Fast alles beim Alten geblieben

Irgendwie schnell geht so eine Amtsperiode vorüber. Am Montag, dem 29. Januar waren die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Grafenberg aufgerufen, bei ihrer Mitgliederversammlung Vorstand und Delegierte zu wählen. Über den guten Besuch zeigte sich der Ortsvereinsvorsitzende Wolfgang Vöhringer sehr erfreut. Einen treuen Freund des Ortsvereins konnte er willkommen heißen. Der ehemalige Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der Gemeinschaft der sozialdemokratischen kommunalen Mandatsträger (SGK), Klaus Käppeler aus Zwiefalten, unterstützte den Verlauf als Wahlleiter und mit einem Kurzreferat.

Vor den Wahlen aber standen die Rechenschaftsberichte. Wolfgang Vöhringer eröffnete und ging auf ein paar Schwerpunkte des abgelaufenen Geschäftsjahres ein. Dazu gehörten insbesondere die parteiinterne Diskussion über die ersten Monate der großen Koalition, der Landtagswahlkampf, sein Ergebnis und die Auswirkungen auf die Partei, die Entwicklung des neuen Parteiprogramms, das im Spätjahr verabschiedet werden wird, die Gesundheitsreform, die Bildungspolitik im Land und einiges mehr. Auf Grafenberg bezogen, sprach Vöhringer die Tätigkeit der Gemeinderäte Horst Failenschmid und Wolfgang Vöhringer an, die Aktivitäten für die Ortsumfahrung Grafenberg, die lokale Agenda, betreutes Wohnen, die Gemeindeentwicklung und insbesondere die Ortskernsanierung. Nicht zuletzt wies er auf die fruchtbaren Diskussionen innerhalb des Ortsvereins und mit externen Gesprächspartnern hin.

Der folgende Bericht des Kassierer Eberhard Hallmann wies auf einen ordentlichen, nicht zu üppigen,  Kassenstand hin, aber mit einer zunehmenden Tendenz. Bei 21 Mitgliedern im Ortsverein seien auch keine Reichtümer zu erwirtschaften, so Hallmann. Wichtig sei es, die Funktionsfähigkeit des OV zu gewährleisten – und das sei gut gegeben. Die Kassenprüfer Susanne Müller, langjährige Gemeinderätin, und Heinz Gugel bestätigten eine sehr gute Kassenführung.

Die Schriftführerin Monika Hallmann ergänzte die Ausführungen des Vorsitzenden um ein paar Daten zu den Aktivitäten und bestätigte ein arbeitsreiches Jahr.

Nach einer engagierten Aussprache übernahm Klaus Käppeler die wichtige Aufgabe der Entlastung, und, nachdem diese jeweils einstimmig bei Enthaltung der Betroffenen erfolgte, auch die Leitung der Wahlen. Der Ortsverein Grafenberg zeichnet sich dadurch aus, dass er engagierte Mitglieder hat und deswegen für alle Positionen Kandidaten gefunden werden konnten. Alle Wahlgänge führten zu einem einstimmigen Ergebnis, wobei sich die Kandidaten ihrer Stimme enthielten.

Das Ergebnis im Einzelnen:

Ortsvereinsvorsitzender bleibt Wolfgang Vöhringer, sein Vertreter wird wieder Horst Failenschmid sein. Bewährte Kräfte sollten erhalten bleiben, weshalb Eberhard Hallmann den Posten des Kassierers weiterführt und seine Frau Monika Hallmann die Aufgabe der Schriftführerin. Kassenprüfer bleiben ebenfalls Susanne Müller und Heinz Gugel.

Zu Kreisdelegiertenkonferenzen kann der Ortsverein 3 Delegierte entsenden. Hier schlug nun die Stunde unserer jungen Mitglieder. Neu als Delegierte wird unser Ortsverein vertreten durch Fabian Müller und Tobias Gugel. Rainer Hussong als erfahrener Kommunalpolitiker wird das Trio vervollständigen. Als Ersatzdelegierte wurden gewählt: Angelo Miotto, Matthias Dembek und Wolfgang Vöhringer.

Nach all den Regularien tat es gut, in einer offenen Aussprache mit Klaus Käppeler noch über verschiedene Themen zu diskutieren. Das Spektrum reichte von seinen Erfahrungen aus dem Landtagswahlkampf über die Kommunalpolitik bis zur Gesundheits-, Sozial- und Bildungspolitik. Wie immer bei politischen Diskussionen ging mal wieder die Zeit aus. Im Mai soll eine Fortsetzung sein, dann wird das SPD-Grundsatzprogramm im Mittelpunkt stehen. Die Diskussion darüber ist eine wichtige Gelegenheit zur Basisdemokratie.

