Ein klares Votum für Mike Münzing

Dr. Eberhard Rapp, stellvertretender Bürgermeister, gab gestern Abend kurz vor 21 Uhr das vorläufige Wahlergebnis der Bürgermeisterwahl bekannt. "Es war ein klarer Wahlausgang", so Rapp. Von den insgesamt 11 309 Wahlberechtigten haben 7697 ihre Stimme abgegeben, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 67,9 Prozent. Zum Vergleich: Vor acht Jahren lag sie bei 45 Prozent.

Von den abgegebenen Stimmen erhielt Münzing 6466 – das sind 87,97 Prozent. Auch da zum Vergleich: 2005 waren es 95 Prozent. Auf den Münsinger Mitbewerber Andreas Jannek entfielen 561 Stimmen, das entspricht 7,63 Prozent, auf Jens Martinek 241 Stimmen, das sind 3,28 Prozent. Insgesamt 82 Bürger (1,12 Prozent) machten ihr Kreuzchen nicht bei einem der Kandidaten, sondern hatten eigene parat, darunter zum Beispiel Gemeinderäte, und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel erhielt eine Stimme.

Lang hatten sich Bürger, Kollegen, Mitarbeiter, Gemeinderäte, Freunde und Familie von Mike Münzing vor dem Rathaus gedulden müssen, bis die Stadtkapelle spielte – das Signal, dass die Stimmen ausgezählt sind. Das Auszählen der Briefwahl zur Bundestagswahl hatte, ob der hohen Anzahl, viel mehr Zeit in Anspruch genommen als gedacht. Der stellvertretende Bürgermeister Dr. Eberhard Rapp gab das vorläufige Ergebnis bekannt, gratulierte Münzing, überreichte dessen Frau Carmen einen Blumenstrauß und den drei Töchtern Geschenke. In einer kurzen Rede betonte er, dass "Mike Münzing ein Glücksfall" für die Stadt sei. Das habe sich in den letzten 16 Jahren gezeigt – "und ich weiß, dass er noch viele Ideen hat". Aber dennoch frage sich vielleicht mancher, ob er noch Bodenhaftung hat, Kontakt zu den Bürgern. Hört er auf seinen Gemeinderat"? Weil er ja sehr hofiert werde, Umgang mit den "Mächtigen" habe, sei es sicher nicht immer einfach, "ein normaler Mensch, ein normaler Bürgermeister" zu bleiben. Rapp dankte auch Andreas Jannek, "dass Sie sich zur Wahl gestellt haben". Demokratie sei abhängig davon, dass man eine Auswahl habe.

Mike Münzing selbst dankte zunächst einmal seiner Familie und dann seinen Mitarbeitern, "die in den letzten Jahren fast Unmenschliches geleistet haben". Er denke dabei vor allem an die Arbeit, die der Abzug der Bundeswehr mit sich gebracht habe. Und selbstkritisch. "Ich weiß, dass es manchmal nicht ganz einfach mit mir ist".

Für ihn ist das Wahlergebnis "ein klares Votum", ein Signal auch in den nächsten acht Jahren "gemeinsam weiterzumachen, die Stadt und die Region weiterzuentwickeln". Ihm sei bei seinem Amtsantritt vor 16 Jahren klar gewesen, dass "ich die Konsequenzen ziehen werde", wenn ich merke, "dass ich der Stadt nicht gut tue, dass meine Familie oder ich selbst leide." Die 87, 97 Prozent seien kein "sozialistisches, sondern ein realistisches Ergebnis". Sie spiegelten wider, dass man in 16 Jahren Amtszeit auch dem einen oder anderen auf die Füße getreten sei, dass man Entscheidungen habe treffen müssen, die nicht allen gefallen hätten.

Bevor man sich oben im Rathaus zum Ständerling bei Drinks und Häppchen zusammenfand, gabs noch viele Gratulationen für Münzing – Händeschütteln, Küsschen und Umarmungen.

