Gemeinderatswahl Münsingen: Bunter geworden mit Grün

Die Freien Wähler folgen in der Gunst der Münsinger auf Platz zwei, verlieren aber einen ihrer bislang sieben Sitze. Auch die Christdemokraten mussten Federn lassen und sind jetzt noch lediglich mit fünf Räten vertreten, davon zwei, die sich erstmals als Kandidaten haben aufstellen lassen. Gleichziehen mit der CDU konnten die Liberalen, was die Zahl der Sitze anbelangt: Entgegen des allgemeinen Trends legten sie in Münsingen wieder zu und dürfen jetzt mit fünf Vertretern ins Rathaus einziehen, das um die Farbe grün bunter geworden ist.

Denn bei dieser Kommunalwahl mischte in Münsingen auch die Liste Bündnis 90/ Die Grünen mit, über die Nina Speidel es geschafft hat mit ihrer Kandidatur. Unverändert bleibt die Zahl der weiblichen Vertreter der Bevölkerung mit fünf Frauen. Und auch was die Wahlbeteiligung anbelangt, ist die Stadt mit 50,3 Prozent ähnlich aufgestellt, wie bei der letzten Gemeinderatswahl.

Gesamtergebnis (vorläufig): Wahlberechtigte 11 269, Wähler 5 666 (50,3 Prozent), CDU 21 545 (21,3 Prozent), Bündnis 90/Die Grünen 5 493 (5,4 Prozent), SPD 31 056 (30,7 Prozent), Freie Wählervereinigung 23 576 (23,3Prozent), Liberale Bürger 19 330 (19,1 Prozent). – Gewählte fett gedruckt .

Wohnbezirk I, Münsingen:

CDU: Jochen Schuster 2 110, Thomas Schönmetz (neu) 1 166, Rupert Wagler 820, Roland Dörr 1 157, Stefan Gaub 1 062, Emanuel Kraft 856, Gertrud Renner 798, Stefan Gekeler 359, Katja Endler 424, Dipl.-Betriebswirt Markus Lamparter 660.

Grüne: Nina Speidel (neu) 1 243, Andreas Jannek 917, Christine Battaglia 529, Katja Luciano-Jones 299, Ursel Zeiler 337, Michael Köhler 214.

SPD: Dr. Eberhard Rapp 6 750, Dorothea Pfleiderer-Müller 2 210, Harry Zilz 2 791, Christine Bott 763, Giovanni Lentini 1 480, Annegret Müller-Bächtle 778, Berthold Hofmann 1 307, Dr. Siegfried Hahn (neu) 1 513, Manfred Bähr 332, Dipl.-Volkswirt Jochen Klaß 1 379.

FWV: Uli Schwenk 3 593, Bärbel Stotz 1 600, Sandra Bleher 1 0 91, Carola Fromm 559, Alexander Groß 257, Ernst Krehl 1 137, Karl-Heinz Krehl 619, Rainer Mangold 291, Bernd Thumm 544, Christoph Zimmermann 661. Liberale Bürger: Rolf Gaub 1 562, Martin Gaßner717, Michael Ruopp 533, Dr. Gerhard Schnitzer 2 334, Gerd Kinzelmann 651, Helmut Kaden 1 075, Haike Benski 347, Hartmut Pioch 581, Uwe Reutter 619, Peter Hornung 760.

Wohnbezirk II, Auingen, Böttingen, Magolsheim:

CDU: Katharina Geist 828, B. SC. Ferdinand Rommel 1 114, Katja Spinnler 826, Dipl.-Ing. (FH) Daniel Stark (neu) 1 449, Pellai Ruopp 286.

SPD: Birgit Hartwig 1 553, Manfred Häbe 662, Irmgard Heinzl 650, Thomas Kaiser 1 188.

FWV: Eckart Ludwig 1 618, Tobias Krehl 891, Martin Ruopp (neu) 1 526, Sabine Ruopp 1 405, Gernot Weber 545.

Liberale Bürger: Eva Kaden-Schuster 577, Wolfgang Reiser 477, Margit Holzke (neu) 656, Dieter Kargl 374, Hildegard Brändle 623.

Wohnbezirk III, Apfelstetten, Buttenhausen, Hundersingen, Bichishausen, Gundelfingen, Dürrenstetten, Bremelau:

CDU: Georg Erzberger 1 407, Markus Hermann 570, Lukas Bloching 805, Wolfgang Marmor 674.

