Soziale Schulqualität und Schulinterne Evaluation

Antrag der Abg. Klaus Käppeler u. a. SPD

Der Landtag wolle beschließen, die Landesregierung zu ersuchen

I. zu berichten,

  1. an welchen Schulen im Land Projekte zur sozialen Schulqualität und schulinternen Evaluation durchgeführt werden, begleitet vom Institut für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung e.V. an der Universität Potsdam (IFK) sowie vom Institut für berufliche Bildung und Weiterbildung e.V. Göttingen (ibbw);
  2. wieviele Lehrerinnen und Lehrer dabei mitarbeiten;
  3. welche Kosten dabei einerseits die Bundesregierung, andererseits die Landesregierung trägt;
  4. wie das Kultusministerium den Arbeitsaufwand der beteiligten Lehrerinnen und Lehrer bewertet und
  5. welche Ermäßigungen für die beteiligten Lehrerinnen und Lehrer an den einzelnen Schulen gegeben werden.

II. zu beschließen,
dass Lehrerinnen und Lehrer, die sich am Projekt Soziale Schulqualität und Schulinterne Evaluation beteiligen, mindestens zwei Anrechnungsstunden pro Schuljahr gewährt werden.

Stuttgart, 14. Mai 2002

Käppeler, Bayer, Dr. Caroli, Margot Queitsch, Christine Rudolf, Wintruff, Zeller SPD

Begründung:

Die Projekte des IFK und des ibbw verlangen von den beteiligten Lehrerinnen und Lehrern hohes Engagement und enormen Zeitaufwand und überforderen sie, wenn sie keine oder nur eine geringe Anrechnung erhalten. Damit ist der Erfolg des Projektes gefährdet, das in Zusammenarbeit u.a. mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg durchgeführt wird und dessen Ziel unterstützenswert erscheint: Im Rahmen einer Schülerbefragung präzise Informationen über die Bedingungen an „ihrer“ Schule zu veschaffen, ein spezifisches Qualitäts- und Problemprofil zu entwerfen sowie schulinterne Lehrerfortbildungen zu erarbeiten um Problemlagen offensiv angehen und präventive Vorhaben in die Tat umsetzen zu können.

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