Auch Gegenkandidat Andreas Jannek gratulierte Münzing und überreichte ihm ein Päckchen Albkräutersalz.

Quelle: SWP vom 23.09.13 Autorin: Ulrike Bührer-Zöfel

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Klaus Käppeler MdL: „Der Ausbau der Schulsozialarbeit sorgt für mehr Bildungsgerechtigkeit“

Die grün-rote Landesregierung setzt mit der Förderung der Schulsozialarbeit seit 2012 ein klares Signal für mehr Bildungsgerechtigkeit. Zwischen 01.08.2012 und 31.07.2013 profitierten über 2600 Schulen von der zusätzlichen personellen Unterstützung. Insgesamt wurden rund 17.1 Millionen Euro für 1.628 Voll- und Teilzeitstellen bewilligt und ausbezahlt. Dies entspricht rund 1.445 Vollzeitstellen. Für den Kreis Reutlingen wurden in der letzten Förderphase rund 641.000 Euro an Fördermitteln bewilligt, das entsprich 38 Vollzeitstellen.

Landesweit hat sich die Zahl der Schulsozialarbeiter/innen gegenüber dem letzten Regierungsjahr der schwarz-gelben Vorgängerregierung bereits verdoppelt. Die meisten sind an Grund- und Werkrealschulen eingesetzt, aber auch Realschulen, Gemeinschaftsschulen, Gymnasien und berufliche Schulen werden unterstützt. Besonders hoch ist der prozentuale Anstieg im Bereich der Gymnasien.

Klaus Käppeler: „Die hohe Nachfrage der Schulen und Schulträger nach Schulsozialarbeit bestätigt uns darin, dass wir mit dem Wiedereinstieg in die Landesförderung Schulen gezielt dabei unterstützen, den Bildungserfolg von Schülerinnen und Schülern zu verbessern.“ In den Schulen, so der SPD-Landtagsabgeordnete, treten regelmäßig Probleme des sozialen Miteinanders auf, welche die Lehrkräfte alleine nicht lösen können. „Der massive Anstieg“, so Käppeler, „ist aber zugleich ein Beleg für die verfehlte Politik der schwarz-gelben Vorgängerregierung, die sich seit 2005 beharrlich weigerte, die Schulen in diesem Bereich zu unterstützen.“

Arbeitskreis Bildung informiert sich über Modellprojekt „Forschungskita“ an der evangelischen Hochschule Freiburg

Im Rahmen der dreitägigen SPD –Klausurtagung in Freiburg setzte der Arbeitskreis den Schwerpunkt seines Vor-Orttermins auf den Bereich frühkindliche Bildung und informierte sich über Ziele und Erfahrungswerte des Modellprojekts „Forschungskita“. Innovatives Merkmal des Projektansatzes ist die enge Verknüpfung von wissenschaftlichen Erkenntnissen im Bereich der frühkindlichen Bildung und die unmittelbare praktische Anbindung an eine benachbarte Kindertagesstätte. „Einen besseren Theorie-Praxis Bezug kann ich mir fast nicht vorstellen. Zugleich belegen die Beteiligten, dass für den Erfolg eines solchen Projektes alle gemeinsam an einem Strang ziehen müssen. Dies gelingt hier in Freiburg vorbildlich“, so Christoph Bayer, Sprecher für den Bereich der frühkindlichen Bildung. Durch die hohe Bedeutung der frühkindlichen Bildung für den weiteren Bildungserfolg möchte der Arbeitskreis den Projektverlauf intensiv weiterzuverfolgen und sich für Möglichkeiten einsetzen, die bisherigen Erfahrungswerte auch anderen Hochschulen und Kitas im Land zur Verfügung zu stellen.