Grüne: Dr. Andrea Münkle-Krimly 1 160.

SPD: Jan-Dirk Naegelsbach 962, Bettina Last 1 247, Arnd Brändle 985, Matthias Backhaus (neu)1 412.

FWV: Paul Jörg 2 300, Armin Kächele 1 436.

Liberale Bürger: Walter Stärk (neu) 985, Carmen Krüger 150, Martina Schmid 479, Andreas Heideker 794.

Wohnbezirk IV, Dottingen, Rietheim, Trailfingen:

CDU: Gunter Wagler 1 306, Stephanie Fischer 674, Martin Schepper 1 084, Barbara Wurz 1 110.

Grüne: Anja Leyhr 455, Manfred Grunert 339.

SPD: Adolf Lamparter 1 511, Roland Ostertag 1 081, Martin Balz 502.

FWV: Gottlob Dangel 2 141, Mathias Bleher 426, Ute Heinkel 131, Maria Hirrle 805.

Liberale Bürger: Andreas Glück 3 358, Gerd Söll 901, Martin Schneiderhan 388, Elisabeth Schick 389. (GEA)

Quelle: Gea vom 27.05.14, Autorin Ulrike Oelkuch

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Gemeinderatswahl Trochtelfingen: SPD holt sich fünf Sitze

Andererseits liegt die neue Zusammensetzung aber auch daran, dass die Wähler die Chance genutzt haben, die Karten neu zu mischen. Denn nicht jeder, der wieder antrat, wurde auch wiedergewählt: Birgit Schröder (SPD), die nur zwei Stimmen weniger als Edwin Mader erhielt, und Helmut Bez (FWV) müssen sich aus der Ratsrunde verabschieden. Aus den Reihen der SPD schafften dafür zwei neue Bewerberinnen – Marita Sauter-Storz und Doris Wittner – den Sprung ins Bürgerparlament.

Dieses Mal kein Ausgleichssitz

Mit Listenführerin Dr. Karin Goerlich stellt die SPD damit die meisten weiblichen Stadträte, mit Heike Kozel und Bianca Schech (beide FWV) reden künftig insgesamt fünf Frauen mit. Mit fünf Sitzen ist die SPD zudem so stark wie nie (bisher: drei Sitze). Die CDU stellt erneut ein reines Männerquartett, mit neun Mandaten vereinen die Freien Wähler zwar genau die Hälfte der Sitze auf sich, aber immerhin zwei weniger als in der zu Ende gehenden Amtszeit von 2009 bis 2014.

Auch in den Ortsteilen, die – bedingt durchs Verhältniswahlrecht – nur mit einem Vertreter im Stadtrat repräsentiert sind, tut sich einiges. Manfred Hölz gibt die nicht immer einfache Aufgabe der Wilsinger One-Man-Show nun an Peter Häbe weiter. Mit der bloßen Nennung auf dem Wahlzettel war Häbe als einziger Kandidat für diesen Bezirk quasi schon gewählt, mit 1 312 Stimmen darf er sich aber über breite Zustimmung freuen – vermutlich nicht nur aus Wilsingen. Dasselbe gilt für Peter Hack, den die FWV dafür gewinnen konnte, den Sitz für die Haid von Georg Baisch zu übernehmen.

Auch der Stimmenkönig steht alleine für eine ganzen Ortsteil: Martin Tschöpe, Förster aus Hausen, liegt mit 2 963 Stimmen vor Jürgen Klingenstein und Peter Lipp, die jeweils 2 789 Stimmen erhielten. Ein Ausgleichsmandat gibt es – zumindest nach den vorläufigen Auszählungen – dieses Mal nicht. Anstatt der bisher 19 Gemeinderäte machen künftig also regulär 18 Bürger Politik. (GEA)

Quelle: Gea vom 27.05.14, Autorin: Marion Schrade

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Kreistagswahl Reutlingen: CDU legt zu und die FDP verliert die Hälfte

Für die SPD bleibt es bei 13 Mandaten, für die Grünen bei acht, für die Linke bei zwei. Und die FDP muss wieder einmal kräftig Federn lassen: Von ihren sechs Sitzen verliert sie die Hälfte und ist nur noch mit drei Räten vertreten. Dafür kann sich Jürgen Straub freuen: Er ist drin im Kreistag als Vertreter der Liste Wir in Reutlingen (WiR), die vor fünf Jahren noch vergeblich angeklopft hatte.

