Jahresversammlung des SPD-Ortsvereins Zwiefalten mit Landtagsabgeordnetem Klaus Käppeler

Der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Zwiefalten-Hayingen, Klaus Käppeler, konnte Mitglieder und Gäste zur Jahresversammlung im Gasthaus "Post" in Zwiefalten begrüßen.

Nach üblichen Vereinsformalien ging es beim Punkt "Aktuelles" zunächst um Entwicklungen in den beiden Gemeinden Zwiefalten und Hayingen, wie die weitere Gestaltung des verbindlichen Angebots für Kleinkindgruppen bis zum Kindergarten. Ziel sind vor allem flexiblere Zeiten für den Verbleib der Kinder im Kindergarten, um den Müttern die Berufstätigkeit zu erleichtern. Dem gleichen Ziel dient auch die Nutzung von Schulräumen in Hayingen für die sogenannten TIGER- Gruppen (ein Kunstwort für „Tagespflege in geeigneten Räumen“), die von engagierten Tagesmüttern betreut werden.

Um die finanziellen Gestaltungsmöglichkeiten der drei Gemeinden Zwiefalten, Hayingen und Pfronstetten zu erweitern, würde sich ein Verwaltungsverband anbieten, vor allem um die Personalkosten zu senken. Doch gibt es dazu aus den beteiligten Gemeinden noch keine wirklichen Impulse, was von der Versammlung bedauert wurde.

Kurz wurde auf die geplante Einweihung der Ortskernsanierung am 11.8.2012 eingegangen, die allseits Lob und Bewunderung erfährt und als besonders gelungen angesehen wird.

Hauptpunkt des Abends war jedoch eine Zwischenbilanz nach 1 Jahr grün-roter Landesregierung. Käppeler ging dabei auf vor allem auf folgende Punkte näher ein: Erstens auf das Tariftreuegesetz, das vorschreibt, dass die Öffentliche Hand nur noch Unternehmen den Zuschlag erteilen kann, die mindestens Mindestlohn bezahlen und somit keine "Billigarbeiter" zu Hungerlöhnen beschäftigen. Ein zweiter Punkt war die Bildung. Zu nennen waren als Neuerungen der grün-roten Koalition die Abschaffung von Grundschulempfehlung und Studiengebühren. In Angriff genommen wurde die Schaffung der Gemeinschaftsschule, die Wahlmöglichkeit zwischen G8 und G9, die von vielen Eltern wahrgenommen wurde, die wieder das 9-jährige Gymnasium wünschten. Nur gestreift werden konnten aus Zeitgründen die Punkte Polizeireform und Energiewende. 

Quelle: SPD-Ortsverein Zwiefalten, Otto Reichhard

Der Kampf der Uracher für G-9-Zug geht weiter

Schul- und Stadtverwaltung sowie die Eltern schrieben zahlreiche Briefe nach Stuttgart, gestern sprachen sie in der Schule mit Claus Schmiedel, dem Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion.

84 Prozent der Eltern für G 9

»Wir sind nach wie vor dringend an einem G-9-Zug interessiert«, sagt Schulleiter Friedemann Schlumberger. Nicht nur er, sondern auch und vor allem die Eltern: 84 Prozent derer, die ihre Kinder für die fünfte Klasse im Gymnasium angemeldet haben, hätten den G-9-Zug gewählt, wenn sie die Möglichkeit gehabt hätten. Im Land sind’s aktuell 81 Prozent, weiß der Pädagoge. Solange G 8 nicht entstaubt ist, »ist G 9 eine Frage der Chancengleichheit«, so Schlumberger. Was nicht heißt, dass er das Turbo-Abi einstampfen lassen will: »Es wäre bedauerlich, wenn G 8 hinten runterfällt.« Parallel zum Kampf für G 9 arbeiten die Lehrer an einer Verbesserung von G 8.

SPD-Fraktions-Chef Claus Schmiedel ist »beeindruckt, wie in Bad Urach von kommunaler Seite her das Bildungsangebot angegangen wird«. Er lobt die Abstimmung zwischen den unterschiedlichen Schultypen – hat die Stadt doch schon eine Gemeinschaftsschule auf den Weg gebracht. Die ist in seinen Augen keine Konkurrenz, schon gar kein K.-o.-Kriterium für einen G-9-Zug, sondern eine »ideale Ergänzung«. Die jüngsten Umfragewerte hätten den Landespolitikern die Augen geöffnet, sagt Schmiedel, »es war ein Missverständnis, dass G 8 bis auf ein paar Ausnahmen überall so gut funktioniert«.