Arbeitskreis Bildung informiert sich über Modellprojekt „Forschungskita“ an der evangelischen Hochschule Freiburg

Im Rahmen der dreitägigen SPD –Klausurtagung in Freiburg setzte der Arbeitskreis den Schwerpunkt seines Vor-Orttermins auf den Bereich frühkindliche Bildung und informierte sich über Ziele und Erfahrungswerte des Modellprojekts „Forschungskita“. Innovatives Merkmal des Projektansatzes ist die enge Verknüpfung von wissenschaftlichen Erkenntnissen im Bereich der frühkindlichen Bildung und die unmittelbare praktische Anbindung an eine benachbarte Kindertagesstätte. „Einen besseren Theorie-Praxis Bezug kann ich mir fast nicht vorstellen. Zugleich belegen die Beteiligten, dass für den Erfolg eines solchen Projektes alle gemeinsam an einem Strang ziehen müssen. Dies gelingt hier in Freiburg vorbildlich“, so Christoph Bayer, Sprecher für den Bereich der frühkindlichen Bildung. Durch die hohe Bedeutung der frühkindlichen Bildung für den weiteren Bildungserfolg möchte der Arbeitskreis den Projektverlauf intensiv weiterzuverfolgen und sich für Möglichkeiten einsetzen, die bisherigen Erfahrungswerte auch anderen Hochschulen und Kitas im Land zur Verfügung zu stellen.

„Streicheln, auch wenn sie schwarz sind“

..ofkäserei-Chef Helmut Rauscher konnte am Samstagvormittag neben Minister Peter Friedrich auch MdL Klaus Käppeler und die SPD-Bundestagskandidatin Rebecca Hummel auf seinem Hof begrüßen. Drei Generationen würden hier unter einem Dach leben, erklärte er. Drei Mitarbeiter seien zudem in der Käserei beschäftigt. "Wir machen hier alles vom grünen Gras bis zum Käse", so Rauscher, der ergänzte: "Wir sind Biobetrieb, gehören also seit 1987 zum altmodischen Teil der Landwirtschaft".

Vorsichtig näherte man sich daraufhin den Albbüffeln auf der nahen Weide, die sich neugierig zu den Besuchern gesellten. "Streicheln, auch wenn sie schwarz sind", empfahl Rauscher lachend. Er hatte manche Anekdote zu den Büffeln parat, die völlig anders "ticken" würden als Kühe, die man nicht einfach von einer Ecke der Weide in die andere treiben könne, weil sie eben stur seien wie Büffel.

Während Kühe an 300 Tagen im Jahr Milch geben würden, seien es bei Büffeln in der Regel nur vier Wochen. Kalkulieren könne man mit 1000 Liter im Jahr. Vor neun Jahren sei die Idee mit den Büffeln entstanden, die man aus Rumänien auf die Alb gebracht habe.

Es schloss sich der Besuch der Käserei an, wo die Politiker sich zuerst als Alphornbläser mit "schwäbischen Alphörnern", bestehend aus Schläuchen, Trichter und Mundstück, probieren konnten. Danach gab es Häppchen vom "Albzarella" und den verschiedenen Käseprodukten. Friedrich berichtete von seiner Arbeit einmal als Bevollmächtigter des Landes in Berlin, der im Bundesrat fürs Land abstimme. Europa sei aber seine Hauptaufgabe, sei es in der Vertretung in Brüssel, sei es in der Strukturförderung oder beim Thema Grenzgänger.

Rauscher wünschte sich, dass landwirtschaftliche Zuschüsse aus Brüssel kreativer verwendet werden sollten. Friedrich antwortete, dass aktuell die Verhandlungen über die Agrarstrukturreform gescheitert seien. Praktisch jedes Mal, wenn er nach Brüssel komme, stünden Traktoren vor dem Parlament: "Ich habe noch nie eine Demo von Labormitarbeitern erlebt". Landwirtschaft habe eine sehr starke Lobby, wusste der Minister, der bedauerte, dass die kleinräumige Landwirtschaft wie sie in Baden-Württemberg anzutreffen sei, den Kürzeren ziehe gegenüber der industrialisierten.