Das alles bei einer Wahlbeteiligung von nur 45,9 Prozent – da war die Europawahl mit gut 50 Prozent Wahlbeteiligung offenbar interessanter für die Bürger. Vor fünf Jahren lag die Beteiligung bei der Kreistagswahl bei 48,8 Prozent.

Mario Storz ist Stimmenkönig

62 Sitze wurden per Direktwahl vergeben, sieben per Ausgleichsmandat. Die dafür nötige einigermaßen komplizierte Rechenoperation wird angestellt, um Ungerechtigkeiten zwischen der einwohnerstarken Großstadt Reutlingen und dem Kreisgebiet auszugleichen. Von diesen Ausgleichsmandaten gingen jeweils zwei an CDU, FWV und FDP sowie eines an die Linke.

Auch prozentual gesehen ist die CDU die Gewinnerin dieser Kreistagswahlen: Sie hat sich um drei Prozentpunkte auf 29 Prozent verbessert. Die FDP hat ihren Stimmenanteil fast halbiert: Von 8,1 Prozent fällt sie auf 4,4 Prozent zurück. Das war’s aber auch schon mit den bemerkenswerten Veränderungen. Die Freien Wähler büßen winzige 0,1 Prozentpunkte ein und kommen auf 31,9 Prozent. Die SPD steigert sich leicht von 18,4 auf 18,8 Prozent, die Linke von 2,8 auf 2,9 Prozent, und die Grünen erzielen mit 11,6 Prozent genau das gleiche Ergebnis wie 2009. Und die Piraten, die im Wahlkreis Reutlingen angetreten sind? Ein Prozent der Stimmen reicht nicht für einen Sitz.

Wie schon 2009 ist die FWV prozentual besonders stark in den Wahlkreisen Pfullingen und Pliezhausen. Die CDU hat ihre Hochburgen in den Wahlkreisen Metzingen und Münsingen, die SPD ist in den Wahlkreisen Reutlingen, Eningen und Münsingen. Die Grünen sammelten die meisten Prozentpunkte in den Wahlkreisen Reutlingen und Metzingen, das Gleiche gilt für die FDP. Die Linke hat ihre Sitze vor allem den Wählern im Wahlkreis Reutlingen zu verdanken.

Zwei Bürgermeister, die bisher nicht im Kreistag vertreten waren, erzielten beim ersten Anlauf bemerkenswerte Ergebnisse: Ulrich Fiedler aus Metzingen, auf der FWV-Liste, und der Engstinger Schultes Mario Storz (CDU) überzeugten viele Wähler. Umgerechnet in sogenannte »gleichwertige Stimmen« (die Zahl der erhaltenen Stimmen geteilt durch die Sitzzahl, die in einemn Wahlkreis zu vergeben ist), hat sich Storz sensationell sogar auf Anhieb zum Stimmenkönig im Kreistag aufgeschwungen – vor dem Pfullinger Bürgermeister Rudolf Heß.

22 Neulinge im Gremium

Die Riege der aktiven und ehemaligen Bürgermeister im Gremium ist gewohnt stark: 22 Mandate haben sie geholt. Unter ihnen auch wieder die Reutlinger OB Barbara Bosch und ihre Erste Bürgermeisterin Ulrike Hotz – sie hat aber erheblich Stimmen eingebüßt und den Einzug ins Gremium nur knapp geschafft. Neu dabei sind unter anderem Annette Bauer (Grafenberg), Uwe Morgenstern (Sonnenbühl) und Peter Nußbaum (Lichtenstein). Über den Wiedereinzug darf sich die Wannweiler Bürgermeisterin Annette Rösch freuen. Bundes- und landespolitischen Glanz können dem Gremium die Abgeordneten Michael Donth (CDU) sowie Dieter Hillebrand (CDU), Karl-Wilhelm Röhm (CDU) und Klaus Käppeler (SPD) verleihen.

Insgesamt 22 Neulinge werden möglicherweise für frischen Wind im Gremium sorgen. Der Frauenanteil ist mit gerade mal 18 Kreisrätinnen allerdings noch ausbaufähig. (GEA)

Quelle: Gea vom 27.05.14, Autorin: Gisela Sämann

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Gemeinderatswahl Zwiefalten: CDU-Liste bleibt mit Abstand stärkste Kraft

Das beste Ergebnis holte mit knapp über tausend Stimmen Eberhard Schäfer, ganz dicht gefolgt von seiner Fraktionskollegin Maria Knab-Hänle, die den Stimmenkönig der letzten Kommunalwahl – den SPD-Politiker Klaus Käppeler – auf den dritten Rang verwies.

