann bedeutet das den Abschied von der Schule, da der Landtag künftig Vollzeitparlament ist. Und wenn er nicht gewählt wird? Dann wird Käppeler plötzlich wieder sehr viel weniger Einladungen kriegen. (GEA)

Quelle: GEA vom 04.10.2014

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Als Politiker eher ein Pragmatiker

Die politische Laufbahn ist ihm nicht gerade in die Wiege gelegt worden, stammt Klaus Käppeler doch von einem Bauernhof aus Nesselwangen bei Überlingen und nicht etwa aus einer Arbeiterfamilie. Dort ging er auch auf die Volksschule, die acht Klassen in einem Raum beherbergte. Es war ein streng katholisches Elternhaus, erzählt er. Bis zum Alter von 18 Jahren war er Ministrant, engagierte sich in der kirchlichen Jugendarbeit. Nach der vierten Klasse fragte der Pfarrer die Eltern, ob der Sohn nicht später Priester werden könne, wozu er auf die Mittelschule nach Überlingen wechseln sollte. Nach zwei Jahren auf der Mittelschule, die der heutigen Realschule entsprach, wechselte Käppeler aufs Gymnasium.

Taschengeld gab es damals keines, sein Geld verdiente er sich durch das Austragen der Zeitung, wofür er sehr früh morgens aufstand. Geprägt haben ihn in diesen Jahren die Schullandheim-Aufenthalte, im Schwarzwald, in Südtirol, in Paris und im Elsass. Für das Skischullandheim arbeitete er in den Ferien vier Wochen lang im Wald, womit es ihm möglich war, sich die Skiausrüstung zu finanzieren. Das Skifahren sollte zu einer Leidenschaft werden, der er noch heute frönt.

Nach dem Abitur im Jahr 1974 wollte er seinen Wehrdienst ableisten, wurde aber wegen Knieproblemen, die er sich beim Fußballspiel zugezogen hatte, untauglich gemustert. "Ich musste jetzt also schnell entscheiden, was ich werden wollte", erinnert er sich. Priester stand damals schon längst nicht mehr zur Debatte, aber ein Beruf, der ihm Umgang mit jungen Menschen bieten konnte, schon. Da lag es nahe, ein Lehrerstudium an der PH in Weingarten zu beginnen, mit den Fächern Englisch und Geschichte. Dank Bafög, eingeführt von der SPD unter Willy Brandt, konnte er dieses auch finanzieren.

Käppeler wohnte in einer WG auf einem Bauernhof, an den Wochenenden setzte er sich meistens auf seine Honda 250 und brauste heim nach Nesselwangen. Nach zwei Wintern war das erste Auto, ein blauer VW Käfer, fällig, dessen Heizleistungen freilich auch nicht berauschend waren. Im Studium lernte er seine Frau Gundi kennen, die auch Englisch studierte. 1979 heiratete das junge Paar, das beruflich zunächst auseinandergerissen worden war, um die Chance zu haben, zusammenzukommen. Käppeler absolvierte sein Referendariat in Wurmlingen bei Tuttlingen, arbeitete zunächst ein Jahr in Immendingen, während seine Frau an der Münsterschule in Zwiefalten landete. Dorthin kam er schließlich 1980 auch.

1981 kam der älteste Sohn Kai auf die Welt, der inzwischen verheiratet ist und als Informatiker in Zürich arbeitet, zwei Jahre später Axel, der Fachpfleger für Psychiatrie ist und Pflegemanagement studiert. Ingo komplettierte 1985 die Familie. Er ist Netzwerkspezialist und bei einer Firma in Erding angestellt, die das Netzwerk von Porsche wartet. 1985 kauften die Käppelers in Zwiefalten ein altes Haus, das renoviert wurde und in dem sie noch heute wohnen.