Nagelprobe für Grün-Rot

»Für mich ist das eine Nagelprobe«, sagt der SPD-Mann, »die Frage, ob unsere ‚Politik des Gehörtwerdens‘ im Bildungsbereich ernst genommen wird, oder ob sie zur bloßen Floskel verkommt.« Seine Empfehlung an die Uracher ist deshalb klar: weitertrommeln, weitere Briefe nach Stuttgart schreiben, »an den Ministerpräsidenten, an die Kultusministerin und an die Fraktionen«. Das haben die Eltern schon getan und werden’s weiter tun, betont der Elternbeiratsvorsitzende Rainer Bürck.

Gehört und erhört werden

»Gehört werden bedeutet allerdings nicht immer erhört werden«, dämpft der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Käppeler übereuphorische Erwartungen. Er habe noch versucht, Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer im persönlichen Gespräch umzustimmen. Umsonst. Verantwortlich für die Ablehnung ist in seinen Augen der grüne Koalitionspartner, »der Abstand von seinem Wahlversprechen genommen hat und wir deshalb nur auf 44 Starterschulen gekommen sind«.

Und die Kosten? Kein Problem, rechnet der SPD-Fraktions-Chef vor, schließlich würden mit G 9 Lehrerstunden des Turbo-Abis frei. »Das finanzielle Engagement hält sich in Grenzen, wenn man die Pool-Stunden von G 8 dazunimmt, schaffen wir’s kostenneutral.«

Ziel: ein Drittel aller Gymnasien

Während die Uracher weiter für ihre Sache werben sollen, wollen die Roten in Stuttgart weiter mit den Grünen verhandeln, verspricht Claus Schmiedel. Mit dem Ziel, »dass wir bis zur Sommerpause den Deckel von 44 Starterschulen heben können.« Das Ziel: Ein Drittel der Gymnasien soll einen G-9-Zug anbieten.

Quelle: GEA vom 08.05.2012, Autor: Andreas Fink

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G9 bleibt ein Thema für Bad Urach

Im Ringen um einen zusätzlichen G9-Zug hat der Schulleiter des Graf-Eberhard-Gymnasiums (GEG), Friedemann Schlumberger, weitere Fürsprecher gewonnen. Nachdem bereits der Gemeinderat unter Vorsitz von Bürgermeister Elmar Rebmann beim Land einen entsprechenden Antrag gestellt hatte, der allerdings abgelehnt wurde, hat sich gestern auch der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Claus Schmiedel "sehr beeindruckt" gezeigt "über die Art und Weise, wie in Bad Urach Bildungspolitik angegangen wird."

Schmiedel und sein Fraktionskollege, der Wahlkreisabgeordnete Klaus Käppeler, haben gestern das GEG besucht und sich dabei mit Bürgermeister Elmar Rebmann, den Fraktionsvorsitzenden des Bad Uracher Gemeinderats, dem GEG-Schulleiter Friedemann Schlumberger, dem Rektor der künftigen Gemeinschaftsschule, Mathias Kessler sowie dem GEG Elternvertreter, Rainer Bürck, ausgetauscht. Anlass zu dem Treffen bot ein Brief, den Friedemann Schlumberger an Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer adressiert hat. In dem Schreiben schildert er seine Enttäuschung darüber, dass das GEG nicht eines der 22 G9-Modellgymnasien im Land sein darf. Dabei sei, wie er auch gestern betonte, der Standort Bad Urach dafür ideal. Zudem gibt es auch unter den Eltern eine breite Zustimmung zu den G9-Plänen: 84 Prozent der Eltern, die Ende März ein Kind fürs Gymnasium anmeldeten, hätten sich für G9 entschieden. Dieses Votum ist kein Einzelfall im Land, es entspricht vielmehr dem tatsächlichen Stimmungsbild, was Schmiedel als einen der vier großen Irrtümer in der Bildungspolitik bezeichnete: G9-Kritiker lobten das G8 allenthalben und behaupteten, dass inzwischen alles prächtig funktioniere: "Das ist damit widerlegt", so Schmiedel.

Ebenso falsch ist es seiner Ansicht nach, monetäre Zwänge ins Feld zu führen, um G9 abzulehnen. Zwar sind G9-Züge ein Jahr länger in der Schule, aber die Lehrerstunden pro Woche liegen so viel unter dem G8-Ansatz, dass das am Ende in etwa ein Nullsummenspiel ist. Irrtümer Nummer drei und vier: Dass das flächenhaft angebotene G9 die neu geschaffenen Gemeinschaftsschulen untergrabe, stimme nicht. "Die Gemeinschaftsschule ist ein ganz neues pädagogisches Angebot, keine Fluchtburg" für die, die sich G8 nicht zutrauen. Und dass die G9-Züge dem entgegenstreben, was sich die neue Landesregierung auf die Fahnen geschrieben habe, nämlich das starre dreigliedrige Schulsystem aufzubrechen, indem es indirekt sogar zu einem viergliedrigen System mutiere, konnte Schmiedel nicht nachvollziehen: "Die Vielfalt bringt es. Die Wiese ist bunt. Schüler haben dann Erfolg, wenn sie sich einen Strauß zusammenstellen können, der zu ihnen passt."