Aufbruchstimmung

Der neugewählte Gemeinderat wird in Zwiefalten in eine neue Ära starten, denn zeitgleich wechselt in der Münstergemeinde auch der Rathauschef. Anfang April war Matthias Alois Henne mit überwältigender Mehrheit zum Nachfolger von Bürgermeister Hubertus-Jörg Riedlinger gewählt worden. (dew)

Gesamtergebnis (vorläufig): Wahlberechtigte: 1 790, Wähler 1 058 (59,1 Prozent), gültige Stimmen 13 493. CDU/Bürgerliche Wählervereinigung 9 813 (72,7 Prozent), Freie Wähler Zwiefalten/SPD 3 680 (27,3 Prozent). – Gewählte fett gedruckt.

Zwiefalten:

CDU/BWV: Stefan Aschenbrenner 775, Kurt Betz 685, Fabian Galster 301, Maria Knab-Hänle 997, Maria Lehmann 640, Andreas Reuchlin 329, Eberhard Schäfer 1 004. Freie Wähler/SPD: Ralf Aßfalg 904, Wahan Kasarjan 280, Sandra Milosevic 262, Klaus Käppeler 939, , Bärbel Walzer 680.

Baach: CDU/BWV: Daniel Burgmayer 820. Freie Wähler/SPD: Gerhard Wax (neu) 371. Gauingen: CDU/BWV: Richard Krauß (neu) 825. Freie Wähler/SPD: Hannes Bobke 244. Gossenzugen: CDU/BWV: Bruno Auchter 830. Hochberg : CDU/BWV: Walter Münch (neu) 775. Mörsingen: CDU/BWV: Siegfried Waidmann 548. Sonderbuch: CDU/BWV: Johannes Bayer 637. Upflamör: CDU/BWV: Markus Siefert 647.

Quelle: Gea vom 27.05.14

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„Der Bau ist wohlgelungen“

Die Erzieherinnen standen am Vormittag bereit, um die geladenen Gäste zu begrüßen: den Landtagsabgeordneten Klaus Käppeler, Gemeinde- und Kirchengemeinderäte, Vertreter von Institutionen, Planer und Handwerker, Eltern, den künftigen Bürgermeister Matthias Henne, als einer der Redner Bürgermeister Hubertus-Jörg Riedlinger und als Hausherrn Pfarrer Paul Zeller, der die Räume gleich nach dem Bezug im Januar gesegnet hatte und jetzt die Öffentlichkeit willkommen hieß, damit auch sie sich von dem gelungenen Neubau überzeugen konnte.

Er würdigte die Entscheidung, beide bisherigen Kindergärten an einem Ort zusammenzufügen, um mehr Möglichkeiten anbieten und wirtschaftlicher arbeiten zu können. Letzteres allerdings müsse sich noch herausstellen. Dank des guten Zusammenspiels von Bauausschuss aus Kirchengemeinderäten und Gemeinderäten und der Planer sei es gelungen, den Bau in der kurzen Zeit errichten zu können. Beifall gab es für den „Luxus“, den sich Zwiefalten leistet und dem Nachwuchs zustatten kommt: Andrea Ott bereitet von Montag bis Donnerstag in der Kindergarten-Küche für die Kleinen ein frisches Mittagsmahl zu.

Sowohl Pfarrer Zeller als auch Bürgermeister Riedlinger gingen auf die Namensgeberin des Kindergartens ein, hat man es doch bei Sankt Gertrud belassen, die bereits im Kindergartenalter ins Kloster kam. Dort habe sie eine großartige Erziehung und Ausbildung genossen und sei zu einer der bedeutendsten Mystikerinnen geworden, die sich durch ihre große Liebe zu den Menschen auszeichnete. An Kindergartenleiterin Michaela Kruske und ihre Mitarbeiterinnen gewandt, bat Riedlinger, „Wirken Sie im Geiste der Lebensgeschichte der Heiligen Gertrud“. Auch er erinnerte an die besondere Herausforderung beim Kindergartenbau, der schwierigen Entscheidung, ein erst 40 Jahre altes Gebäude abzureißen, doch habe man sich von Architekt Andreas Hartmaier überzeugen lassen, dass dies die beste Lösung sei. Heute könne man feststellen, dass der Bau „wohlgelungen“ und auch der Kostenrahmen nicht gesprengt worden sei. Das allerdings sei nur dank der Eigenleistungen vieler gelungen. Bei der Finanzierung halfen Mittel aus dem Ausgleichstock und der Krippenförderung sowie Mitteln der Diözese.