Politisch interessiert war Klaus Käppeler schon immer, was durch einen engagierten Geschichtslehrer in der Schulzeit angestoßen worden war. In der Hauptschule hatte er zudem mit Schülern zu tun, die nicht privilegiert waren, deren Anwalt er ein Stück weit werden wollte. Im Amtsblatt hatte der SPD-Ortsverein zur Sitzung eingeladen: "Ich bin einfach hinmarschiert und freudestrahlend empfangen worden", lacht er, wobei ihm zu dieser Zeit gar nicht bewusst gewesen sei, wie schwer man sich im konservativ geprägten Zwiefalten als Sozialdemokrat tut. Seit 1985 ist er Ortsvereinsvorsitzender. Im Jahr zuvor hatte er erstmals auf der Freien Wähler-Liste für den Gemeinderat kandidiert, wenngleich noch erfolglos. Fünf Jahre später sollte es reichen. "Anstrengend" seien die ersten Jahre im Rat gewesen, erinnert sich Käppeler, der immer wieder als "Schulmeister" abgekanzelt worden sei. "Ich habe mich nicht unterkriegen lassen", schmunzelt er. Die Wähler jedenfalls honorierten seinen Einsatz, 2009 wurde er sogar Stimmenkönig.

Kraft Vorstandsamtes war Klaus Käppeler Mitglied im SPD-Kreisvorstand, 1993 wurde er zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden gewählt. Bei einer Sitzung im Jahr 1995 wurde er von Walter Mogg gefragt, ob er sich vorstellen könne, Zweitkandidat zu werden. "Ich bin aus allen Wolken gefallen", erinnert er sich, sagte aber zu und wurde zudem Moggs Wahlkampfleiter, in einem Team, dem auch der spätere Münsinger Bürgermeister Mike Münzing angehörte.

2001 fand die nächste Landtagswahl statt. Käppeler war ermuntert worden, zu kandidieren. Am Nominierungsabend hatten die Delegierten die Wahl zwischen Käppeler, Klaus-Dieter Fink und Dr. Horst Prautzsch. Letzterer führte nach dem ersten Wahlgang, Käppeler lag nur an dritter Stelle. Als Fink enttäuscht aufgab, empfahl er Käppeler, der dann tatsächlich zum Kandidaten gekürt wurde. Er rechnet es Prautzsch noch heute hoch an, dass dieser ihn dennoch im Wahlkampf engagiert unterstützte.

Auch dank der damals sehr populären Spitzenkandidatin Ute Vogt schnitt die SPD sehr gut ab, Käppeler wurde Abgeordneter, musste lernen, sich in die hierarchisch geführte Fraktion einzugliedern, eigene Vorstellungen manchmal auch unterzuordnen.

Ausschussplätze mussten vergeben werden. Klaus Käppeler erinnert sich noch gut an das halbstündige Gespräch mit dem damaligen Fraktionschef Wolfgang Drexler. Als Lehrer war es quasi vorbestimmt, dass er im Bildungsausschuss landete. Die Arbeit im Landtag machte auch aus der Opposition heraus Spaß, sagte er. Schnell war er übrigens Mitglied der Landtags-Fußballelf, kickte zusammen mit Günther Oettinger, zu dem er noch heute ein gutes Verhältnis hat, im Sturm.

Für die Wahl 2005 war er mit 100 Prozent der Delegiertenstimmen nominiert worden, diesmal scheiterte er jedoch knapp, stand am Montag nach der Wahl wieder in der Münsterschule. Wie sollte es weitergehen? Käppeler wurde gefragt, ob er nicht als Bürgermeister kandidieren wolle, entschied sich aber, weiter Lehrer bleiben zu wollen. In Hohenstein wurde die Stelle des Schulleiters ausgeschrieben. 2007 trat er diese an, steckte viel Energie in die Schule, setzte sich ein für die Zukunft der Hauptschule, konnte Ganztagesbetreuung einführen, aber den demographischen Wandel doch nicht verhindern, der dazu führt, dass die Hohensteinschule ihren Status als Hauptschule verlieren wird.

Seit 2011 ist er wieder Mitglied im Landtag, jetzt auf der Regierungsseite, jetzt mit weit mehr Gestaltungsmöglichkeiten. So wurde der Bildungsetat um zehn Prozent auf zehn Milliarden Euro aufgestockt, betont Käppeler, der sich auf die Fahnen schreibt, dass die Grünen-Forderung von großen Eingangsklassen nicht umgesetzt wurde, was zum Schulsterben auf dem Land geführt hätte. Vehement hat er auch für die Chance gekämpft, dass auch kleine Grundschulen die Möglichkeit erhalten, Ganztagesbetreuung anzubieten. In eineinhalb Jahren ist die nächste Landtagswahl. Käppeler wird sich um eine erneute Nominierung bemühen, im Falle einer erfolgreichen Wahl sein Amt als Schulleiter aufgeben, "auch wenn mir das sehr schwer fällt".