Wie gehts jetzt weiter? Eine Frage, die vor allem Gerhard Steinhart, interessiert hat. Kann das GEG eines der 22 Modellgymnasien sein, das in der zweiten Tranche vom Kultusministerium einen G9-Zug erhält? Oder wird der Schulversuch von derzeit 44 Gymnasien auf das gesetzlich erlaubte Maximum von einem Drittel (das entspricht 120 Gymnasien) ausgeweitet? Klaus Käppeler und Claus Schmiedel sind dafür, wie sie gestern beide unisono betonten. Bis zur Sommerpause möchte Claus Schmiedel den Deckel von derzeit 44 Modellschulen "weghaben".

Da wäre Rückenwind der Eltern ganz hilfreich, sagte Klaus Käppeler, der freilich ebenso wenig wie sein Fraktionskollege versprechen konnte, dass es mit dem G9-Zug in Bad Urach noch klappt. Weiter Druck machen, weitere Briefe schreiben, empfahlen die beiden der Stadt und der Schule. Bürgermeister Elmar Rebmann habe bereits einen Brief ans Kultusministerium geschrieben, möchte jetzt aber mit dem Gemeinderat darüber sprechen, "vielleicht nochmals einen gemeinsamen Brief zu verfassen".

Aus Sicht der Lehrer wäre es einfacher, alles so zu belassen, wie es ist, sagte Friedemann Schlumberger, der dennoch weiterhin um den G9-Zug kämpft: "Wir machen das für unsere Schüler", bekräftigte er. Seiner Meinung nach taugt G8 nämlich für weniger als die Hälfte aller Gymnasiasten.

Quelle: SWP vom 08.05.2012, Autor: Peter Kiedaisch

Russlanddeutsche engagieren sich für eine Kinderakademie

Ein besonderes Konzert hat in Gammertingen stattgefunden, welches unter der Schirmherrschaft des Innenministers von Baden-Württemberg, Reinhold Gall, stand. Der Integrationsverein zur „Förderung der Integration von Deutschen aus Russland“ und die Stadt Gammertingen hatten dieses gemeinsame Benefizkonzert zur Förderung einer Kinderakademie und eines Sprachkurses für Kindergartenmütter mit Migrationshintergrund organisiert. Über 90 Konzertbesucher, unter ihnen auch der Landtagsabgeordnete Klaus Käppeler, hatten sich im Schlosssaal eingefunden und brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen.

In seiner Begrüßung ging Bürgermeister Jerg auf das gemeinsame Projekt ein. Er berichtete über die in den vergangenen Jahren sehr gute Zusammenarbeit der Stadt Gammertingen und des Integrationsvereins. Wahan Kasarjan bedankte sich als Vorsitzender beim Bürgermeister für dessen Engagement bei der gemeinsamen Planung und Organisation und wies darauf hin, dass ein ortsansässiger Verein ohne die Hilfe anderer allein wenig ausrichten könne.

Das klassische Opernkonzert begann dann mit einer Überraschung. Die Moderatorin kündigte gleich zu Beginn eine Nachwuchskünstlerin an. Die elfjährige Alina Hense aus Stetten a. k. M. hatte den Herzenswunsch, einmal vor einem großen Publikum zu spielen und überraschte das Publikum mit ihren Klavierkünsten. Nun begann das mit Spannung erwartete Konzert und die Besucher waren begeistert. Die Moderatorin Irina Gaevskaya begleitete die Zuhörer durch eine musikalische Zeitreise von Händel, Mozart und Puccini über Karamanov, Tschaikovski und Rachmaninov.

Die Klaviervirtuosin Anna Prystromska und die Opernsängerin Karina Assfalg zogen dabei die Zuhörer in ihren Bann. Jeder im Saal konnte sich am herrlichen Gesang und am professionellen Klavierspiel erfreuen. Der Lohn für die Künstlerinnen waren minutenlanger Beifall und Standing Ovations. Die Veranstaltung war, und da waren sich alle Besucher einig, ein richtiger Hörgenuss.

Schwäbische Zeitung vom 03.05.2012

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