Riedlinger bezeichnete die Einrichtung als „Markstein“ für mehr Wohn- und Lebensqualität für Zwiefalten und vor allem eine Stärkung der Familien. Er schwärmte von einer „vorbildlichen Leistung“ der Beteiligten, der Ästhetik des Baus und der guten Einfügung in die Umgebung.

Immer wieder fiel bei der Nennung der ehrenamtlich Tätigen der Name Franz Schmid als Kopf des Bauausschusses, so auch in dem Grußwort von Sebastian Selbmann vom Architekturbüro Hartmaier und Partner, der sich davon überzeugt zeigte, dass ohne Schmid „das Projekt Kindergartenneubau nicht zustande gekommen wäre“. Selbmanns Aufgabe war es, die Ideen des Entwurfs von Andreas Hartmaier zusammen mit den Fachplanern in die Werkplanung zu überführen und auf der Baustelle mit den Handwerkern umzusetzen.

Er ließ den Bauverlauf Revue passieren, von den Abbrucharbeiten, die Erdarbeiten, das Betonieren der Bodenplatte, das Zusammenfügen der vorgefertigten Holzteile, dem Innenausbau bis hin zum Einbau der letzten Möbel kurz vor Weihnachten. Auch bei den Außenanlagen stünde man dank eines milden Winters kurz vor der Fertigstellung. In das neue Haus seien – auch noch nach dem Bezug – viele Gedanken und Ideen eingeflossen, welche die Kindergartenleiterin und ihr Team aus ihrem pädagogischen Sachverstand eingebracht hätten.

Wie Erzieherinnen, Kinder und Eltern die Zeit des Bauens und den damit zusammenhängenden Umzug sahen, machten Kindergartenleiterin Michaela Kruske und die erwachsenen und kleinen Betroffenen deutlich, wobei nicht alles eitel Freude war, sich jedoch zur allgemeinen Freude entwickelte. Baustellenbesuche führten die Buben und Mädchen an ihren neuen Aufenthaltsort heran und der Einzug „war ein spannender Tag“, ließ die Erzieherin als Kopf von 17 Mitarbeiterinnen wissen. Sie lobte, dass alle an einem Strang gezogen haben und wünschte, dass die Gemeinschaft weiter belebt werde und die Eltern ein gutes Gefühl hätten, ihre Kinder zu Sankt Gertrud zu bringen. Die Ausführungen der Elternbeiratsvorsitzenden Stefanie Zentner ließen keinen Zweifel daran.

Beim „Tag der offenen Tür“ fand auch die vom Kindergarten-Team ausgearbeitete Konzeption Interesse. Gestaltet wurde die Broschüre von Benno und Elke Hepp, die auch „Trudi“ gestaltete, das neue Logo von Sankt Gertrud.

Quelle:  SWP vom 19.05.14,  Foto: Waldtraut Wolf

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Liebeserklärung an die Marbacher Pferde

Schöner kann man es nicht sagen: "Marbach gehört zur Seele des Landes und seine Seele verkauft man nicht." Regierungspräsident Hermann Strampfer war nicht der Einzige, der am Wochenende die enorme Bedeutung des Haupt- und Landgestüts unterstrich und keinen Gedanken daran verschwenden wollte, dass diese Erfolgsgeschichte nach 500 Jahren zu Ende gehen könnte. Unvorstellbar. Da kam es gerade recht, dass am Samstag von hochoffizeller Seite (Ministerpräsident Winfried Kretschmann gab eine Bestandsgarantie) die Zukunft gesichert und beim gestrigen Besuchertag die Massen nur so strömten: Zigtausende ließen sich durch ein vielseitiges Programm – im Mittelpunkt 500 edle Pferde – in herrlicher Umgebung anlocken.

