„Treibhaus der Zukunft“

Hohenstein  Der neue Wind in Person von Schulleiter Klaus Käppeler weht kräftig im und um das Gebäude der Hohensteinschule, die mit insgesamt 281 Schülern, davon 71 Hauptschüler, bisher bereits eine gute Schulentwicklung aufweisen kann. So war die Frage auch spannend, wie die Idee zur Gründung eines Fördervereins bei der Bevölkerung ankommen würde – das Ergebnis war äußerst erfreulich. 53 Mitglieder riefen den neuen Verein ins Leben, der künftig durch persönliche Unterstützung und finanzielle Hilfen dort fördern möchte, wo der Schulträger vom Gesetz her keine Möglichkeit hat, der Schule Mittel zur Verfügung zu stellen.
 
„Jede Schule muss ihren eigenen Weg gehen, ihr Profil schärfen und Qualitätsentwicklung betreiben. Schließlich werden Bildungs- und Erziehungsaufgaben in unserer Gesellschaft immer vielfältiger, Lehren und Lernen ist heute vielschichtiger und farbiger denn je“, gab Käppeler zu bedenken. Der Förderverein soll ein kompetenter Ansprechpartner für alle Beziehungen der Schule nach außen sein und will die Hohensteinschule stärker in das soziale und kulturelle Leben der Gemeinde einbinden, darüber hinaus der Gemeinde die Rolle der Schule in der Gesellschaft bewusster machen.
 
Mit Johannes Schwörer konnte ein engagierter erster Vorsitzender gewonnen werden, dem die Belange der Schule am Herzen liegen. Eines seiner drei Kinder geht bereits in die Hohensteinschule, die anderen zwei folgen. „Nur mit persönlichem Engagement kommen wir weiter“, zeigte sich Schwörer überzeugt. „Wir leben in einem besonders schönen Teil von Baden-Württemberg, hier ist die Welt noch in Ordnung. Dass dies auch weiterhin so bleibt, liegt an uns. Wir sollten keine Kosten und Mühen scheuen, unseren Kindern eine optimale Ausbildung und somit Zukunftschancen zu ermöglichen.“
 
Mit den 53 Gründungsmitgliedern sei ein guter Anfang gemacht worden, doch die Gemeinde Hohenstein gebe noch mehr her, betonte Schwörer. Bereits heute stehe die Hohensteinschule gut da, nun müsse gemeinsam dafür gesorgt werden, dass sie noch ein kleines bisschen besser wird.
 
Bürgermeister Jochen Zeller bescheinigte der Schule einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft und sprach Schulleiter Klaus Käppeler ein Lob aus für das, was er im vergangenen Dreivierteljahr seiner Amtszeit bereits geleistet habe. Der neue Förderverein sei eine Idee des neuen Rektors gewesen und müsse nun ein Sprachrohr für die Interessen der Schule sein.
 
„Wir werden eine bewegte Schule sein“, meinte Käppeler und knüpfte an das Bewegungslied des Schulchors an, der den Abend unter der Leitung von Ulla Schneider musikalisch umrahmte.
 
Wie erfolgreich die Arbeit eines Schulfördervereins sein kann, zeigten die Ausführungen von Birgit Jäger, Vorsitzende des Fördervereins Münsterschule Zwiefalten. Dieser Förderverein ist einer von rund 20 000 in ganz Deutschland, ihnen gehören über zwei Millionen Mitglieder an. „Schule geht uns alle an“ – dieses Motto gilt nicht nur in Zwiefalten, sondern soll künftig auch in Hohenstein auf die Fahnen geschrieben werden. So soll die Schule neugierig auf die Welt machen und eine respektvolle Lernumgebung schaffen, sie soll ein spannender Ort sein – ein „Treibhaus der Zukunft“. Auch dem Schulleiter ist klar, dass nicht alles von heute auf morgen geändert und besser gemacht werden kann, aber man hätte ein Ziel, auf das es sich lohne hinzuarbeiten: „Ich bin überzeugt, dass auch wir die richtige Schule der Zukunft haben, wenn wir gemeinsam und konsequent unseren Weg gehen“, so Käppeler. Dieser Weg müsse geprägt sein von Transparenz und Klarheit, einer Kooperation mit Eltern, Gemeinde, SMV und Vereinen, einer Ganztagesbetreuung, einer Orientierung in Berufsfeldern, von einer demokratischen Schule, von Evaluation und individueller Förderung. Die 53 Gründungsmitglieder, davon ein Betrieb und der TSV Oberstetten, wählten ihren Vorstand: erster Vorsitzender Johannes Schwörer, zweiter Vorsitzender Jochen Zeller, Schriftführer Lothar Hofstetter, Kassiererin Uschi Stein, Beisitzer Erich Roth, Silke Israel, Tanja Glück, Schulleiter Käppeler kraft Amtes.
 

Alb-Bote, Montag 21.04.2008

SPD ORTSVEREINSVORSTAND BESTÄTIGT

Auf der Jahresversammlung des SPD-Ortsvereins Zwiefalten-Hayingen wurde der bisherige Vorstand bestätigt. Jeweils einstimmig wurden der Vorsitzende, der Wahlkreisabgeordnete im Landtag in der vergangenen Legislaturperiode und Zwiefalter Gemeinderat Klaus Käppeler, sowie seine beiden Stellvertreter Dieter Bandle aus Hayingen und Reinhold Braun aus Zwiefalten wiedergewählt. Auch Schriftführer Otto Reichhard und Kassier Günter Kuch wurden ohne Gegenstimmen erneut in ihre jeweiligen Ämter berufen.

Nach der Wahl von Delegierten zu verschiedenen Vertreterversammlungen wurde die Frage von Koalitionsfestlegungen vor Wahlen mit Blick auf die Nachwahlsituationen in Hessen und Hamburg, teilweise auch recht emotional, diskutiert. Ohne dass eine formale Abstimmung erfolgte, zeichnete sich eine Mehrheit gegen einen Ausschluss von Koalitionen vor Wahlen ab – mit Ausnahme eines solchen mit rechtsradikalen Parteien. Es wurde die Auffassung vertreten, dass nicht nur in Wahlkämpfen die Positionen der SPD deutlicher herausgestellt werden müssen, um von den Wählern den Auftrag zur Regierungsbildung zu erhalten. Auf abweichende Ansichten anderer Parteien muss hingewiesen und es muss klargestellt werden, wo gegebenenfalls „Knackpunkte“ für eine Zusammenarbeit liegen könnten. Aufgrund des neuen Parteienspektrums sollte aber nach der Mehrheitsmeinung eine Koalitionsentscheidung grundsätzlich erst nach dem Ergebnis entsprechender Verhandlungen erfolgen.

Geschlossen wurde die Versammlung mit dem Ziel, regelmäßig stattfindende Stammtische in den einzelnen Gemeinden anzubieten, die für alle Interessierten offen sind.