Der Minister sprach über seine Erfahrungen bei Reisen, etwa nach Rumänien, wo von bewilligten 16 Milliarden Euro an Mitteln aus dem Strukturfonds noch nicht einmal eine Milliarde abgerufen worden sei. Auch Griechenland nutze einen Großteil seines landwirtschaftlichen Potentials nicht. Friedrich bedauerte, dass in den Ländern Südosteuropas der genossenschaftliche Gedanke politisch diskreditiert sei. Während in Frankreich Abfülllastwagen zu den Winzern komme, würden in Kroatien Riesenabfüllanlagen aufgestellt.

Verabschiedet wurden die Politiker mit Alphornklängen. Friedrich hatte zuvor noch seine Frau angerufen und ihr gesagt, dass sie auf dem Markt keinen Käse zu kaufen brauche. Dank gekühltem Handschuhfach im Dienst-Audi konnte er sich mit Leckereien aus der Hohensteiner Hofkäserei eindecken.

Quelle: SWP vom 09.09.13, Autor und Foto: Reiner Frenz

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Drohne über dem europäischen Superlativ

REUTLINGEN/ESSLINGEN. Knossos auf der Schwäbischen Alb? Das Sichtbarmachen untergeganger Kulturdenkmale ist weltweit umstritten. Spannend deshalb die bevorstehende Diskussion im November in Sichtweite des europäischen Superlativs, das diesen Streit neu anheizt: »Sehnsucht nach Rekonstruktion und archäologische Realität«.

Mit diesem Titel wirft der Archäologe Jörg Bofinger den Zankapfel in die Runde der Experten, die in einem Kolloquium am 15./16. November in Erkenbrechtsweiler mit dem Stichwort »Befund. Rekonstruktion. Touristische Nutzung« keltische Denkmale auch als Standortfaktoren bewerten.

Das geschieht genau dort, wo Prestige für dieses Land angesagt ist: am Heidengraben. Dort, wo es vor mehr als zweitausend Jahren auf 1 700 Hektar Fläche die größte keltische Anlage auf dem europäischen Festland gab mit »städtisch« verdichtetem Kern. Größer als der wichtige keltische Fürstensitz Heuneburg über der Donau, auf den Baden-Württemberg mächtig stolz ist.

High-Tech über den Köpfen von Politikern, Bürgermeistern, Archäologen, Denkmalpflegern und anderen Behördenmenschen, als der für Denkmalpflege in diesem Land zuständige Finanz-staatssekretär Ingo Rust (SPD) sich von der Aktualität der Archäologie überzeugte. Stehend auf dem Stoppelfeld. Ringsum sichtbare Grabhügel der späten Kelten, die auf der riesengroßen Berghalbinsel des Albtraufs gelebt und sich geschützt haben mit meterhoher Pfostenschlitzmauer, Wall und Graben.

Hier, wo zwei Landkreise und zwei Regierungsbezirke ihre Grenzen haben und drei Dörfer – Erkenbrechtsweiler, Hülben, Grabenstetten – das keltische Kulturerbe verteidigen, wollen Enthusiasten auch das Heidengraben-Zangentor wieder aufgebaut sehen, wie der Tübinger Denkmalamt-Archäologe und Heidengraben-Spezialist Frieder Klein übermittelte. Hier ließ Jörg Bofinger die friedlich agierende Archäö-Drohne hochsteigen: Sie liefert aus bis zu hundert Metern Höhe in 3-D-Dokumentation außergewöhnliche digitale Fotos. Rust erfreut: High-Tech und EDV im Dienst der Wissenschaft und der Denkmalpflege, die damit einer breiten Öffentlichkeit neue Horizonte zu öffnet. Der Mann im Finanzministerium schafft es Jahr für Jahr, die 25 Millionen Euro für die Denkmalpflege trotz Sparzwängen durchzufechten und nennt den wichtigen Grund: die Landesverfassung. (GEA)

Quelle: Gea vom 04.09.13 Autorin: Ingeborg Kunze

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Das THW ganz bürgernah

Der THW-Ortsverband Hechingen präsentierte sich am Wochenende offen und bürgernah. Bei der einzigartigen Nacht der offenen Tür gab es gleich zwei Gründe zu feiern.