Das Jubiläumsfest war eine einzige große Liebeserklärung, ausgedrückt beispielsweise durch den Beifall in der Reithalle, wo Landoberstallmeisterin Astrid Velsen-Zerweck wie immer charmant, unterhaltsam und äußerst kompetent durch ein Schauprogramm führte oder in der stillen Bewunderung der Stuten und ihren erst wenige Wochen alten Fohlen. Friedlich grasen sie auf der gelben Hahnenfuß-Wiese, während der Nachwuchs sich ungestüm und neugierig zeigt. Die Kinder streicheln über das zarte Fell, die Fotografen genießen die tollen Motive. Und über allem strahlender Sonnenschein.

Es ging vielen wie Nora Kirschstein aus Schönaich, die mit Mann Jan und Tochter Josephine (3) auf die Alb gefahren ist. "Als ich vierzehn Jahre alt war, habe ich hier einen unvergesslichen Reiterurlaub erlebt, jetzt wollte ich sehen, was aus dem Gestüt geworden ist." Sie wurde angenehm überrascht. "Es ist ein schönes Wiedersehen." Ihre Tochter weiß schon jetzt, dass sie später reiten will. Diesen Wunsch kennt auch Iris Reischle aus Heilbronn. Ihre Tochter Ronja (11) voltigiert und kann sich in Marbach kaum sattsehen, Karl (5) dreht Runden auf dem Pony und Helene (7) bemalt ein Steckenpferd. Günther Emhart aus Neufra und sein Vater Karl lassen Seile drehen, mit den Kids Lorenz und Christoph sind drei Generationen am Werk.

Rund um den Stutenbrunnen ist kein Platz mehr frei. Auf der SWR-Bühne wird musiziert und diskutiert. Moderatorin Bärbel Schlegel verbindet Unterhaltung mit Fachwissen, so wird in einer Expertenrunde darüber diskutiert, wie Vernetzung in der Pferdezucht in Deutschland und Europa gelingen kann. Nachmittags starten von hier aus Regierungspräsident Hermann Strampfer, Landoberstallmeisterin Astrid Velsen-Zerweck, Landrat Thomas Reumann, SPD-Landtagsabgeordneter Klaus Käppeler, Gomadingens Bürgermeister Klemens Betz und weitere Gäste mit dem Rad in Richtung Gomadingen. Eröffnet wird ein Weg, der die Gestütshöfe Offenhausen und St. Johann, wo gestern ebenfalls großer Andrang herrschte, mit Marbach verbinden. In der Klosterkirche Offenhausen wird eine Sonderausstellung eröffnet, wenige Meter entfernt die Arbeit der Besamungsstation vorgestellt. Anhand von Utensilien. Pferdewirtin Sarah Fuchs muss den Eintritt verwehren ("strenge EU-Richtlinien"), hat aber sogleich Tipps parat – wie einen Spaziergang hinauf auf den Hau zu den jungen Hengsten oder einen Abstecher zum Fohlenhof mit seinen edlen Arabern und schweren Schwarzwäldern.

Typisch Marbach. Das Pferdeland ist größer als man denkt und an einem einzigen Tag nicht zu entdecken. Wiederkommen ist angesagt.

Quelle: SWP vom 19.05.2014, Autorin: Gudrun Grossmann

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Weitere 3,6 Millionen Landesmittel für Integrationsarbeit in den Kommunen

Integrationsarbeit findet vor Ort statt – in den Kreisen, Städten und Gemeinden des Landes. Wie der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Käppeler heute mitteilte, erhält der Zollernalbkreis für das Hechinger Projekt „Meine Heimat ist hier“ Fördermittel in Höhe von 21.000 Euro vom Land.

„Die Kommunen sind unsere wichtigsten Partner, um die Integration in Baden-Württemberg voranzubringen“, sagte Klaus Käppeler, „denn hier wird oft schon seit Jahren engagierte Integrationsarbeit geleistet.“  Genau hier setzt das Förderprogramm des Landes an, das sich seit seinem Start im Jahr 2013 als Erfolgsmodell entpuppt hat.

Mit Fördermitteln in Höhe von insgesamt 3,6 Mio. Euro unterstützt das Ministerium für Integration nun im Jahr 2014 rund weitere 100 kommunale Projekte. „Gute Arbeit verdient mehr als lobende Sonntagsreden“, so Käppeler, „und deshalb ist es so wichtig, den Auf- und Ausbau kommunaler Strukturen voranzutreiben.“ Es gebe eine Vielzahl an erfolgreichen Initiativen – wie etwa zentrale Ansprechstellen, Netzwerke, Integrationskonzepte oder Informationsangebote, die ohne gesicherte Finanzierung ansonsten über kurz oder lang zum Scheitern verurteilt wären, so der SPD-Landtagsabgeordnete.