Doch jetzt wird erst einmal gefeiert. Mehr als 230 Gäste erwartet er heute Abend in der Zwiefalter Rentalhalle, unter ihnen mehrere SPD-Minister mit Nils Schmid an der Spitze. Dabei sein werden aber auch viele alte Freunde, unter anderem die "Gipsfuß"-Fußballer, die Freizeit-Volleyballer, die Skifahrer, mit denen er seit mehr als 25 Jahren regelmäßig nach Flums reist.

Quelle: SWP vom 04.10.2014

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Stärkung des Kulturlandes Baden-Württemberg mit weiteren 12 Millionen Euro

Stuttgart (spd) Die grün-rote Landesregierung bekennt sich zum Kulturland Baden-Württemberg nicht nur mit Worten, sondern mit verlässlicher zusätzlicher Finanzierung von 12 Millionen. „Die Regierungsfraktionen begrüßen das von Kunststaatssekretär Jürgen Walter vorgestellte Investitionspaket Kultur und sehen dies als einen ersten wichtigen Schritt an, um den Förderbedarf bei den nicht-staatlichen Kultureinrichtungen zu kompensieren. Dort besteht seit einer pauschalen Absenkung der Kunstförderung im Jahr 2004 großer Nachholbedarf“, so Klaus Käppeler, SPD-Landtagsabgeordneter und Thomas Poreski, Betreuungsabgeordneter der Grünen für den Wahlkreis Hechingen-Münsingen. Staatssekretär Walter setze mit seinem Paket Schwerpunkte in der Förderung des Musiklandes BW mit der Stärkung freier Ensembles, von Neuer Musik, Jazz und der Amateurmusik und in der Förderung von Kultureller Bildung und Interkultur sowie der Film- und Medienlandschaft. Das Investitionspaket zeige laut Poreski und Käppeler ebenfalls, dass vielfältige Kunst und Kultur im ganzen Land entsteht, in den Zentren ebenso wie in der Fläche. „Der Ländliche Raum kommt nicht zu kurz, auch hier investiert die Landesregierung in Exzellenz und Breite.“

Thomas Poreski und Klaus Käppeler: „Wir wollen die Bandbreite und Qualität der Kunst und Kultur in Baden-Württemberg bewahren und für die Zukunft sichern. Dazu gehört auch die Förderung der vielfältigen künstlerischen Ausdrucksformen im ganzen Land und die Möglichkeit der Beteiligung daran für alle Bürgerinnen und Bürger. Dafür haben wir uns eingesetzt und kommen diesem Ziel mit dem Haushalt wieder ein großes Stück näher.“

Für den Kulturstandort Hechingen-Münsingen bedeutet die Investition in den Landeskulturhaushalt, dass folgende Einrichtungen ab 2015 mehr Landesförderung erhalten:

Bad Urach, Herbstliche Musiktage: Erhöhung um 8.800 auf 70.000 Euro

Melchingen, Theater Lindenhof: Erhöhung um 114.400 auf 603.900 Euro

Schwäbische Alb, Biennale INTERIM: Neuförderung (Dauerförderung) von 50.000 Euro

Klaus Käppeler: „Wir freuen uns, dass wir die Arbeit unserer Kulturschaffenden im Wahlkreis jetzt besser unterstützen können. Investitionen in Kunst und Kultur sind Investitionen in die Zukunft – für die Menschen und für den Standort auf der Schwäbischen Alb.“ Aber auch indirekt profitiere der Standort, so Thomas Poreski abschließend: „Von zusätzlicher Unterstützung für Amateurmusik- und Amateurtheaterverbände, für Jazz und Tanz oder landesweite Initiativen zur Kulturellen Bildung, davon profitieren wir alle in ganz Baden-Württemberg.“