Der Ortsverband Hechingen hat enorme Raumprobleme und die altgediente Immobilie in der Sprißlerstraße ist in die Jahre gekommen. Das mobile Einsatzgerät, der Gerätekraftwagen, der Anhänger und die Mannschaftsfahrzeuge sind zu viel für das vorhandene Raumangebot. Genau jene Fahrzeuge, ausgerüstet mit jeder Menge Technik, stehen Sommer wie Winter im Freien. Regen, Frost und auch die Hitze setzten den Fahrzeugen enorm zu und viele Stunden wurden von den THW-Leuten damit erbracht, die Wagen und Gerätschaften einsatzbereit zu halten. Des Weiteren sorgt der immense Andrang an Kindern und Jugendlichen, die sich für das THW begeistern, für eine große Raumnot. Der Ortsverband Hechingen ist, entgegen dem landläufigen Trend, in der glücklichen Situation, nicht über mangelnden Nachwuchs klagen zu müssen. Die Umkleide- und Jugendräume platzen aus allen Nähten. Zwei oder drei Kinder müssen sich derzeit einen Umkleidespint teilen.

Das alles soll nun ein Ende haben. Im Rahmen der Nacht der offenen Tür fand der symbolische Spatenstich für den lange ersehnten Anbau statt. Prominenz aus Politik und Verwaltung ließ es sich nicht nehmen, diese große Aufgabe zusammen mit dem THW zu feiern. Der Ortsverbandsbeauftragte Ronny Stocker bilanzierte in seiner Begrüßung kurz die Historie der Abteilung Hechingen und ging eindringlich auf die Bedürfnisse der THWler ein.

Die Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz beglückwünschte den Ortsverband zu seinem geplanten Neubau und attestierte dem THW, sich im In- und ausland auf allerhöchstes Niveau zu präsentieren. Die jüngsten Unwetter hätten gezeigt, dass eine gute Ausrüstung enorm wichtig ist, stellte die CDU-Politikerin fest. Und das habe das THW Hechingen Nachholbedarf, ergänzte die Leiterin der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), Helga Harbrecht.

Bürgermeisterin Dorothea Bachmann nannte das THW für die Stadt unverzichtbar. "Die Jungs repräsentieren die Stadt und setzen sich auch für sie ein", anerkannte die Rathauschefin. Für SPD griff beim Spatenstich der Landtagsabgeordnete Klaus Käppeler zur Schaufel.

Wolfgang Heller, Leiter des Polizeireviers Hechingen, und Kreisbrandmeister Stefan Herrmann waren ebenfalls präsent. Letzterer überbrachte die Grüße des Landrates und lobte die reibungslose Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk. Im Rahmen der bevorstehenden Bauarbeiten wird zunächst der Brandschutz für das alte Gebäude auf den neuesten Stand gebracht. Der Erweiterungsbau umfasst neue Umkleidekabinen, wesentlich geräumiger und ausgestattet mit neuen Duschen, getrennt von Räumen für die private und die dienstliche Kleidung. Außerdem werden im Anbau neue Büroräume, unter anderem auch für die Stabsarbeit, entstehen und darüber hinaus ein neuer Jugendraum. Zusätzlich werden für die Einsatzfahrzeuge vier neue Fahrzeugboxen gebaut, um den Fuhrpark des THW Hechingen endlich adäquat unterbringen zu können.

Ein weiterer Grund zum Feiern war am Wochenende die Weihe des neuen Gerätekraftwagens. Das Einsatzfahrzeug ist auf dem neuesten Stand der Technik und hat nun auch den Segen der Geistlichkeit. Die Festandacht hielten Pfarrer Herbert Würth für die evangelische Kirche und Kaplan Hannes Rümmele für die katholische Kirche.