Ergänzende Informationen:
Die Verwaltungsvorschrift (Verwaltungsvorschrift über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration, kurz: VwV-Integration) trat am 29.8.2013 in Kraft und bildet die Grundlage des Förderprogramms (Laufzeit sieben Jahre). Pro Jahr steht ein Finanzrahmen von über drei Millionen Euro bereit. Die Abwicklung des Programms erfolgt über die L-Bank.

Weitere Informationen zum Förderprogramm unter:

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SPD Sonnenalb besuchte Milchviehbetrieb Lorch in Mägerkingen

Mit  MdL Klaus Käppeler waren auch Trochtelfinger Kreistags-und Gemeinderatskandidaten und interessierte Bürger der Einladung von Helmut Mader gefolgt. Während die Jüngsten sich gleich mit  Gabel und Heu beim Füttern der Kühe nützlich machten, stellte Gerhard Lorch die Historie des früh ausgesiedelten Betriebes und die Eckdaten der heutigen Milchproduktions-Spezialisierung vor.  

Auf dem 75-ha-Hof werden täglich 5 Tonnen maßgeschneidertes Mischfutter, größtenteils selbst oder regional produziert, an 100  Kühe verteilt. Kälber und Jungvieh stammen aus eigener Nachzucht. Jede Milchkuh gibt im Schnitt ca. 8000 Liter im Jahr. In zwei Schichten wird täglich mehr als 5 Stunden gemolken.  Milchqualität und Gesundheit der Tiere werden durch den Hofbesitzer und seinen Milchabnehmer penibel überwacht. Durch auskömmliche Abnahmepreise, so Lorch, mache die Arbeit rund um Futterproduktion, Tier und Hoftechnik inzwischen wieder Freude und sorge auch für eine Perspektive für die nachkommende Generation. Wenn aber Milchüberschüsse, Preisdruck der Discounter, politische Einflüsse, Futtermittelpreise, Pacht oder Wetterkapriolen die Erlöse um nur einige Cent nach unten drückten, sei ganz schnell wieder eine Schmerzgrenze erreicht.

Keine Chancen sieht Lorch für sich im Biobereich. Aufwand und Ertrag reichten in der engen Nische nicht aus, um zu existieren. Abgeordneter Käppeler, Mitglied im Landtagsausschuss Ländlicher Raum, ist selbst auf einem Hof aufgewachsen. Käppeler betonte, dass die Landesregierung die Förderung einer nachhaltigen, umweltschonenden und tiergerechten Landwirtschaft erhöht hat und dabei besonderen Wert auf Lebensmittelsicherheit, Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze sowie gentechnikfreie Produktion legt.

Helmut Mader fand große Zustimmung mit seiner Forderung, wonach das aktuell verhandelte TTIP-Abkommen EU-USA keinesfalls zum Einfallstor für bedenkliche Lebensmittelimport und Verschlechterung von europäischen Sozial-und Arbeitsstandards werden darf. Er verwies auf Positionen und Kritik der sozialdemokratischen EU-Parlamentarier am intransparenten bisherigen Verfahren. Mehr Gemeinwohl und nicht ein Freihandel um jeden Preis verlangten sie für die Bürger Europas.

Betriebsleiter Lorch erläuterte anschaulich seine Technik rund um den Stall und  den täglichen Umgang mit Tier und Umwelt. Nur selten gäbe es Störungen der weidenden Herden, sei es durch Heißluftballone, überlautes Mopedgeknatter oder den nahen historischen Dampfzug. „Die Kühe fliehen dann schon mal Richtung Edeka“; so Lorch, da höre für ihn dann der Spaß auf.

Auch durch Hundekot verunreinigtes Gras am Wiesenrand trage nicht zur Tiergesundheit bei, so Lorch. Seine Viehhaltung auf  dicker Strohlage mit Festmistausbringung aufs Feld bezeichnete er zwar als teuren Aufwand, der ihm aber für Tiergesundheit und Bodenerhaltung wichtig ist.

Voller neuer Eindrücke rund um die heimische Landwirtschaft und das Lebensmittel Milch verabschiedete sich die Gruppe vom Hof. Helmut Mader bedankte sich abschließend mit Metzinger Wein aus der Region bei Heidi und Gerhard Lorch.