Weit nach 22.00 Uhr beendete der Vorsitzende die Mitgliederversammlung mit einem Dank an alle, die bereit waren Funktionen zu übernehmen. Er bedankte sich aber auch für eine hochmotivierte Mitarbeit aller Mitglieder, was zu einer gründlichen und umfassenden Meinungsbildung führe und der Führungsmannschaft eine wichtige Unterstützung sei.

Wolfgang Vöhringer

Ortsvereinsvorsitzender

Marius Thoy ist neuer Juso-Chef

In nur einer halben Stunde wurden sechs Wahlgänge absolviert. „Das ist rekordverdächtig“, stellte der Juso- Kreisvorsitzende Julian Scharpf fest.

Alle Kandidaten wurden einstimmig gewählt. „Das ist ein Zeichen für die Geschlossenheit innerhalb der AG“, lobte der ehemalige Landtagsabgeordnete Klaus Käppeler den SPD-Nachwuchs.

Lobende Worte sprach auch der scheidende Vorsitzende Paul Schubert aus Haigerloch in seinem Jahresbericht. Vier neue Mitglieder seien dazugekommen, der AG gehörten nun neun Genossen an. Ein von der AG organisiertes Rhetorikseminar sei erfolgreich verlaufen, im Landtagswahlkampf sei man sehr aktiv gewesen, berichtete Schubert.

Er verzichtete aufgrund der anstehenden Abiturprüfung auf eine erneute Kandidatur, wird die AG als stellvertretender Schriftführer und Pressesprecher jedoch weiterhin unterstützen.

Zum zweiten Vorsitzenden wurde Fabian Stifel bestimmt, Schriftführer ist Manuel Schmoll und Pressesprecher Marius Menholz. Zu Beisitzern wurden Karolin Hermann, Philipp Sailer und Bekir Altun gewählt.

Anschließend stellte Klaus Käppeler den Entwurf des SPD-Parteiprogramms vor. Er diskutierte mit den Jusos über Themen wie Atomausstieg, Studiengebühren, erneuerbare Energien sowie über die Ausbildungsplatzabgabe.

Die nächste Sitzung der Juso-AG Haigerloch/Hechingen findet am Freitag, 2. Februar, um 18 Uhr im Café Mozart in Haigerloch statt.

Die SPD – Sonnenalb mutschelt

Um die Jahreswende treffen sich Gruppen, Vereine und Organisationen zum „Muscheln“. In geselliger Runde bemühen die Teilnehmer ihr Geschick und auch das Glück bei unterschiedlichen würfelspielen, wie „Chicago“ oder „S’nackete Luisle“. Die  Gewinner dürfen eine „Mutschel“ – ein Hefegebäck – mit nach Hause nehmen.

Gunter Haug: Dieses eine Leben – aufrecht durch dunkle Zeiten

Klappentext: 1942 kommt der überzeugte Sozialdemokrat August Voll in einem württembergischen Wehrmachtslazarett angeblich durch Selbstmord ums Leben. Doch Selbstmord, so schrieb er kurz zuvor in Abschiedsbriefen an seine Frau und seine beiden Kinder, käme für ihn niemals in Frage.

Im Zuge der Recherchen zu diesem buch stellte sich heraus, dass er in Wirklichkeit seine aufrechte Haltung als Gegner des NS-Regimes mit dem Leben bezahlen musste.

Der harte Lebensweg seiner Witwe und ihrer damals noch minderjähriger Kinder zieht sich bis in die Gegenwart und betrifft sogar noch die Enkel, die ihren Großvater nie kennen lernen konnten.

Gunter Haug beschreibt in dieser Biografie eindrucksvoll das mutige Leben des Großvaters seiner Frau.

Viel Jahre nach dem Tod der Witwe des August Voll, gelingt es dem Autor, endlich die Wahrheit über die damaligen Ereignisse ans Licht zu bringen.

Ein erschütterndes Lebensbeispiel aus dem vergangenen Jahrhundert, das auch denen unter die Haut geht, die diese Zeit des Nationalsozialismus nur aus Geschichtsbüchern kennen.

Gunter Haug, geboren im Jahr 1955 in Stuttgart.

Er ist Autor zahlreicher faszinierender biografischer und historischer Tatsachenromane.

Seine Werke „Niemands Tochter“ und „Niemands Mutter“ wurden zu Bestsellern.

Der frühere Zeitungs-, Radio- und Fernsehredakteur – u.a. beim Alb-Bote in Münsingen und beim SWR in Stuttgart – lebt als freier Autor in der Region Franken.

www.gunter-haug.de

Gunter Haug: Dieses eine Leben

erschienen im Verlag Rotabene

1. Auflage 2006

ISBN 978-3-927374-48-5