Quelle: SWP vom 02.09.13, Autor: Dietmar Wieder

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Politiker sind sich einig: Haupt- und Landgestüt Marbach wird nicht privatisiert

Die Presseagentur dpa berichtete vergangene Woche darüber, dass im Zusammenhang mit den Sparüberlegungen der Landesregierung auch das defizitäre Haupt- und Landgestüt in Marbach im Gespräch sei. Im gleichen Atemzug wurde der Name von Finanzminister Nils Schmid genannt, der demnächst seinen Erstwohnsitz in den Landkreis Reutlingen verlegt. In jenen Landkreis, im dem sich das älteste deutsche Staatsgestüt seit knapp 500 Jahren befindet. "Ich stehe voll und ganz hinter unserem traditionsreichen Landesbetrieb", sagt Schmid ohne Wenn und Aber. "Es wäre falsch, das Gestüt zu privatisieren."

Sein Sprecher vermutet gar, dass "diese Falschinformationen für Irritationen im Bundestagswahlkampf" sorgen sollen. "Aber das halten wir aus."

In der Vergangenheit ist immer wieder von Politikern laut darüber nachgedacht worden, das Gestüt zu privatisieren. Vor acht Jahren hatten das die Grünen im Landtag gefordert. Auch Birgit Homburger (FDP) hat schon einmal ins gleiche Horn geblasen. Letztendlich sind sie alle von dieser Idee wieder abgekommen.

Vielleicht haben sie sich von der Warnung des ehemaligen Landwirtschaftsministers Willi Stächele beeinflussen lassen, der bei einer Hengstparade einmal sagte: "Wer am Haupt- und Landgestüt Hand anlegen möchte, dem werde ich sie persönlich abhacken." Und Günther Oettinger sagte während seiner Amtszeit als Ministerpräsident, dass "Marbach mit zum Besten des Landes gehört".

Daran erinnert auch der Landtagsabgeordnete Karl-Wilhelm Röhm (CDU), der in Marbach aufgewachsen ist. Immer wieder werde von anderen Parteien das Gestüt infrage gestellt. "Wer so etwas sagt, der soll zuerst sein Hirn einstellen. Wer soll sich das Gestüt finanziell leisten können?", sagt der Christdemokrat, der jedem "auf die Finger klopft", der sich "an diesem Kulturgut und Erholungsort" zu schaffen macht.

So sieht es auch Parteifreund und Bundestagskandidat Michael Donth. Es beruhige ihn, dass der Finanzminister aus Baden-Württemberg nicht daran denke, das Gestüt im Sparmaßnahmenkatalog der Landesregierung aufzunehmen. Marbach sei nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die gesamte Region, sondern ein wesentlicher Besuchermagnet im Biosphärengebiet Schwäbische Alb, gibt Donth zu bedenken. "Deshalb müssen wir auch in Zukunft wachsam sein, damit niemand das Gestüt infrage stellt." Sowohl er als auch Röhm werden in ein paar Wochen zu Gast bei der Hengstparade sein.

Nachdem der Besuch des Finanzministers dort aus Termingründen nicht möglich ist, hat ihn der Wahlkreisabgeordnete Klaus Käppeler (SPD) im Herbst nach Marbach eingeladen. Der Sozialdemokrat zeigt sich erleichtert, dass die Angelegenheit um die Privatisierung jetzt vom Tisch sei und mit diesem Thema kein Wahlkampf mehr gemacht werde.

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Pascal Kober freut sich ebenfalls, dass Schmid sich "zum Gestüt bekennt". Der FDP-Landtagsabgeordnete Andreas Glück ist erleichtert, dass "Marbach nicht zum Spielball der Landesregierung wird". Der Protest von allen Seiten in den vergangenen Tagen habe "Wirkung gezeigt". Beide Liberale kommen übrigens ebenfalls zur Hengstparade im nächsten Monat.

Quelle: SWP vom 30.08.13, Autor: Joachim Lenk

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