Zwei mit Erfahrung

MÜNSINGEN. Sieben Kandidatinnen und Kandidaten bieten die Sozialdemokraten auf für die Wahl des Kreistags in Reutlingen.

Den Wahlvorschlag führt Mike Münzing an, Bürgermeister und Kreisrat aus Münsingen. Er steht für die Stärkung der drei Säulen der Nachhaltigkeit Ökologie, Ökonomie und Soziales. Manuela Sailer-Müllerschön, Schulsozialarbeiterin aus Gomadingen, sind die Bildungspolitik, Kinder und Jugend sowie der Bereich Soziales sehr wichtig.

Für Klaus Käppeler, Rektor, Kreisrat und Landtagsabgeordneter aus Zwiefalten, stehen die Bildungspolitik und die Stärkung des Ländlichen Raumes an erster Stelle.

Rektorin Nicole Breitling aus Münsingen stellt Familien, Kinder und Jugendliche und die Chancengleichheit mit guten Entwicklungsmöglichkeiten für alle vorn an. Pflegedirektor Ralf Assfalg sind die ärztliche und pflegerische Versorgung der Menschen im Ländlichen Raum sehr wichtig.

Dr. Siegfried Hahn unterstützt ebenfalls die medizinische Versorgung im Ländlichen Raum, ist für mehr Bürgerbeteiligung und die Förderung des Umwelt- und Naturschutzes. Jan-Dirk Naegelsbach, Vermessungsingenieur aus Münsingen, will die Schulpolitik, generationsübergreifende Netzwerke und die Lebensqualität alter und behinderter Menschen verbessern.

Alle Sieben sehen neben den erwähnten persönlichen Zielen den nachhaltigen Tourismus mit Stadtbahn und verbessertem Nahverkehr, flächendeckende ärztliche Versorgung, altersgerechtes Wohnen und Tagespflegeplätze, Erhalt aller drei Klinikstandorte und die Stärkung der regenerativen Energien als Wirtschaftsfaktor als Ziele für den Kreistag.

Mit Mike Münzing und Klaus Käppeler vertreten zwei Kommunalpolitiker auch schon in den letzten Jahren die lnteressen der Bürgerschaft des Wahlkreises 8 im Kreistag Reutlingen. Zudem ist Mike Münzing seit dem Jahr 2000 Fraktionsvorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion. (eb)

Quelle: Gea vom 13.05.2014

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Land gibt grünes Licht für Regionalstadtbahn!

Die grün-rote Koalition im Land hat den Weg für die Regionalstadtbahn Neckar-Alb frei gemacht und eine Förderung des lang geplanten Projekts vereinbart. Dies verkündeten die regionalen Landtags- und Bundestagsabgeordneten von Grünen und SPD, Rita Haller-Haid MdL (SPD), Klaus Käppeler (SPD), Daniel Lede Abal MdL (Grüne), Thomas Poreski MdL (Grüne), Chris Kühn MdB (Grüne) und Dr. Martin Rosemann MdB (SPD). „Das Land hat Wort gehalten und fördert den ÖPNV, jetzt müssen alle kommunalen Entscheidungsträger die Planungen vorantreiben, fertigstellen und ihre Finanzierungsanteile sichern“, sagten die Abgeordneten. „Dann ist der Bund am Zug, die nötigen Finanzmittel zur Verfügung zu stellen“, so die Abgeordneten weiter.

Die Regionalstadtbahn sei ein besonders wichtiges und zukunftsweisendes Projekt. Sie trage zur dringend benötigten besseren Vernetzung des Neckar-Alb-Raums bei. Das erleichtere vielen Menschen den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel, leiste so einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und entlaste die Straßen. Deshalb sei die Entscheidung ein voller Erfolg für die ganze Region.

In einem ersten Schritt soll nach den Plänen des Landes die Strecke zwischen Herrenberg, Tübingen, Reutlingen, Bad Urach und Metzingen ausgebaut und elektrifiziert werden. Längerfristig soll das Projekt auf Hechingen, Balingen und Albstadt ausgeweitet und um Stadtbahnelemente ergänzt werden. „Der parteiübergreifende Einsatz für die Regionalstadtbahn hat sich ausgezahlt“, sind sich die Abgeordneten einig.

gez.

Rita Haller-Haid MdL

Klaus Käppeler MdL

Daniel Lede Abal MdL

Thomas Poreski MdL

Chris Kühn MdB

Dr. Martin Rosemann MdB